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Zum 30-jährigen Jubiläum schenkt Vahle seinen Fans eine Geschichte zum Kinderlied-Klassiker. Die verrückte Weltreise auf dem Besen wird im Alltag verankert.

Bilder

Bilder: Fröhlich-frech, voller Spaß und Lebensfreude sind die bunten Illustrationen von Susanne Göhlich! Schön, wie Musik und Bewegung sich in den Bildern wiederfinden!

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Zackig und mit Pepp erzählt Anne von ihrem Leben. Flott wechseln Schauplätze & Gedanken. In teils deftiger Alltagssprache kommt Anne ins Plaudern & verbreitet gute Laune!

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Anneka Esch-van Kan

Buch-Rezension von Anneka Esch-van Kan Nov 2014

"Herr Kaffeekanne" - so soll Fredrik Vahle schon öfter angesprochen worden sein. Kein Wunder! Denn um "Anne Kaffeekanne" kommt kein Kindergarten-Kind herum und auch viele Erwachsene dürften den Refrain auswendig können. Zum 30-jährigen Jubiläum schenkt Vahle seinen Fans nun die Gelegenheit von Anne selbst zu erfahren wie es zu ihrer fabelhaften Reise um die Welt kam...

Auf einem Hocker sitzt ein frech-fröhliches Mädchen mit dicken roten Zöpfen und einer gestreiften Strumpfhose: das ist Anne. Sie hat die Augen geschlossen und erklärt: "Zum Fliegen muss man sich nur leicht machen und alles, was schwer ist, hinter sich lassen." Auf dem Besen durch die Lüfte düsen, das kann Anne nur im Traum. Trotzdem saust sie durch den Alltag und lädt die Leser ein über die Seiten und quer durch ihre Geschichte zu fliegen. Was man tun muss um dabei zu sein? Alles mit einer gewissen Leichtigkeit nehmen und sich auf das zackige Tempo, jede Windböe und jeden Gedanken einlassen. Naja, und vielleicht das eine oder andere Mal mitsingen oder reinquasseln - das ist erlaubt und erhöht den Lesespaß!

Anne wendet sich direkt an die Leser. Aus der Ich-Perspektive erzählt sie teils in deftiger Alltagssprache über ihr Leben, beschreibt ihre Sicht auf die Welt und hält mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg. Anne fände es etwa klasse, wenn man immer die Klappe halten würde, wenn man keine Ahnung hat, aber dann müssten ja manche Erwachsene ziemlich still sein, also wirklich." Auf den Mund gefallen ist Anne nicht: sie ist rotzig-frech, sprunghaft in ihren Gedanken, neugierig und lebensfroh. Sie versucht sich die Welt zu erklären, hält vieles für selbstverständlich und nimmt nichts gar zu wichtig. Sonst könnte sie ja auch nicht fliegen! In die Tiefe geht es dabei nicht, sondern in die Höhe & zackzack weiter in der Handlung - denn Anne hat viel vor mit uns: vom Nordpol geht es in die Wüste und zurück in den Ruhrpott.

Jede Strophe des bekannten Kinderliedes wird zu einem eigenen Kapitel: Annes Reise zu den Eskimos, die Flucht vor dem Wüstenlöwen, der Abstecher zu Heidi, der Besuch im Schwarzwald und ihre Begegnung mit Hansi Heinemann. Skurril bleiben die Geschichten, aber trotzdem erzählt das Buch etwas anderes als der Song: Vahle verankert die verhexte Besentour um den Globus in der Realität. Dabei zeigt er auch wie kindliche Phantasie funktioniert: wie Gespräche, Lieder, Erfahrungen und Träume für Anne Bedeutung gewinnen. Besonders wichtig ist dabei die Rolle von Ähnlichkeiten und Vergleichen. Wenn Anne Zug fährt, ist sie "so schnell bei Oma, als wäre [sie] geflogen". Und auch auf dem Fahrrad saust sie nur so durch die Straßen. Zeit, Raum und Geschwindigkeiten - für Kinder ist vieles anders. Wie erfrischend das sein kann, zeigt sich etwa, wenn Anne die Skurrilität des Lebens am Frankfurter Bahnhof beschreibt: ein Mann mit Aktentasche telefoniert, bedient seinen Laptop und isst ein Sandwich. "Wenn der jetzt auch noch geraucht hätte und mit einem Bein eine Aktentasche balanciert, dann hätte er im Zirkus auftreten können." - findet Anne.

"Bei mir hat Kinderliedersingen und Kinderliedermachen sehr viel mit Erzählen zu tun", sagt Vahle in einem Interview. Die fabelhafte Geschichte von Anne Kaffeekanne wiederum hat viel mit Musik zu tun. Und zwar nicht nur wegen Annes sagenumwobener Kaffeekanne, die einfach klasse mit Hansis "Topfdeckel-Blechkanister-Blechtonnen-Glocken-Schlagzeug" harmoniert. Nicht nur die Handlung der Geschichte leitet sich von den Strophen des Liedes ab, sondern auch der Erzählstil und die Rhythmik des Textes. Die farbenfrohen Illustrationen von Susanne Göhlich, die locker auf den Seiten verteilt sind, nehmen den musikalischen Impuls auf. Die Figuren sind immer in Bewegung und nicht selten schwirren Notenzeichen über ihren Köpfen. Die teils unveröffentlichten Reime und Lieder von Fredrik Vahle, die geschickt in die Geschichte eingebunden sind, laden zum Mitsingen und Selbertanzen ein. Und am Ende stellt Anne fest: "Ich wunder mich, was ich schon alles erlebt habe! Da kann man wirklich ein Lied von singen!" - und das machen dann auch alle gemeinsam: "Da flog sie, oh Pardon ..."

Für alle, die Anne Kaffekanne nie vergessen werden, die eingefleischte Vahle-Fans sind oder einfach froh zu hören, dass Wanne-Eikel trotz Eingemeindung "immer noch dick da ist", lohnt sich die Lektüre. Eine Leseprobe findet sich auf den Seiten des Verlags. Für die Hörbuchfassung konnte - und das passt wirklich herrlich zu unserer Anne - Heike Makatsch gewonnen werden. Schön ist an der Hör-Fassung, dass Makatsch den Text zwar durchaus frech-rotzig aber nie zu protzig spricht. Der Grundton ist eher vergnüglich. Hier ein Vorgeschmack.

FAZIT:

Die fabelhafte Geschichte von Anne Kaffekanne ist ein unterhaltsames Gute-Laune-Buch für die ganze Familie! Im flotten Tempo saust Anne mit den Lesern durch ihre Geschichte und lädt sie ein auch mal mitzusingen!

Anneka Esch-van Kan, November 2014

Die fabelhafte Geschichte von Anne Kaffeekanne

Die fabelhafte Geschichte von Anne Kaffeekanne

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