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Ein berühmter Fußballer erzählt eine Geschichte über einen kleinen Jungen, der ein berühmter Fußballer werden soll; und flicht dabei ein, was außer Berühmtsein sonst noch wichtig ist im Leben.

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Bunt und rund wie eine animierte Kinderserie gezeichnet und füllt immer die linke Hälfte einer Doppelseite aus; ganzseitig oder aufgeteilt in einzelne Szenen.

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Mario Götze erzählt eine Geschichte über einen kleinen Mario, flüssig, spannend, interessant nicht literarisch weltmeisterlich, aber gerade dadurch wirkt es authentisch.

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Sigrid Tinz

Buch-Rezension von Sigrid Tinz Feb 2018

Mario ist zehn und träumt von einer Karriere als Fußballprofi und Nationalspieler. Ein wichtiges Spiel steht an, zu dem außerdem auch noch Talentscouts vom DFB kommen werden. Zum Glück hat er einen Freund an seiner Seite, seinen Nachbarn: ein grummeliger alter Mann, der ehemals Nationalspieler war. Der trainiert mit ihm, wieder und wieder, bis der Ball wie ferngesteuert an Marios Fuß klebt. Und er bringt ihm nicht nur viel über Fußball bei, sondern auch über das Leben.

Mario Götze ist Fußballer, er liebt diesen Sport seit seiner Kindheit und als er Nationalspieler wurde, habe sich sein Traum erfüllt, schreibt er im Vorwort: "Heute weiß ich wie wichtig es ist, alles zu geben und für seine Ziele zu kämpfen. Aber um jeden Preis? Oder gibt es Dinge, die wichtiger sind als das Gewinnen?" Dieses Buch erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen, der davon träumt, Fußballprofi zu werden. Nicht autobiografisch, aber wunderschön.

Und die Geschichte geht so: Mario ist zehn und spielt gerne Fußball, er ist auch ziemlich gut in seinem Lieblingssport. Zum nächsten Spiel seiner Mannschaft haben sich Talentscouts angekündigt und er trainiert und trainiert & bis er einen Ball zu fest schießt, ins Fenster des grummeligen alten Nachbarn. Klirr, krach, peng. Mario hat Angst, heimlich und leise klettert er durch die Scherben ist Haus, schnappt sich den Ball und will sich gerade wieder davonstehlen, als der Mann ins Zimmer kommt und ihn zur Rede stellt. Mario ist starr vor Schreck und Scham  und gleichzeitig fasziniert von dem, was er im Wohnzimmer sieht: Pokale, Fotos, Fotos von dem alten Mann, als er noch jung war und offensichtlich Fußballnationalspieler. Die beiden kommen ins Gespräch, Mario fragt ihn aus, erzählt von dem wichtigen Spiel, bittet ihn um Hilfe. "Du hast Talent", antwortet der alte Mann, "Ich habe dich schon öfter spielen sehen. Aber allein damit wirst du niemals ein großer Fußballer und ich könnte dir tatsächlich was beibringen. Wir können ja morgen mal eine Runde zusammen spielen, aber jetzt gehen wir erst mal zu deinen Eltern und klären das mit der Fensterscheibe."

Und das tun sie. Und am nächsten Tag trainieren die beiden. Der alte Mann  der im übrigen nicht näher benannt wird und jedem kleinen Leser selbst überlassen bleibt, wen er sich darunter vorstellt - hat so richtige Schleifertricks drauf: er lässt Mario mit verbundenen Augen spielen, im flatternden Kostümrock, damit er seine Füße nicht sieht und den Ball auch nicht. Und irgendwann klappt es: das mit dem Ball geht irgendwie von alleine, und Mario hat Zeit, das Spiel um ihn herum zu beobachten, sein Team und die anderen.

Der alte Mann ist ein Glücksfall für Mario, nicht nur was den Fußball betrifft. Fairness, Weltoffenheit, Respekt, Toleranz und Teamgeist sind ihm genauso wichtig oder wichtiger noch als Talent und Ehrgeiz, das vermittelt er wie nebenbei: herzlich und freundlich zum Kind, klar und eindeutig in der Sache. Zum Beispiel als Mario von dem wichtigen Spiel erzählt, das ansteht, das mit den Talentscouts. Und sich sorgt über die beiden Neuen in der gegnerischen Mannschaft, Tarek und Ahmed, die er schon vom Schulhof kennt, und die super gut sind. "Mein Freund Tom sagt, sie wollen bestimmt Deutsche werden und uns den Platz in der Nationalmannschaft wegnehmen." Worauf der alte Mann antwortet: "Vielleicht könnt ihr sogar gemeinsam im Nationalteam spielen, wenn sie tatsächlich so gut sind." Wäre das nicht noch besser? Und: "Mario, du bist ein guter Fußballer. Aber Respekt vorm Gegner, das wünsche ich mir von dir."

Die Geschichte, die Weltmeister Mario Götze hier erzählt, ist literarisch nicht weltmeisterlich, aber genau dadurch wirkt sie authentisch. Mario Götze ist Fußballer, nicht Schriftsteller, und er hat etwas zu sagen über das Thema Fußball und das macht er, einfach, flüssig, gut und so wirkt es, als würde er wirklich einfach eine Geschichte erzählen. Der Text ist groß gedruckt, immer eine Seite pro Doppelseite und perfekt für junge Leser, die schon ganz gut, aber noch nicht unbedingt so viel lesen können. Die rechte Seite ist für die Illustrationen reserviert. Die sind freundlich und lebhaft, im Stil wie ein animierter Kinder-Film. Im Mittelpunkt natürlich: Mario, Mario, Mario. In Action, in Gedanken, im Gespräch.

Ob der Junge mal Nationalspieler wird, erzählt die Geschichte nicht. Es endet bei einem wichtigen Spiel mit den Talentscouts, das anders als geplant und doch gut ausgeht. Der alte Mann ist stolz auf seinen Mario.

Wie die Geschichte weitergeht, kann sich jeder und jede selber ausdenken. Hinten im Buch sind dafür extra freie Seiten, auch, um die eigenen Träume aufzuschreiben.

Fazit:

Ein kleiner Junge will Nationalfußballer werden und ist auch durchaus gut in diesem Sport. Sein grummeliger und gleichzeitig sehr herzlicher Nachbar ist ehemaliger Fußballstar und fördert den Jungen: mit Training und Tricks, aber er zeigt ihm auch, worauf es neben Erfolg, Leistung und Berühmtsein im Leben sonst ankommt. Ob sich der Traum des Jungen erfüllt, erzählt die Geschichte nicht. Aber weil der kleine Junge Mario heißt und das Buch erzählt wird von Mario Götze, dem Weltmeistertorschützen von 2014, wird sich jeder Leser am Ende seine eigene Geschichte dazu weiterspinnen.

Sigrid Tinz

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