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Idee
Bilder
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Idee

Gute Ideen werden noch besser, wenn man die Menschen kennenlernt, die dahinterstehen. Die Steckbriefe geben den Aktionen ein Gesicht. Schade nur, dass nicht alle Akteure im Foto vorgestellt werden.

Bilder

Yann Arthus-Bertrands Luftbilder sind seit seinen Bildbänden <cite>Die Erde von oben</cite> legendär. Gut sind die knappen Erklärtexte.

Text

Autorin Anne Jankéliowitch lässt die Kinder sprechen: Von ihren Zielen, ihren Plänen, auch ihren Fehlern. Das macht die Porträts authentisch. Aus dem Französischen von Kristina Petersen.

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Claudia Goldammer

Buch-Rezension von Claudia Goldammer Nov 2014

"Was soll ich als einzelner schon für Umweltschutz und Klimawandel tun?" - Diese träge Ausrede zieht nicht mehr. Das Buch Kinder, die die Welt verändern stellt 45 Jungen und Mädchen vor, die mit Einfallsreichtum und Hartnäckigkeit ihre Idee von einer umweltfreundlicheren und gerechteren Welt durchsetzen.

Die 45 Porträts stellen Kinder zwischen 9 und 16 Jahren aus der ganzen Welt vor: Der 11-jährige Alex aus den USA hat in seinem Heimatort das Recycling von Elektroschrott in Gang gebracht und die ausrangierten Computer so aufbereitet, dass damit Schulen in Sri Lanka, Kenia und Mexiko ausgestattet werden konnten. Cameron aus den Vereinigten Arabischen Emiraten will nicht hinnehmen, dass Dromedare sterben, weil sie Abfall fressen. Der Elfjährige organisiert deshalb Müllsammelaktionen in der Wüste. Parrys (16) aus Australien setzt durch, dass in ihrer Schule Plastikflaschen durch wiederverwendbare Trinkflaschen aus Edelstahl ersetzt werden. Und Jes aus Malaysia verwandelt sich in einem Theaterstück in einen Tiger, mit dem Ziel, das Publikum für den Schutz der bedrohten Tiere zu sensibilisieren.

Die Porträts in lesefreundlich-lockerem Layout sind unterschiedlich lang, in Steckbriefform erzählen die Kinder, was ihr Ziel war, wie sie vorgegangen sind, was sie erreicht haben und was sie anderen Kindern raten, die für den Schutz der Umwelt aktiv werden möchten. Aus manchen Aktionen sind internationale Organisationen geworden wie die "Plant for the Planet"-Bewegung des jungen Deutschen Felix Finkbeiner. Andere blieben auf ein Dorf oder einen Stadtteil beschränkt, waren dort aber nicht minder wirkungsvoll. Wer mehr über die einzelnen Aktionen wissen möchte, findet die entsprechenden Internet-Links. Verfasst hat die Porträts die französische Umwelttechnik-Ingenieurin Anne Jankéliowitch, die auch schon für die Umweltschutzorganisationen Greenpeace und WWF gearbeitet hat.

Ergänzt werden die Texte durch doppelseitige Farbfotos des Fotografen Yann Arthus-Bertrand, der als Präsident der Stiftung GoodPlanet auch als Herausgeber des Buchs fungiert. Arthus-Bertrand versucht seit mehr als 15 Jahren, mit eindrucksvollen Luftaufnahmen die Menschen für die Schutzbedürftigkeit der Erde zu sensibilisieren. Die Bilder berühren, indem sie die Schönheit unzerstörter Natur zeigen.

Kinder, die die Welt verändern ist kein Buch, mit dem man sich in den Lesesessel verkriecht und erst nach Stunden wieder auftaucht. Dazu sind sich die Porträts teilweise zu ähnlich, manchmal die Aktionen und ihre Wirkung für Kinder zu wenig konkret. Aber es ist ein Buch, in dem es sich lohnt, gemeinsam mit seinen Kindern zu stöbern, das in Auszügen auch eine gute Schullektüre sein könnte. Denn es macht Kindern deutlich, dass auch Kleine Großes erreichen können.

Packen wird es wohl vor allem diejenigen, die sich ohnehin schon engagieren. Für sie ist es eine Fundgrube an Ideen und an cleveren Strategien, seine Ziele durchzusetzen. Es seinem chillenden Kind hinzulegen mit der Bemerkung: "Schau Dir mal diese Kinder an, wie toll die sind", ist dagegen möglicherweise keine gute Idee. Vorbilder vor die Nase gesetzt zu bekommen, kommt in der Altersgruppe nicht so gut an. Möglicherweise ist der Nachwuchs aber auch schlagfertig genug für die Rückfrage: "Und meine lieben Eltern, was tut Ihr eigentlich für die Umwelt?"

Fazit:

Starke Kinder, starke Ideen - Kinder, die die Welt verändern ist eine beeindruckende Sammlung von Umweltprojekten, die von Kindern angestoßen und umgesetzt wurden. Ein Buch zum Stöbern, zum Darüber-Reden, vielleicht zum Nachmachen - und ein Buch, das erwachsenen Lesern deutlich macht, dass ihre Kinder sehr genau beobachten, was für eine Welt man ihnen hinterlässt.

Eva Dignös, November 2014

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