Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
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Idee

Eine unsichtbare Prinzessin im unzertrennbaren Gespann mit ihrer realen besten Freundin - ein bekanntes Thema überraschend und kurzweilig ausgestaltet.

Bilder

Leichte und transparente Illustrationen zeigen reale und fiktive Charaktere harmonisch nebeneinander und verdeutlichen anschaulich das Geschehen.

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Leicht, locker und flüssig geschrieben, mit genügend Witz und dem nötigen Ernst und Respekt.

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Claudia Goldammer

Buch-Rezension von Claudia Goldammer Okt 2016

Wer denkt, unsichtbare beste Freundinnen würden wenig am tatsächlichen realen Leben teilnehmen, der hat Luna-Lila noch nicht kennen gelernt.

Wilma und Luna-Lila sind unzertrennlich. Sie sind das, was man als "Beste Freundinnen" bezeichnet: Sie teilen alle Sorgen und Nöte, lachen und quatschen bis spät in die Nacht, verbringen fast jede Minute miteinander. Doch das Besondere ist: Luna-Lila ist unsichtbar oder vielmehr ist sie für Wilma zwar ziemlich real, aber für alle anderen nicht zu sehen. Weder ihre Eltern, noch ihre Brüder, noch Aylin, Wilmas beste Freundin in der realen Welt, kennen Luna-Lila tatsächlich oder haben sie schon einmal gesehen. Denn Wilmas Eltern meinen, dass sie als Schulkind zu alt für eine imaginäre Freundin ist. Und doch hinterlässt die Prinzessin, die kein Rosa mag, deutliche Spuren in Wilmas Leben. Sei es, dass Fleischklößchen vom Esstisch verschwinden oder sie zu einem großen Anteil das Problem mit Olli und Ulli löst.

Olli und Ulli sind Zwillinge, neu in der Klasse und sehr gefürchtet. Sie ärgern andere Kinder, nehmen ihnen Sachen weg und drohen ihnen Gewalt an, wenn sie sich widersetzen. Kein Wunder, das Wilma schlaflose Nächte durchleidet, als sie und ihr geliebter Glitzerstift ins Visier der beiden Rabauken geraten. Doch zusammen mit Aylin und Luna-Lila entdeckt sie bald, dass sich hinter der harten Schale ein weicher Kern versteckt und dass die Zwillinge eigentlich gar nicht so furchtbar sind, wie sie immer tun.

Manchmal ist es schon erstaunlich, welche Strategien Kinder entwickeln, um sich im Alltag stark und sicher zu fühlen, vor allem außerhalb des schützenden Elternhauses. Phantasiefreunde haben nicht wenige Kinder über einen kürzeren oder längeren Zeitraum. Diese Freunde begleiten die Kinder dann Tag und Nacht, sind immer an ihrer Seite und eine sichere Bank im Trubel des täglichen Kinderlebens. (siehe auch unser Kinderbuch-Couch-Special zu unsichtbaren Gefährten)

Wilmas unsichtbare Freundin Luna-Lila ist zweifelsohne ein sehr eigener Charakter: immerhin eine Prinzessin, die allerdings kein Rosa mag und hübsche Prinzen schon gar nicht, aber ein gewisses Anspruchsdenken hat und auch mal ganz prinzessinnenhaft über Nicht-Standesgemäßes die Nase rümpft. In so einer Notsituation wie dem Ärger mit Olli und Ulli allerdings lässt sie sich nicht lumpen und entwickelt rasch einen Plan, den sie zielstrebig umsetzt und sich dafür auch selbstlos so manche Nacht um die Ohren schlägt.

Auch wenn das Buch die klassischen Zutaten eines Mädchenbuches in sich vereint: Ponyhof, Prinzessin und natürlich eine enge Freundschaft, sind diese Themen hier anders ausgearbeitet und daher auch für Mädchen geeignet, die normalerweise um diese Themenkombination einen Bogen machen. Die Begeisterung für Ponyreiten ist nicht nur bei Wilma und Aylin vorhanden, auch die Rabauken Ulli und Olli fühlen sich auf dem Hof so wohl, dass sie dort ihren Geburtstag feiern. Die Prinzessin Luna-Lila will eigentlich möglichst unprinzessinnenhaft sein und schreckt auch vor der Zusammenarbeit mit Gespenstern nicht zurück. Wilmas Freundschaft zu Luna-Lila ist zwar sehr eng, aber von Luna-Lilas Existenz weiß eigentlich so richtig nur sie. Weit ab von jedem Klischee ist die kurzweilige Geschichte daher überraschend und unterhaltsam zu lesen.

Passend dazu sind die lebhaften und leichten Illustrationen von Pe Grigo, die auch die unsichtbare Prinzessin sichtbar machen. Anders als die schwarz-weiße Darstellung der realen Personen und Lebewesen, ist Luna-Lila (natürlich) in Lila gezeichnet, so dass ihre unsichtbare Anwesenheit gut zu erkennen ist. Auf dem Vorsatz sind alle handelnden realen und fiktiven Personen und Lebewesen abgebildet, so dass man sich bereits einen guten Überblick verschaffen kann.

Fazit:

Ein Mädchenroman mit allem, was dazu gehört, aber überraschend ausgestaltet und interpretiert. Die so entstandene Geschichte über Mut und Freundschaft macht jungen Leserinnen und Lesern Mut, in unangenehmen Situationen nicht die Zuversicht zu verlieren und überzeugt zudem durch Witz und unerwartete Wendungen.

Claudia Goldammer, Oktober 2016

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