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Idee
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Idee

Das wichtigste zum nachhaltigen Leben ist kidsgerecht aufbereitet und so beschrieben, dass man ohne viel Zeit und Vorbereitung loslegen kann.

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Bunt und abwechslungsreich lädt die Optik zum Blättern ein; und mit dem Weltverbessern fängt man einfach da an, wo das Auge hängenbleibt.

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Die Kids werden in lässig und direkt angesprochen, aber nicht mit Slang und coolen Sprüchen angeschleimt.

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Sigrid Tinz

Buch-Rezension von Sigrid Tinz Feb 2015

Dieses bunte Sachbuch enthält 100 grüne Ideen für Kinder und Jugendliche, die die Welt ein bisschen besser - oder zumindest nicht immer noch schlechter - machen wollen: Energie sparen, weniger Müll produzieren, nachhaltiger essen ...

Gute Vorsätze gehören zum neuen Jahr dazu wie der Kater und der Glücksklee; bei unseren Kindern noch nicht so ausgeprägt wie bei uns Erwachsenen, aber wie sie die Welt verbessern oder zumindest nicht weiter verschlechtern können, damit beschäftigen sich viele Kinder schon mit 9, 10, 11 Jahren und so manche beschließen, ab Januar vegetarisch zu essen oder öfter das Rad zu nehmen als das Mama-Taxi. Genau an diese Kinder richtet sich dieses Buch - von der Optik her mit gehäkelt aussehenden Überschriften und vielen Klamotten- und Kosmetikthemen eindeutig stärker an Mädchen. Wer also einen männlichen Weltverbesserer zu Hause hat, braucht eigentlich nicht weiter zu lesen.

Generell ist es nicht leicht, Vorsätze umzusetzen; wenn sie zu groß sind und mit Schweiß und schlechtem Gewissen einhergehen schon mal gar nicht. Erfolgsversprechend sind laut psychologischer Forschung klitzekleine Vorhaben: denn die können gar nicht scheitern, man muss sich wenig anstrengen und auch nicht viel verzichten und hat trotzdem ein Erfolgserlebnis. Dieses schöne Gefühl verknüpft sich nach und nach mit der Handlung und das setzt einen positiven Kreislauf in Gang, so dass sich am Ende oft mehr schaffen lässt, weil alle Energie in die guten Vorsätze fließen kann und nicht in den Kampf mit dem inneren Schweinehund.

So macht es dieses Buch: Erstens sind die Ideen sind sehr kleinschrittig und viele Vorschläge würden auch ohne ökologischen Background Spaß machen: einen Shoppingbeutel aus einem alten Spaghettihemdchen nähen zum Beispiel, besonders wenn man das Muster so mochte zum Beispiel. Und zweitens vermitteln die Ideen ein gutes Gefühl. Manch aufklärerischer Artikel mag den Leser zwar detailgenau informieren über internationale wirtschaftliche Verflechtungen, Ausbeutung von Arbeitern und Tieren und das Blut, dass an jedem einzelnen Schmuckstück oder Smartphone klebt, entmutigt ihn aber völlig. Denn was will man da machen, was will man noch essen oder anziehen? Happy Earth macht es anders. Zwischen den Zeilen steht die Botschaft: "Hey, niemand kann die Welt retten und niemand muss es; Hauptsache du übernimmst für dein eigenes Handeln Verantwortung, so weit du es weißt und kannst. Der kleinste Schritt ist besser als keiner."

Auch als Eltern macht man gerne mit, denn für das meiste brauchen die Kinder nur wenig Hilfe, Material und Geld: als AntiPickelcreme etwa empfiehlt Happy Earth Zitronensaft oder Apfelessig. Wie einfach - hatte man sich doch schon wie Jean Pütz in der Hobbythek stundenlang mit Ölen, Kräutern, Tiegeln, Mörsern und Spateln in der Küche hantieren sehen.
So werden nach und nach alle ökologischen Bereiche abgedeckt: Wasser, Wäsche, Müll, Haustiere; Shoppen, Energie, Technik, Ernährung. In weiteren Kapiteln geht es um Engagement, Schule und grüne Berufe.

Was sehr kurz kommt, ist der Bereich Smartphone, Internet, Games, PC. Das Übliche - Akkus, Standby, ressourcenintensive Herstellung - wird durchaus erwähnt und auch wie sich die sozialen Medien für den Umweltschutz nutzen lassen. Aber es gäbe viel interessante Details: welche Schriftart verbraucht weniger Tinte, wie viel Energie verbraucht eine Runde Candy Crush und lohnt es sich vielleicht mal in einem Buch nachzuschlagen, als alles immer gleich zu googlen? Auch noch schade: dass bei einem Buch voller Nachhaltigkeitstipps das Buch selber keinerlei umweltschützende Anstrengungen bei Papier und Druckfarben unternimmt.

Viele Tipps sind sooo neu nicht, und den ein oder anderen predigt man selbst auch des öfteren mal: Zieh dir doch einfach dicke Socken und ein Fleece an, wenn du frierst - statt die Heizung hochzudrehen. Andererseits: einem coolen Buch glauben die Kids manchmal mehr als ihren ollen Eltern.

Die Sprache ist normal und das ist positiv gemeint: die Kids werden in lässigem Deutsch direkt angesprochen, aber nicht mit Slang und coolen Sprüchen angeschleimt. Die bunten Schrifttypen, vielen Fotos, mal schräg, mal rund, mal freigestellt, dazu Kästen, Listen, Cartoons und Rezepte lassen es weniger wie ein Sachbuch wirken, mehr wie ein Magazin, das so richtig zum Querblättern einlädt.

Optisch eher ein buntes Magazin voller Ideen, inhaltlich ein Sachbuch, das die üblichen Themen wie Energie, Ernährung, Kleidung oder elektronische Geräte für Kids verständlich und optisch sehr ansprechend präsentiert. Manchmal etwas oberflächlich und einfach vielleicht, aber andererseits immer ohne großen Aufwand zu verstehen und nachzumachen. Frei nach dem Motto: ein kleiner ökologischer Bücherspatz im Kinderzimmer ist besser als die große Weltrettungs-Taube in der Idealvorstellung.

Sigrid Tinz, Februar 2015

Happy Earth - 100 Ideen, wie du die Welt verbessern kannst

Happy Earth - 100 Ideen, wie du die Welt verbessern kannst

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