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Eine der beliebtesten Buchserien: Die Abenteuer eines Vampirs und seines menschlichen Freundes gibt es schon 30 Jahre, lange bevor Vampire zur Modeerscheinung im Kinder- und Jugendbuch wurden.

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“Die Frage aller Fragen” ist das tragende Spannungselement und treibt die Handlung voran. Die Handlung wird durch die vielen Dialoge bereichert, die dem Geschehen Frische und Lebendigkeit verleihen.

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Die lustig-respektlosen Illustrationen von Amelie Glienke unterstreichen den nicht leichten Charakter des Buches.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Mär 2016

Im Abschlussband der Kultreihe um den kleinen Vampir Rüdiger, seine jüngere Schwester Anna und seinen Menschenfreund Anton, verbringt Anton die Sommerferien mit Anna und deren Familie. Für Anton hat sich viel geändert, seine Eltern haben sich getrennt und er wohnt abwechselnd bei beiden Elternteilen. Auch sonst steht er zwischen den Welten, da Anna ihn vor die Entscheidung stellt, ob er nun endgültig ein Vampir werden will oder nicht.

Denn genau darum geht es in der Frage aller Fragen, die Anna Anton im Verlauf der Geschichte entsprechend der Vampirregeln dreimal stellen wird. Seit seine seine Mutter ausgezogen ist und er abwechselnd bei Vater und Mutter leben muss, ist für ihn sowieso nichts mehr wie früher.Eine seltsame Antriebslosigkeit und innere Leere hat ihn befallen und er hat zu nichts von dem Lust, was ihm sein Vater für die Sommerferien vorschlägt.

Daher freut er sich umso mehr über den Besuch von Anna und ihren Vorschlag, in den Sommerferien doch mit ihr und ihrer Familie zu verreisen. Auch bei seinen Vampirfreunden hat sich einiges geändert, ist doch Anna Obervampirin ihres Familienclans geworden. In dieser neuen Position hat sie viel Verantwortung zu tragen, und ist u.a. ständig unterwegs, um Meinungsverschiedenheiten zwischen Clan-Mitgliedern zu schlichten.

Als Antons Eltern Annas Vorschlag jedoch ablehnen, schleicht sich Anton heimlich von zu Hause weg und fliegt zu Anna, die im Keller in der Villa von Professor Brunner wohnt. Dessen Tochter Klara hat eine schwere Krankheit, leidet sie doch unter einer besonderen Form der Lichtempfindlichkeit, die nur durch ein Vampirmädchen, das vor Eintritt der Pubertät gebissen worden ist, gelindert werden kann. Um Anton vor den anderen Vampiren zu schützen, malt Anna ihm ein Schutzzeichen mit einer verbotenen Salbe auf die Stirn, die vor vielen hundert Jahren von einem Mitglied des höchsten Rates der Vampire zubereitet worden ist.

Dieses Schutzzeichen erregt zuerst den Argwohn des Professors, der darin eine Gefahr für die Vampire und damit für die Hilfe, die Anna seiner Tochter bietet, sieht. Als Anton in die Hände seiner alten Feindin, des Vampirmädchen Olga und der blutrünstigen Tante Dorothee fällt, kann er sich Dank des Schutzzeiches erfolgreich zur Wehr setzen. So erkennt der Professor bald, dass Anton keineswegs eine Gefahr für die Vampire und insbesondere für Anna darstellt, sondern dass das Zeichen wirklich nur Antons eigenem Schutz dient. Bei Olga kommt es endlich auch zu einem Wiedersehen mit seinem alten Freund, dem kleinen Vampir Rüdiger. Inzwischen wird Anton immer klarer, dass er am liebsten dauerhaft in Annas Nähe sein will. Aber will er wirklich unwiderruflich mit der Menschenwelt brechen und seine Eltern verlassen?

Auch wenn die Hauptperson neben Anton nicht Rüdiger selbst, sondern dessen Schwester Anna ist, werden die zahlreichen Fans der beliebten Buchserie Antons und Annas Abenteuern gerne folgen. So überzeugen vor allem die Hauptcharaktere in ihrer Konzeption. Glaubwürdig schildert die Autorin die neue Lebenssituation Antons seit der Scheidung seiner Eltern und seine innere Zerrissenheit sowie das Gefühl, nirgendwo zuhause zu sein. Dieses Gefühl ist den meisten heranwachsenden Lesern sicher vertraut. Schlüssig wirkt auch die Figur der Anna, die in der Buchreihe eine beeindruckende Entwicklung durchmacht. Hat sie am Anfang der Reihe noch ihre Milchzähne und trinkt auch nur Milch, ist sie am Ende der Reihe erwachsener und eine vollwertige, blutsaugende Vampirin geworden. Dass man sie ernst nimmt, unterstreicht auch ihr neues Amt als Obervampirin, eine Art rechtliches Familienoberhaupt ihres Clans. Damit wird sie vor allem für LeserINNEN zu einer angenehm klischeefreien Identifikationsfigur, die selbst- und verantwortungsbewusst ihren Aufgaben nachgeht.

Die Handlung wird durch die vielen Dialoge bereichert, die dem Geschehen Frische und Lebendigkeit verleihen. Der Spannungsbogen wird von Anfang an durch "die Frage aller Fragen" beherrscht, wie wird sich Anton letztendlich entscheiden, bleibt er Mensch oder wird er Vampir? Der silberfarbene Bucheinband stimmt gleich darauf ein, dass es sich bei dem vorliegenden Buch um etwas Besonderes handelt. Amelie Glienkes humorvoll-schräge Illustrationen wirken eher erheiternd als furchteinflössend, was sich auch in der Namensgebung der meisten Charaktere widerspiegelt: Anton heisst mit Nachnamen "Bohnensack", seine Vampirfreunde "von Schlotterbeck", eine Nebenfigur heißt "Olga, Fräulein von Seifenschwein". Beides entspricht der Grundstimmung der Buchreihe, hier werden keine Horrorgeschichten dargeboten, sondern der Leser soll sich höchstens angenehm- wohlig gruseln.

FAZIT:

Angela Sommer-Bodenburg ist mit diesem letzten Band ein würdiger Abschluss ihrer erfolgreichen Buchreihe mit Kultstatus um die Abenteuer des kleinen Vampirs Rüdiger und seines menschlichen Freundes Anton gelungen.

Andrea Delumeau, März 2016

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Letzte Kommentare:
01.05.2019 23:25:54
Annie

Er heißt Anton BOHNSACK. Und die Familie "von SchlotterSTEIN".