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Idee
Bilder
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Idee

Ein Saurierkind möchte unbedingt ein Haustier und beweist seinen Eltern, dass er sich sehr wohl kümmern kann – doch am Ende ist der Wunsch ganz plötzlich verschwunden...

Bilder

Die Zeichnungen der Saurier überzeugen vor allem durch ein ausdrucksstarkes Mienenspiel und die vielen liebevollen Details.

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Angemessene Textmenge für Erstleser, die die Geschichte gut nachvollziehbar und unterhaltsam erzählt.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Mai 2014

Minus Drei wünscht sich sehnlichst ein Haustier. Doch auch Dinosaurier-Eltern begegnen diesem Wunsch ihres Sprößlings mit gewissen Zweifeln und Skepsis.

Also beschließt Minus, seinen Eltern zu beweisen, dass er sehr wohl Verantwortung übernehmen kann. Per Aushang bietet er seine Dienste als Tiersitter an - waschen, pflegen, Spazieren gehen inklusive. Tatsächlich trudelt bald der erste Auftrag ein: T.R. ein leicht tollpatschiger Tyrannosuarus-Rex bedarf dringend eines Bades, meidet Wasser jedoch so gut er kann. Doch Minus hat einen Plan und lockt ihn schlau mit Fleisch in die Wanne, wo er ihn schrubbt und putzt. Auftrag bestens ausgeführt, da flattert telefonisch auch schon der nächste herein. Diesmal soll Minus mit Topsi, dem Triceratops, spazieren gehen. Und schon schießt Topsi Richtung Sümpfe los und Minus hängt hilflos an der Leine. Auf das Angebot, ihn auch noch zu waschen, verzichtet Minus bereits - zu anstrengend... Da steht auch schon Stigi in der Tür, ein Stegosuarus, der dringend eine Stachel- und Krallenpflege benötigt. Doch Stigi denkt gar nicht daran, sich brav zur Maniküre zu begeben und lässt sich lieber durch die ganze Wohnung jagen, wobei einige Schäden nicht zu vermeiden sind. Als er schließlich mit seinen Stacheln in der Badewanne stecken bleibt, nutzt Minus die Gunst der Stunde und erledigt auch diesen Auftrag zur vollsten Zufriedenheit. Kaum ist Stigis Frauchen mit ihrem frisch geputzten Haustier von dannen gezogen, macht sich Minus ans Aufräumen und ersetzt mit seinem verdienten Geld die kaputten Gegenstände. Völlig erschöpft sinkt er auf sein Bett und kann sich so gar nicht mehr vorstellen, ein Haustier haben zu wollen. Doch Minus' Eltern haben an diesem Abend eine Überraschung für ihn: nachdem sie nur Gutes über Minus' Tierpflegefähigkeiten gehört haben, wollen sie ihm ein Haustier schenken und haben es auch schon mitgebracht. Minus wird blass. Schreckliche Gedanken und Szenarien mit ähnlichen Tieren wie T.R., Topsi und Stigi schießen ihm durch den Kopf - doch Gott sei Dank ist es am Ende nur ein kleiner Urmensch namens Lucy.

Hamster, Meerschwein, Wellensittich, Kaninchen, Hund oder Katze - früher oder später landet eines dieser Tiere auf dem Wunschzettel der meisten Kinder. Doch auch wenn es noch so kuschelig ist, muss früher oder später der Käfig gereinigt, Futter gekauft, das Wasser gewechselt und zum Tierarzt gegangen werden. Und nach der anfänglichen Begeisterung lässt das Tierengagement bei den meisten Kindern recht schnell nach. Von daher begegnen die meisten Eltern dem Haustierwunsch ihrer Kinder mit derselben Skepsis, wie auch Minus Drei Eltern. Doch während andere quengeln und nölen, schreitet der kleine Dinosaurier beherzt zur Tat und will es seinen Eltern so richtig zeigen. Das gelingt ihm zwar, doch nebenbei hat er sich selbst gezeigt wie viel Arbeit und Zeit ein Haustier erfordert - und ist am Ende ziemlich geheilt.

Diese kurzweilige Geschichte mit dem überraschenden und humorvollen Ausgang ist in fünf Kapitel unterteilt, die die Handlung sehr gut strukturieren und klare Grenzen setzen. Der Textumfang ist ziemlich überschaubar und von daher gut als Lesefutter für Erstleser geeignet, teilweise könnte der Text sogar etwas umfangreicher sein, denn die wenigen Sätze pro Seite sind auch dank der großen Schrift schnell gelesen. Die Geschichte ist gut lesbar geschrieben und wirkt durch viele Dialoge sehr lebendig. Passend dazu gelingt es Ute Krause authentische und amüsante Charaktere zu zeichnen, auch, wenn sie uns völlig fremden Lebewesen menschliche Züge verleiht. Mimik, Gestik und Details von Minus Drei und den anderen "menschlichen" Sauriern wirken überzeugend und heben sich gut von den "tierischen" Sauriern ab, die wesentlich unzivilisierter wirken und daher die Haustierrolle sehr gut ausfüllen. Zusätzlich versieht Ute Krause ihre Zeichnungen mit liebevollen und wertvollen Details, die den Bildern das gewisse Extra verleihen. So annonciert Minus Drei seine Dienste auf Blätter von Urbäumen, auf die er schreibt: "Minus macht iren Saurier glücklich. Washen, flegen, spazirn geen.", hat ein Mamutposter an der Wand oder sitzt zwischen verstreutem Kinderspielzeug aus Stein. Details wie diese tragen viel zur Glaubwürdigkeit und zum kurzweiligen Lesevergnügen bei. Die Zeichnungen nehmen den größten Teil der Seiten ein und Details lassen sich gut entdecken. Die Farbgebung ist dezent zurückhaltend, auch wenn kräftigere Farben dieser ungewöhnlich gewöhnlichen Geschichte auch gut gestanden hätten.

Fazit:

Die Haustierfrage lässt in den meisten Familien den Haussegen erst einmal schief hängen. Minus Drei wünscht sich ein Haustier zeigt die Folgen dieses Wunsches unterhaltsam auf und bringt seine Leser dazu, mindestens noch einmal über ihren Wunsch nachzudenken.

Claudia Goldammer, Mai 2014

Minus Drei wünscht sich ein Haustier

Minus Drei wünscht sich ein Haustier

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