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Die Ordnung, Struktur und Eintönigkeit in einer nur aus Zahlen bestehenden Welt, wird durch fünf Freunde mit der Erschaffung der Buchstaben gehörig durcheinander gewirbelt.

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Die Geschichte lebt sehr durch die doppelseitigen Illustrationen, die sich von monochromen Farben in schwarz, weiß und grau hin zu einer kunterbunten Lebendigkeit wandeln.

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Claudia Goldammer

Buch-Rezension von Claudia Goldammer Jun 2016

Es ist alles grau, schwarz und weiß in dieser Stadt, in der es nur Zahlen gibt. Alles ist durch Zahlen definiert: Abläufe, Straßen, Gebäude, Essen, einfach das komplette Leben.

Alles geht seinen geregelten Gang, die Zahlen stehen in Reih und Glied, jeder weiß, was er wann und wie zu tun hat. Es gibt keine Überraschungen, nichts Unvorhergesehenes, keine Umwege, alles ist geradlinig und sehr geordnet.

Und doch gibt es fünf Zahlen, die auf der Suche nach etwas Anderem, etwas Neuem, etwas Überraschendem sind. Denn sie sind sich sicher, dass es noch mehr gibt, als die Eintönigkeit, in der sie leben. Genau wissen sie nicht, was sie wollen oder wie sie es erreichen können, aber sie packen es voller Tatendrang an und bauen, werkeln, versuchen ohne Unterlass. Sie spielen mit den Zahlen, sie zerlegen sie in ihre Einzelteile, setzen sie neu zusammen, drehen und formen sie, bis sich etwas Wunderbares offenbart. Sie haben etwas völlig Neues erschaffen: Buchstaben purzeln aus ihrem Apparat und mit dem letzten Buchstaben auch Farben. Diese Buchstaben verändern innerhalb kürzester Zeit die graue Ödnis in eine kunterbunte Häuserlandschaft, in der es ganze Wörter gibt, klangvolle Wörter wie Zuckerbonbons und Pizza, Wörter, in denen Farben, Spaß und eine freundliche Atmosphäre dominieren und mit denen das Lebensgefühl ein ganz anderes ist als vorher.

Die Erinnerung an den Film "Metropolis" kommt beim Betrachten der doppelseitigen Illustrationen nicht von ungefähr und tatsächlich hat William Joyce diese Anmutung mit Absicht gewählt (zumindest wird am Ende des Buches Fritz Lang gedankt). Aber natürlich sind diese Assoziationen nur bei größeren und großen Betrachtern vorhanden. Aber auch auf kleine Leserinnen und Leser wirken die monochromen Bilder eindrücklich und erwecken ein irgendwie beklemmendes, unwohles Gefühl. Ordnung und Struktur hilft sicherlich bei der grundsätzlichen Bewältigung des Lebens und ist gerade für kleine Kinder in den ersten Lebensjahren von großer Wichtigkeit, allerdings brauchen sie auch Farbe, Lebendigkeit und Kreativität im Leben.

Das Buch zieht bereits durch das Cover die Aufmerksamkeit auf sich. Ein stabiler, durchsichtiger und großflächig mit schwarzen Zahlen bedruckter Umschlag aus stabilem Plastik umhüllt den Blick auf ein farbenfrohes Cover - und lässt nur an vereinzelten Stellen erahnen, welche Lebendigkeit hinter ihm steckt. Und tatsächlich ist das Buch, hat man sich erst einmal durch die ersten eintönigen Seiten gelesen, bunt und lebendig, da sprudeln dem Betrachter die Farben entgegen - eine komplette Umkehrung der Welt, wie sie sich zu Beginn der Geschichte präsentiert.

Etwas umständlich ist die Handhabung des Buches, da permanent zwischen horizontaler und vertikaler Lese- und Blickrichtung gewechselt wird, ohne dass so richtig ein Grund für diese Handhabung erkennbar wäre. Eventuell wollte William Joyce dadurch für permanente Offenheit sorgen bzw. die Unruhe darstellen, die neue Erfindungen mitunter hervorrufen können?

Die beschreibenden Texte sind leider recht knapp gehalten, was am Anfang noch zur Thematik des Buches passen mag, spätestens aber auf den Seiten der überbordenden Freude etwas dürftig erscheint. Hier ist die eigene erzählerische Erfindungsgabe gefragt.

Fazit:

Die Erschaffung der Buchstaben in der Welt der Zahlen stellt das bisherige Leben komplett auf den Kopf. Verursacher sind fünf Querdenker, die sich mit den bisherigen Strukturen nicht abfinden wollten und friedlich etwas Neues, etwas Revolutionäres schufen - eine anschauliche Geschichte über Mut und Kreativität.

Claudia Goldammer, Juni 2016

Wie die Farben in die Welt kamen

Wie die Farben in die Welt kamen

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