Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
Text

Idee

Ein Rate- Krimi mit 10 abgeschlossenen Geschichten, bei der jede einzelne spannend und kurzweilig ist. Die Darstellung der verschiedenen Charaktere ist sehr ansprechend und sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert.

Bilder

Wenige schwarz- weiße Tusche bzw. Bleistiftzeichnungen werden in den Handlungsverlauf integriert und lockern den Text auf, sind jedoch für den Handlungsverlauf nicht entscheidend.

Text

Ein ständiger Wechsel von erzählten Textpassagen und Dialogen sorgt für einen angenehmen Erzählfluss und die leicht verständliche Sprache verschafft jungen Lesern einen schönen Zugang zum Geschehen.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jun 2005

";Sherlock Holmes"; für Einsteiger. Krimi- Fans und Rate- Füchse kommen bei dem ersten Band der Professor Berkley- Reihe voll auf ihre Kosten.

Albert Carolus Berkley ist pensionierter Professor der Kriminologie. Aus dem Dienst von Scotland Yard ausgetreten, unterstützt er nun weiterhin die regionale Polizei, die sich in besonders komplizierten Fällen immer gerne an ihn wendet.

In dem ersten Band der Serie können wir den beliebten und beleibten Professor bei 10 Fällen dabei begleiten, wie er Gaunern, Betrügern und Ganoven das Handwerk legt. Immer wieder geht es darum, dass der Professor dem Chef der örtlichen Polizei, dem schnell aufbrausenden und meist zu vorschnellen Inspektor Haggins, und seinem Kollegen, Sergeant Banks, mit seinem Spürsinn unter die Arme greift.

Im ersten Fall dieses Buches gilt es, den Mörder von Sir Edward Lyonel of Baskerville zu entlarven. Inspektor Haggins, der nach der Entdeckung der Tat direkt zur Stelle ist, verdächtigt den Gärtner des Adeligen Opfers, mit seinem Spaten die Scheibe des Wohnzimmers eingeschlagen und seinen Chef dann von hinten erschlagen zu haben. Doch wie so oft ist der Inspektor mit seinem Urteil mal wieder etwas vorschnell und Professor Berkley, der zur Unterstützung des Inspektors gebeten wurde, tritt auf den Plan.

Schnell, mit viel Kombinationsgeschick und- man glaubt es kaum- mit Hilfe einer Katze, Witty von Baskerville mit Namen, durchschaut derr Kriminologe den Fall. Nicht der Gärtner, sondern der Butler ist der Mörder, denn dieser wurde dabei erwischt, wie er aus dem Salon des Opfers ein Gemälde entwendet hatte und daraufhin von dem Adeligen entlassen wurde. Die Katze, die den Professor in diesem Fall so unterstützt hat, hat den Professor so sehr beeindruckt, dass er das edle und extrem intelligente Tier aufnimmt und die beiden von nun an untrennbar sind.

In den folgenden neun Fällen spielt Witty von Baskerville immer wieder eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, den letzten entscheidenden Beweis für eine Überführung des Täters zu liefern. So zum Beispiel in dem Fall ";Unsichtbare Beute";, in dem Mister Smithsonian, der Juwelier bestohlen wurde. Ein kostbarer Ring wurde aus seinem Laden gestohlen, aber bei den einzigen Tatverdächtigen, zwei Jugendlichen, die zur Tatzeit am Ort des Geschehens waren, kann man das Diebesgut nicht finden. Inspektor Haggins, der keinen Grund sieht, die beiden potentiellen Täter länger festzuhalten, wird von Professor Berkley und Witty von Baskerville wieder einmal eines besseren belehrt. So gibt die kluge Katze dem Professor einen Hinweis auf einen Schaukasten in dem Juweliergeschäft. Sie reckt sich hoch und versucht mit den Pfoten die Auslage zu erreichen. In diesem Moment wird auch Berkley klar, wo die Beute versteckt ist. Und tatsächlich finden die Polizisten an der Unterseite des Schaukastens einen Kaugummi, den einer der Täter zusammen mit dem Ring dort festgeklebt hat.

