Couch-Wertung:

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Idee

Nicht einschlafen können ist ein Klassiker der Kindheit: noch nicht müde, gruselige Geräusche. Deren Ursache hier lauter lustige Tiere sind, die ihm die Zeit vertreiben und am Ende schafft es das Krokodil ihn in den Schlaf zu küssen

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Bunt, bunt, bunt und immer dieselbe Szene in Tims Zimmer, aber mit immer neuen Details und jedes Tier ist so anders und auf seine ganze eigene Art, toll.

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Bunt gesetzt und angenehm vorzulesen; dass Tim im Bett ist und immer noch nicht schlafen kann und dann ein Tier auftaucht, wiederholt sich doppelseitenweise und gibt aber dem Ganzen einen schönen Rhythmus.

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Sigrid Tinz

Buch-Rezension von Sigrid Tinz Feb 2018

Ein kleiner Junge kann nicht schlafen, er ist noch nicht müde. Dann hört er auch noch diese Geräusche. Ein bisschen unheimlich... Als er den Mut fasst, nachzusehen, stellt er fest, dass es kein bisschen unheimlich ist: es sind lauter tolle Tiere, die eins nach dem anderen kommen, um mit ihm zu lesen, zu singen, zu knuddeln. Bis er dann doch endlich schlafen kann.

Ins Bett und schlafen zu müssen ist für viele Kinder abends oft noch viel zu früh: sie sind noch nicht müde, können nicht einschlafen, müssen langweilig im Bett liegen, die Dunkelheit schärft die Sinne und auf einmal hören sich die Alltagsgeräusche ganz anders an. So ist es auch bei Tim. Er liegt im Bett, die Eltern haben die Tür zu gemacht, Schlafenszeit und basta. Aber, was sind das für Geräusche? Er umklammert seinen Teddy, die Augen weit aufgerissen & und fasst sich ein Herz und macht das Licht an und sieht: ein Schwein. Ein Schwein? "Genau", sagt das Schwein, "Ich bin das Geschichten-Schwein." Tim und Teddy rücken ein bisschen zusammen und das Schwein liest ein Buch vor. Und zwar - kleine Freude am Rande - genau das Buch, dass auch wir unserem Kind gerade vorlesen.

Dann geht das Schwein. Der Teddy schläft längst. Und Tim langweilt sich, hört Geräusche und macht das Licht wieder an: im Schrank sitzt diesmal ein Tiger, ein lustiger, ein Zudeck-Tiger. Und weil Tim sich gar nicht zudecken lassen will, gibt es ein kleines Fangenspielen rund durchs Zimmer, bis der Tiger Tim dann doch wieder ins Bett steckt.
Das Schwein ist knallrosa, der Tiger kräftig gelb, alle Illustrationen sind sehr bunt und leuchten vor dem dunklen Zimmerhintergrund. Die ganze Geschichte spielt von der ersten bis zur letzten Seite in diesem Zimmer, eine feste Kulisse, von der auf jeder Seite aber immer wieder andere Details in den Vordergrund rücken: das Bücherregal, die Tier-Poster an der Wand, der Kleiderschrank. Nie langweilig, aber doch mit Rhythmus und Ruhe und Wiedererkennungseffekten. Und mit einigen kleinen Überraschungen, denn jedes Tier verändert ein bisschen etwas an der Einrichtung.

Ähnlich beim Text. Der ist eher kurz, etwa ein Päckchen pro Seite, bunt und in verschiedenen Schrifttypen layoutet. Und folgt dem gleichen Rhythmus: Die Tim-kann-nicht-schlafen-Szene ist immer leicht anders formuliert, aber doch wie ein Refrain; jedes neue Tier ist wie eine neue Strophe mit neuer Action.

Denn jedes ist so anders. Dem freundlichen Schwein und dem großen, energischen Tiger folgen ein flauschiger Knuddelbüffel, der singende Löwe und dann endlich das Küsschen-Krokodil. Das überall Küsschen verteilt, auf der Bettwäsche, der Wand, der Lampe, auf Teddy und auf Tims strubbeligen schwarzen Haaren und auf seinem Gesicht. Und als wäre das Krokodil das Sandmännchen, es funktioniert. Auf der nächsten Seite sind Tim die großen Kulleraugen schon fast zugefallen. &. aber ist da nicht noch ein Tier? Egal, er schläft & Und sieht nicht mehr den zauseligen kugelrunden Schöne-Träume-Drache, hört nicht mehr das Geräusch, mit dem der Drache einen Regenbogen voller bunter Träume ins Zimmer pupst.

Fazit:

Schlafenszeit ist für Kinder oft ein bisschen anstrengend. Für Eltern auch, aber die kommen in diesem Buch gar nicht vor. Sondern nur ein Junge, der noch nicht müde ist, sich langweilt, sich vor komischen Geräuschen gruselt. Der allabendliche Klassiker wird in diesem Buch zu einer bunten Geschichte voller lustiger Tiere, die singen, tanzen, toben, knuddeln, vorlesen, wieder zudecken und schließlich den Schlaf herbeiküssen. Inhaltlich die perfekte Gute-Nacht-Geschichte; tatsächlich vielleicht nicht unbedingt. Weil alles so schön turbulent ist und bunt und lebendig.

Sigrid Tinz

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