Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
Text

Idee

Abenteuerliche Räuberjagd, deren Figuren an diverse Klassiker erinnern.

Bilder

Wenige, oft ganzseitige schwarz-weiß Illustrationen, die die Figuren sehr verständlich durch glaubhafte Übertreibung charakterisieren

Text

Bildhafte Sprache, die oft ironisch daherkommt und mit Sympathie und Antipathie spielt.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Okt 2013

Was ist ein Königreich ohne Untertanen? Das gleiche, wie ein Polizist ohne Verbrecher! In dieser verzweifelten Lage befindet sich Wachtmeister Rabenhorst. In seinem Revier, der kleinen Insel Ignazien, wohnen nur durch und durch gute Leute und Rabenhorst hat nichts zu tun. Dann macht sich Finn auf den Weg, um ein paar richtige Räuber zu organisieren...

"Freunde müssen sich helfen - wofür sind sie denn sonst da?", sagt sich Finn, der Stalljunge der königlichen Stallungen, und zieht in das gefährliche Nordland. Wo, wenn nicht hier lauern die bösen Räuber? Doch bevor Finn den ersten Ernst zu nehmenden Räuber trifft, macht er so einige Bekanntschaften. Der Schuhmacher Alois, die Krähenhexe, die zwar nervige aber gar nicht gefährliche Räuberin Leonie und die sympathische und alt eingesessene Räuberfamilie, die ihren Räuberberuf gerade an den Nagel hängen will, laufen dem Jungen auf seiner Suche über den Weg.

Plötzlich stehen richtige Räuber vor ihm und nehmen Finn gefangen. Gott sei Dank hat der jedoch zwei Beschützer, so dass das Abenteuer am Ende gut ausgeht. Ganz nebenbei bekommt die kleine Insel Ignazien immer mehr Untertanen, Wachtmeister Rabenhorst kriegt endlich Arbeit im Revier und - um das Happy End ins Unermessliche zu steigern - wird aus dem armen Stalljungen Finn ein richtiger Königssohn.

In dem neuen Buch von Udo Weigelt lassen sich schöne Motive finden: Freundschaft, Zusammenhalt, Friedfertigkeit. Hier wird ebenso von egoistischen und Macht missbrauchenden Herrschern berichtet, wie von Menschen, die sich couragiert für das Gute einsetzen. Auch erschafft Weigelt sehr empathische Figuren, wie die Libelle Ute oder den überaus sympathischen Schuhmacher Alois. Gekoppelt mit einer sehr bildhaften Sprache, gelingt es dem Autor, den Figuren individuelle Charaktere zu verschaffen. Wenn beispielsweise der König Ignaz auf seinem Thron noch die Schlafmütze unter der Krone trägt, ist man sofort von dessen Gutmütigkeit überzeugt.

Die Illustrationen von Jörg Mühle beschränken sich auf eine immer wieder kehrende Vignette am Anfang eines jeden Kapitels und wenige, dann jedoch oft ganzseitige- schwarz-weiß Illustrationen. Diese unterstützen die Charakterisierung der Figuren durch glaubhafte Übertreibung.

Während die Figuren immer eindeutig in gut und Böse zu unterteilen sind, ist die zeitliche Einordnung der Geschichte schwierig. Manche Namen und Figuren lassen auf die Gegenwart schließen, während sich die ganze Geschichte in einem mittelalterlichen Königreich abspielt. Auch die örtlichen Gegebenheiten geben Rätsel auf. Der Ausgangsort ist eine kleine Insel. Finn zieht in das gefährliche Nordland ohne jemals auf Wasser zu stoßen.

Wie die Handlungsstränge erahnen lassen, ist das neue Buch von Udo Weigelt ein durch und durch märchenartige Geschichte mit höchst möglichem Happy End. Da ist der arme Junge, der von der Königstochter nicht beachtet wird. Er nimmt es mit den Räubern auf und kommt als Held und Königssohn auf die Insel zurück.

Andere Figuren und Plots erinnern an Bekanntes: Da sind der begriffsstutzige und tollpatschige König Ignaz und die höflichen Räuber mit Herz, die in freundlichen Sätzen die Herausgabe der Reichtümer regelrecht erbitten und damit an das traditionelle Kaspertheater erinnern. Da ist Finn, der Stalljunge ohne Eltern, der ausgesetzt am Flussufer gefunden wurde und bei einer Frau auf der Insel aufwächst. Ist Finn hier nicht auch ein bisschen Jim Knopf? Und dann sind da noch die bayrisch klingenden Namen wie Wachtmeister Rabenhorst und Frau Stadelbichler, die irgendwie an Wachtmeister Dimpfelmoser und Frau Schlotterbeck aus dem Räuber Hotzenplotz erinnern. Übrigens, schon die Räubergestalt mit markantem Hut auf dem Buchdeckel erinnert an Preußlersche Räuber.

Fazit:

"Achtung: Räuber gesucht!" ist ein Buch mit sehr absehbaren Handlungsfaden, das viele klassischen Motive, bereits bekannte Plots und Figuren aufgreift. Das für ältere Kinder wahrscheinlich zu dick aufgetragene Happy-End ist in schöne Abenteuer und traumhafte Figuren verpackt, was das Buch für Jüngere Zuhörer interessant macht. Da das Buch zusätzlich in 25 leserfreundliche Kapitel unterteilt ist, eignet es sich somit zum Vorlesen.

Katrin Czerwinka

 

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