Couch-Wertung:

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Hier kann ein Alltagsthema durch die gelungene Mixtur aus Humor, Spannung und einer außergewöhnlichen Mischung von Charakteren zu einem echten Lieblingsbuch werden.

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Skurrile, aber dennoch harmonische, Illustrationen in dezenten Farben Darsteller verleihen dem Buch Leben und Lebensfreude.

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Wenig Text der leicht verständliche und freundlich formuliert wurde. Auch für die ganz jungen Zuhörer schon sehr gut verständlich.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Mai 2005

Bella lernt Rad fahren, und uns Erwachsenen erteil das gleichnamige Buch ganz nebenbei eine Lektion. Das Ganze geschieht auf eine sehr humorvolle und gut gelaunte Art und Weise, ein Buch das man gerne zur Hand nimmt.

Die kleine Bella lernt Fahrrad fahren. Entschlossen und tapfer hat sie ihre ersten Fahrversuche und Stürze bereits hinter sich gebracht. Nun darf sie jeden Tag fahren, um zu üben. Eines Tages unternimmt sie mit ihrer Großmutter eine Tour. ";Pass auf, dass Du nicht gegen den Pfahl fährst"; rät ihr die Großmutter, als in einiger Entfernung ein Schild auftaucht. Bella will es besonders gut machen und behält das Schild ganz genau im Auge. Sie starrt so sehr darauf, daß sie schließlich gar nicht mehr anders kann, als dagegen zu fahren.

Das Gleiche geschieht, als der Fahrlehrer vor ihnen auftaucht. Bella und ihre Großmutter sind erschrocken, ratlos und traurig. Wie konnte das geschehen? Bisher hatte das Rad fahren doch so gut geklappt! Glücklicher Weise kann der Fahrlehrer den beiden erklären, daß man immer nur geradeaus auf den Weg schauen soll, den man fahren möchte. Um es noch einmal zu üben, stellen sich nun Großmutter und Fahrlehrer einander gegenüber und Bella fährt immer wieder zwischen den beiden hindurch. Nun klappt es und Bella ist froh und stolz. Zwei Nachbarskinder machen sich über Bella lustig, aber Bella weiß jetzt wie gut sie Rad fahren kann und jagt mit ihrem Rad auf die beiden zu und schlägt sie in die Flucht. Am Ende ist es die Großmutter, die vor ein Schild fährt - hätte sie doch besser geradeaus auf den Weg geschaut, anstatt sich umzudrehen und dem Fahrlehrer zu winken!

Eva Eriksson packt in ihr Buch ";Bella lernt Rad fahren"; gleich mehrere Botschaften hinein. Sie stellt uns das kleine Schweinchen Bella vor, das eigentlich schon zu Beginn des Buches Rad fahren kann. Lediglich in einer Art Rückblende sehen wir die ersten Fahrversuche und Stürze Bellas. Aber Bella ist tapfer und ehrgeizig. Unverdrossen steigt Bella immer wieder auf ihr Rad, bis, ja bis sie glaubt, es zu können.

Erst die Übungsfahrt mit ihrer Großmutter, die lustiger Weise ein Hund ist, erschüttert ihr Selbstvertrauen wieder. Sicherlich meint es die Großmutter nur gut, als sie Bella warnt: ";Pass auf, dass du nicht vor den Pfahl fährst."; Letztendlich aber verunsichert sie Bella so sehr, daß diese sich nur noch auf den Pfahl konzentriert und dagegen fährt. Hier dürfte sich wohl der überwiegende Teil der Erwachsenen wieder finden, denn wer hat diese warnenden Worte nicht schon ausgesprochen und damit erst eine Gefahr herauf beschworen?

Um uns diese ";beliebte"; Dummheit noch deutlicher vor Augen zu führen, lässt Eva Eriksson die arme Bella nun auch noch vor den Fahrlehrer fahren. Mit der Person des Fahrlehrers wendet sie sich dann wieder dem jungen Zuhörer zu, indem sie den Fahrlehrer erklären lässt, daß man sich beim Rad fahren ausschließlich auf den Weg, den man fahren möchte konzentrieren sollte. Sehr geschickt baut die Autorin hier eine trockene Information in eine Geschichte ein und bringt deren Bedeutung anschaulich und einprägsam dem Kind nahe. Die Worte des Fahrlehrers noch im Ohr, übt Bella das Fahren und nun klappt es ohne Zusammenstoß.

Voller Stolz und gestärkt durch ihren Erfolg kann Bella nun auch den beiden Kindern gegenüber treten, die sie gegen Ende der Geschichte ärgern wollen. Bella aber läßt sich nicht ärgern. Ganz im Gegenteil, sie stellt sich mutig und selbstbewußt der Situation und setzt das eben Gelernte sofot um: Mit den Worten ";Und sie guckt. Und guckt. Hilfe! Sie guckt! Und jetzt? Fährt sie die beiden etwa auch um?"; wird auf spannende und gleichwohl humorvolle Weise gezeigt, wie souverän Bella nun ihr Können einsetzt um die beiden Kinder in die Flucht zu schlagen. Der Schluß der Geschichte bietet noch einmal einen besonderen Leckerbissen, denn Eva Eriksson läßt nun die Großmutter vor besagten Pfahl radeln - garantiert immer wieder ein großer Lacherfolg bei den Kleinen.

Mit viel Gefühl erzählt Eva Eriksson hier eine Geschichte, deren Inhalt sicherlich für Kinder ab 3 Jahren immer von Interesse ist. Sie verzichtet auf große Knalleffekte, verwendet dezente Farben und beschränkt sich mit ihren Illustrationen auf das Wesentliche. Die fast durchweg sehr sympathischen Charaktere ihrer Geschichte allerdings erregen trotzdem Aufsehen. Zum Einen würfelt sie verschiedenste Tierarten durcheinander, so ist zum Beispiel Bellas Großmutter ein Hund, während Bella selbst ein Schweinchen ist, eines der frechen Nachbarskindern ist ein Schaf und im Café sieht man ein Nilpferd sitzen, das von einer Maus bedient wird. Zum Anderen stellt sie die Tiere sehr vermenschlicht dar, sie gehen alle auf zwei Beinen, tragen Kleid oder Anzug. Diese bizarre Mischung macht jede Seite des Buches interessant und bedarf des eindringlichen betrachtens.

Auch textlich beschränkt sich die Autorin auf das Wesentliche. Trotz kurzer Sätze, meist nur wenige Zeilen auf einer Seite, gelingt es ihr, Schwung und auch Spannung zu vermitteln. Hier ist es gelungen, eine unspektakuläre Geschichte mit viel Inhalt in kurzer, spannender und leicht verständlicher Form zu erzählen.

Fazit:

Nicht nur durch das Thema ";Rad fahren"; hat sich Eva Eriksson sofort einen Weg in die Herzen der ganz jungen Lesekinder geöffnet. Auch ihre herrlich unkonventionelle Art der Erzählung und Darstellung macht dieses Buch liebenswert und spannend zugleich.

Antje Saam

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