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Die kleine Traumfee Lula hebt sich angenehm vom üblichen Feen-Einerlei in der Kinderliteratur ab.

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Türkisfarbene Hochsteckfrisuren, gepunkteter Catsuit, ein freches Lächeln und eine Tasche voller Würstchen - wer sagt denn, dass Feen immer wie Feen aussehen müssen. Die originellen Illustrationen ergänzen den Text hervorragend.

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Das erste Abenteuer von Traumfee Lula ist durch seine kurzen Sätze auch für Leseeinsteiger gut verständlich, dank kluger Wortwahl aber nie eintönig.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Feb 2014

ab 7 Jahren

Was für eine schöne Vorstellung: Nachts flüstern uns winzige Feen unsere Träume ins Ohr. Dass wir Menschen ihnen nie begegnen, hat einen guten Grund. Denn Feen, die sich beim Träumeflüstern erwischen lassen, werden mit Putzdienst im Feenschloss bestraft. Kein Wunder, dass Traumfee Lula bei ihrem ersten Einsatz ganz schön nervös ist.

Pinkfarbene Haare mit Sternchenspange, Kussmündchen, rote Bäckchen, zarte Flügel, gleich drei hübsche Röcke übereinander und gerade einmal so groß wie ein halber Bleistift - so ein niedliches Wesen kann doch eigentlich nur gute Träume bringen. Möchte man meinen. Doch vor ihrem ersten Flug schärft die Obertraumfee der gerade erst geborenen Lula ein: "Dass du mir ja nicht nur schöne Träume verschenkst." Kaum ist Lula aus einem Traum geschlüpft, geht es auch schon los mit der Arbeit. Sie muss eine Traumfee ersetzen, der das Schlimmste passiert ist, was einer Traumfee passieren kann: Sie hat sich beim Träumeflüstern von einem Menschen erwischen lassen. Die Strafe: Putz- und Kochdienst im Traumschloss. Lula tritt an ihre Stelle und soll nun den Menschen in der Birkenallee die Träume bringen.
Ausgerüstet mit Feenstab, Feenbuch und einer Tasche randvoll mit Proviant beginnt sie ihren Dienst.

Doch der Job einer Traumfee ist gar nicht so leicht. Lula verfliegt sich, kommt erst spät nach Mitternacht in der Birkenallee an und begegnet dann auch noch Dschango, dem fetten Kater mit dem üblen Mundgeruch. Keine guten Voraussetzungen für gelungene Traumflüstereien.

Trotzdem muss Lula endlich an die Arbeit. Ihr erster Auftrag führt sie zu Helene, einem Mädchen, das große Angst vor dem Schwimmunterricht in der Schule hat. Kater Dschango hat ziemlich feste Vorstellungen, welchen Traum Lula für Helena zaubern soll. Lula gerät ziemlich in Stress - denn bald wird es Morgen und mindestens einen Traum verlangt die Obertraumfee von ihr.

Phantasievolle, gut erzählte und liebevoll illustrierte Geschichten für Lese-Einsteiger sind ein Markenzeichen des Tulipan-Verlags. Der Erstling der Autorin Petra Postert reiht sich hier nahtlos ein. Der schmale Band mit großer Schrift, der vor allem Mädchen gefallen wird, beweist, dass sich auch in leicht verständlicher Sprache, die weitgehend auf Nebensätze verzichtet, anspruchsvolle Geschichten verfassen lassen. Die Traumfee Lula ist keine Klischee-Fee, sondern eine unverwechselbare Figur, die im Gedächtnis bleibt. Denn Feen, die sich mit Würstchen, Senf und Gurken für ihre Zaubereien stärken und die sich noch gar nicht so sicher sind, ob sie ihren Feen-Job gut erledigen werden, findet man nicht so oft. Der Text überrascht außerdem immer wieder mit Formulierungen, die man in einem Buch für Leseeinsteiger gar nicht erwartet: Lula blickt vor ihrem ersten Flug ängstlich aus dem Fenster und haucht: "Das ist jetzt aber sehr tief." "So ist das nun mal bei Luftschlössern", lautet die trockene Antwort der Obertraumfee.

Illustratorin Nina Dulleck hat für die Geschichte sehr gelungene Bilder gefunden. Die kleinen Traumfeen wirken mit ihren bunten Haaren, ihrer ungewöhnlichen Kleidung und den fröhlichen Gesichtern wie ein kichernder Haufen kleiner, frecher Mädchen - Zielgruppe genau getroffen. Dulleck spielt außerdem geschickt mit Licht und Dunkelheit: Der Landeplatz Birkenallee und das Zimmer des Mädchens, dem Lula die Träume schenken soll, sind monochrom gehalten, nur die bunte Lula sticht als Farbakzent hervor.

Fazit:

Das erste Abenteuer der "Traumfee Lula" - weitere Bände sind geplant - ist eine humorvoll erzählte und liebevoll illustrierte Geschichte, die beweist, dass auch in der Literatur für Lese-Einsteiger Platz ist für originelle Figuren und ausdrucksstarke Sprache.

Eva Dignös

 

Traumfee Lula und der Flüsterzauber

Traumfee Lula und der Flüsterzauber

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