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Bilder
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Idee

Zwei pfiffige Kinder mit einem kleinen Bisschen übersinnlicher Fähigkeiten im Einsatz in der nordischen Götter- und Sagenwelt.

Bilder

Ganzseitig, schwarzweiß, leicht an japanische Comic erinnernd; sehr atmosphärisch und verglichen mit dem Ernst der Geschichte schön und fast niedlich. Illustrationen Helge Vogt.

Text

Eher einfach, gut verständlich und leicht zu lesen, viel Action bringt den Text schnell voran und lässt keine Langeweile aufkommen.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Mär 2016

Die nordischen Länder, zur Zeit der Wikinger: ein Wolfswesen verwüstet Dörfer und tötet Menschen. Thor und die anderen Götter dürfen zwar selbst nicht eingreifen, wollen aber auch nicht tatenlos zusehen und rufen deshalb zwei Kinder zu sich. Juul, der von einem Drachen aufgezogen wurde und alles über Feuer weiß. Und Livgret, die bei Elfen groß geworden ist und Zauberkräfte hat. Gemeinsam sollen sie das Wolfswesen besiegen.

Dass Jungs nach der Erstlesephase oft nur wenig lesen, liegt weniger an den Jungs, als daran, dass viele von ihnen nicht die richtigen Geschichten finden. Besonders, wenn sie wenig Lust haben auf Kinderkrimis oder Alltagsgeschichten - mit Krachhumor wie Greggs Tagebücher - und die Fähigkeiten für die wirklich dicken Schinken - wie Harry Potter - dann doch noch nicht reichen. In der Verlagswelt hat sich das zum Glück herumgesprochen. Das Angebot auch für die Altersstufe zwischen acht und zehn wird größer und vielfältiger und vor allem inhaltlich ansprechender und anspruchsvoller. Die neue Serie Stormgard gehört dazu.

Historisch, mythisch, abenteuerlich - das strahlt schon das Cover aus. Und wenn der Junge zugegriffen hat und mal kurz hineinliest sind die Chancen gut, dass er dabei bleibt. Denn man ist gleich mittendrin, im eisigen Winter im Land der Nordmänner, stapft zusammen mit dem Jungen Bjarne durch den tiefen Schnee, gegen den Wind gestemmt, immer dem Vater hinterher, auf der Suche nach einer Kiefer für den neuen Schiffsmast & bis der Nebel die beiden trennt. Als Bjarne seinen Vater wiederfindet, liegt der verblutend im Schnee, getötet von einem riesigen Wolfswesen, das ihn, Bjarne, verschont, weil er ein magisches Amulett um den Hals trägt.

Im nächsten Kapitel lernen wir die eigentlichen Hauptpersonen kennen: Juul, einen Jungen, der bei einem Drachen aufgewachsen ist, der ihn als Baby als einzigen Überlebenden aus einem niedergebrannten Dorf geholt hat. Und Livgret, die bei Elfen groß geworden ist und Zauberkräfte hat. Optisch eher typisches Jungenbuch, ist es durch die zweite Hauptfigur auch für Mädchen interessant, besonders wenn die mehr Ronja Räubertochter als Prinzessin Lillifee sind.

Beide Kinder bekommen Besuch von einem Raben, der sie auffordert, nach Asgard zu gehen, dem Sitz der Götter. Gemeinsam sollen sie ein Wolfswesen besiegen, das aus dem Reich der Finsternis kommt und die Menschenwelt verwüstet - und das wir im ersten Kapitel ja schon kennengelernt haben. Die Götter dürfen in die Geschicke der Welt nicht eingreifen, normale Menschen können es mit diesem Monster nicht aufnehmen. Aber diese beiden besonderen Kinder könnten es schaffen. Wenn sie sich zusammenraufen! Das dauert ein bisschen, und ihr Gekabbel lässt einen durchaus auch mal lächeln, auch wenn die Geschichte selber eher ernst ist.

Aber als sie dann ein Team sind, klappt es wirklich, das Wesen zu besiegen. Und die jungen Leser müssen gar nicht lange darauf warten. Die beiden sind unterwegs und schon am zweiten Tag kommt es zum Showdown. Der Plot ist schnell, die Sprache eher langsam und einfach - was in den Actionszenen gar nicht mal schlecht wirkt. Hauptsätze haben auch ihren Reiz gegenüber langatmigen Kampfbeschreibungen. Und den Lesefluss erleichtern sie enorm. Nichts gegen ästhetisch anspruchsvollen Satzbau und ausgesuchte Wortwahl; für viele Leseanfänger hat das aber den gleichen Effekt wie wenn wir Eltern Musikvideos oder aktuelle Fernsehserien mit schauen, all die schnellen Schnitte und vollen Bilder - man ist überfordert.

Aufgelockert ist das Buch durch einige ganzseitige, schwarzweiße Bilder, sehr atmosphärisch, aber gemessen an der Härte der Geschichte sehr kindgerecht zu nennen: die Kinder erinnern an japanische Mangas; hübsch, großäugig und auch der böse Wolf Rggbu sieht auf den Bildern nicht wirklich groß und böse aus, sondern wie ein etwas dummer Zottelhund auf zwei Beinen, der auch bei Tom und Jerry mitspielen könnte.

Klar auch, dass es gut ausgeht, für die Kinder sowieso. Aber auch für Rggbu scheint es eine Erlösung zu sein, als er endlich zur Strecke gebracht wird. Weil er jetzt seine Ruhe findet und nicht mehr böse sein muss. Juul und Livgret finden auch noch den verirrten Bjarne und so endet die Geschichte altersangemessen versöhnlich. Bis zum nächsten Buch. Denn als die beiden am Ende Thor Bericht erstatten, bekommen sie gleich den nächsten geheimnisvollen mythischen Auftrag.

Fazit:

Zwei Kinder mit übersinnlichen Fähigkeiten bekommen von den nordischen Göttern den Auftrag, die Welt vor einem Wolfswesen zu retten. Historisch, mythisch, abenteuerlich - das strahlt schon das Cover aus. Und wer davon angesprochen wird, hat ein tolles Buch für junge Leser nach der Erstlesephase in der Hand: dicht, ohne schwer oder lang zu sein, abenteuerlich und spannend, aber nicht grausam oder gruselig, und wie die beiden Kinder sich erst mal zusammenraufen müssen, hat durchaus Humor. Was heißt ein Buch, eine ganze Serie. Teil 2 und 3 sind schon erschienen, weitere werden folgen.

Stormgard - Der Auftrag der Götter

Stormgard - Der Auftrag der Götter

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