In weiteren Geschichten geht es um

";Eine historische Sensation"; , bei der ein guter Feund des Professors beinahe zum Opfer eines Betrügers wird,

einen ";Zwischenfall in Etage 9";, bei der ein gerissener Geschäftsmann einen Überfall vortäuscht, um die Versicherungssumme zu kassieren,

";Einen aufmerksamen Nachbarn";, der alles versucht, um einen scheinbaren Einbruch aufzudecken,

";Den heimlichen Lauscher";, der seine Chance nützt, als er erfährt, dass eine größere Summe Geld zur Bank gebracht werden soll,

";Einen aufsehenerregenden Fund";, der sich als Fälschung entpuppt,

";Diebischen Besuch";, der sich seinen Weg in das Haus des Professors bahnt,

";Mysteriösen Obstschwund";, den ein Lehrer feststellen muss und den er versucht selbst aufzudecken,

einen Ladendiebstahl, den der Professor ganz nebenbei aufdeckt, als er";Ein Geschenk für Mrs. Clockburger"; , seine Haushaltshilfe kaufen möchte.

Der Kerle Verlag bietet jungen Spürnasen mit der Reihe ";Professor Berkley"; spannende Unterhaltungslektüre, bei der sicherlich keine Langeweile aufkommt. Die zehn Fälle, die der sympathische Professor in seinem ersten Band löst, sind sehr abwechslungsreich und fordern von Hobbydetektiven eine hohe Aufmerksamkeit.

Nachwuchsdetektive, und solche, die es werden wollen, finden die kriminalistischen Fälle in drei Schwierigkeitsstufen eingeteilt. So sind leichtere Fälle mit einer, etwas anspruchsvollere mit zwei und richtig harte Nüsse mit drei Katzenpfoten gekennzeichnet. Wobei ich zugeben muss, dass ich bei der höchsten Stufe schon genau aufpassen musste.

Trotz der einfachen Sprache, die das Autorenduo verwendet, müssen vor allem weniger leseerfahrene ";Schnüffler"; genau aufpassen und sich gut konzentrieren. Die Hinweise, die man zum Lösen der Fälle benötigt, finden sich zwar (fast) immer im Text, aber manchmal so versteckt, dass man sie auch mal ";überlesen"; kann. Die Dialoge bilden mit den erzählenden Textpassagen einen angenehmen Erzählfluss, so dass der gespannte Leser schnell in die Geschichte integriert wird.

Die Lösungen, die man am Ende des Buches findet, schließen nahtlos an die Geschichten an und bilden so immer einen gelungenen Abschluß des Spannungsbogens.

Bilder gibt es in diesem Ratekrimi kaum, sind aber auch nicht erforderlich, da sich dieses Buch schon an erfahrenere Leser wendet. Die wenigen Schwarz- Weiß- Zeichnungen, die vorhanden sind, greifen immer eine kleine Situation aus dem zu lösenden Fall auf.

Die dargestellten Charaktere, wie der beleibte Professor, der mit seiner gemütlichen und ruhigen Art immer eine Lösung parat hat, oder die beiden Polizisten, die in Gestalt und Wesen nicht unterschiedlicher nicht sein könnten- Seargeant Banks: rundlich und gemütlich und Inspektor Haggins, hager und schnell aufbrausend- sorgen für einen hohen Wiedererkennungswert. Jedoch sollte man ein wenig vorsichtig sein, dass durch die dargestellten Charaktere keine Vorurteile und Klischees aufgebaut werden (Füllige Menschen sind nett und gemütlich, dünne Menschen sind jähzornig und schnell aufbrausend.)

Fazit:

Ein spannender und unterhaltsamer Rate- Krimi, der eine hohe Aufmerksamkeit und ein konzentriertes Lesen erfordert. Mit der sympathischen Hauptfigur und seiner klugen Begleiterin, Witty von Baskerville, wird jeder Fall dieses Buches zum spannenden Leseerlebnis.

Simone Brinkschulte

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