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Liebevoll gestaltete Charaktere, jeder auf eigene Weise besonders und zum Verlieben. Es gibt Geister, Yetis, Vampire und Gnome – und alle sind sie schön in ihrer Hässlichkeit und Gruseligkeit.

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Die Geschichte wird begleitet durch zahlreiche Illustrationen, die den Lesegenuss noch erhöhen. Es macht mindestens genauso viel Spaß diese zu betrachten, wie das Buch zu lesen.

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Der Text ist in großer Schrift gehalten, weshalb es sehr einfach ist, zu lesen. Die Kapitel haben eine gute Länge, sodass sich das Buch gut einteilen lässt.

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Julian Hübecker

Buch-Rezension von Julian Hübecker Jul 2018

Amalia von Flatter ist genervt. Nicht nur soll sie beim Barbarischen Ball dabei sein, nun wird sie auch noch dazu verdonnert, den verwöhnten Prinzen Marillo in der Katakomben-Akademie einzuführen. Dabei will sie doch nur mit ihren Freunden Flora und Todd spielen und das Finale des Großen Grabsteingravierens im Fernsehen schauen. Doch all das vermasselt Marillo ihr und zwingt sie schließlich noch, in den königlichen Palast von Nokturnia einzubrechen.

Nokturnia ist ein Ort, wo der Faulsee gleich neben der Katakomben-Akademie zu finden ist, wo es einen Zombie-Yoga-Raum gibt, und alles im Zeichen des Grusels und der Dunkelheit steht. Als "Stadt im Königreich der Nacht" liegt sie gleich an der Grenze zum furchtbaren Königreich des Lichts - hier bestreuen fiese Feen unvorsichtige Monster mit funkelndem Glitzerzeug.

Amalia von Flatter ist ein Kind der Dunkelheit. Sie lebt mit ihrem Hauskürbis Kürbinian und ihren Eltern Gräfin Frivoletta und Graf Drakon in der herrschaftlichen Villa von Flatter. Hier gibt es so viele Räume, dass diese nicht zu zählen sind - ganz zu schweigen davon, dass sie auch gerne mal ihren Standort wechseln. Zusammen mit Flora Zottelzeh, einer seltenen Yeti-Art, die selbst dann schreit, wenn sie flüstert, und Todd Schnitter, der als noch unerfahrenes Sensenmann-Kind vorerst nur plattgefahrene Kröten einsammeln darf, besucht Amalia die Katakomben-Akademie.

Eigentlich könnte alles perfekt sein, doch bald steht der Barbarische Ball an, den Gräfin Frivoletta alljährlich veranstaltet, um zu zeigen, wie flattertastisch die von Flatters sind. Dort langweilt sich Amalia immer tierisch, weil nur alte Ungeheuer kommen, die furchtbar nach Eau de Moder stinken - eine Mischung aus Fledermausspucke und Gammelbanane. Und wäre das nicht schon schlimm genug, wird auch noch der König mit dem Prinzen Marillo erscheinen. Der stets nervige Prinz ist in seiner Größe etwas klein geraten, weshalb er sich gerne auf seine Mumienmägde stellt, um größer zu erscheinen. Und überhaupt findet er stets alles langweilig und unter seiner Würde, weshalb er keine Gelegenheit auslässt, um sich über alles und jeden zu beschweren - vor allem über Amalia. Als er auch noch Kürbinian stiehlt, ist es an Amalia zu handeln. Dem Grabstein sei Dank hat sie ja ihre beiden Freunde, die helfen, ihren Hauskürbis wiederzuholen.

Doch etwas an Marillo ist merkwürdig. Warum hat er strahlend blonde Haare, obwohl die meisten Nokturnianer dunkle Haare - oder Fell - haben? Und warum fällt manchmal Glitzer aus seinem Umhang? Offensichtlich verbirgt der König ein großes Geheimnis, das die drei Freunde zu lösen versuchen.

Eine neue, vielversprechende Reihe voller guter Einfälle

"Vampire tanzen nicht mit Feen" ist der Beginn der "Amalia von Flatter"-Reihe. Sowohl die Geschichte als auch die Illustrationen (die von der Autorin ebenfalls gestaltet wurden) sind liebevoll ausgearbeitet und lassen schnell in die Welt Nokturnias eintauchen.

Jeder einzelne Charakter hat einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert, der ihn klar herausstechen lässt. Anders als in vielen anderen Büchern, wo es um Licht und Dunkelheit geht, spielt hier das Düstere die zentrale, "gute" Rolle, während im Königreich des Lichts schreckliche Wesen wie Einhörner, Feen und Engelskatzen lauern.

Es geht um Freundschaften und viel, viel Fantasie, die das Buch so besonders und einzigartig machen. Der Detailreichtum und die Ideenvielfalt, die die Autorin in das kleine Buch gesteckt hat, machen das Werk komplett: die Karte von Nokturnia, die "Gruseligen Grüße von unseren Lieblingsnokturnianern" und die gräulichen Gerichte mit Rezepten, wie Achselschweiß-Shakes und Zehenmarmelade. Es war ein Genuss, das Buch zu lesen, und ich bin schon jetzt gespannt auf die Fortsetzung um die sympathische Vampirin.

Fazit:

Eine gruseltastische Geschichte um die kleine Amalia von Flatter, die mit ihren Freunden große Abenteuer erlebt. Die Welt von Nokturnia, wo Glitzer Ungeheuer zum Weinen bringt und Monster in Ohnmacht fallen lässt, ist ein Ort, der die eigene Fantasie anregt. Hier ist eben alles anders - und ganz besonders. Eine unbedingte Leseempfehlung für Groß und Klein.

Julian Hübecker

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