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Idee
Bilder

Idee

Ein strubbeliger Wuschelhund und ein Kind gehen spazieren, durch eine fantastische, verrückte, schöne, bunte, alltägliche Wimmelwelt. Und am Ende wartet die Oma.

Bilder

Sehr großes Querformat, jede Doppelseite ist voll mit Ideen und Details, bunt wie eine Wundertüte und auch auf Erwachsene haben die Bilder magische Anziehungskraft.

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Sigrid Tinz
Spaziergang durch eine märchenhafte Alltagswelt

Buch-Rezension von Sigrid Tinz Feb 2019

Sven Nordqvist kennen viele als den Erfinder von Petterson und seinem sprechenden Kater Findus und sicherlich auch die daraus entstandenen Filme, Hörbücher, Lieder und Theaterstücke. Bei „Petterson und Findus“ sind Dialoge ganz wichtig. Findus redet eigentlich die ganze Zeit und ist immer in Aktion. Dieses neueste Buch ist anders: Sven Nordqvist ist noch mehr als Autor auch Illustrator, er hat zu vielen Geschichten die Bilder und Figuren erfunden und diesmal ist es eine Geschichte nur aus Bildern geworden. Ein großes, querformatiges Bilderbuch ganz ohne Worte. 

Gleichzeitig ist aber auch alles drin, was einen typischen Nordqvist ausmacht. Es gibt viele kleine Szenen nebeneinander auf einer Seite, voll und bunt bis ins Detail des Details am Rande. Und trotz der Abenteuerlichkeit und der fantastischen Elemente ist alles auch alltäglich, vertraut und unaufgeregt und geht am Ende  gut aus. 

Ein Buch ohne Worte

Auf Seite eins sieht man eine Oma, die in der Tür steht und winkt. Einen Hund, dick, weiß, zottelig und groß; dreimal so groß wie das Kind, das gleich mit ihm spazieren gehen darf. Dieses Kind ist wirklich ein Kind. Blaue Hose, gelbes Shirt, rote Mütze und die Haare halblang – Junge oder Mädchen, wir wissen es nicht. Wir können es festlegen, offen lassen oder jedes Mal neu entscheiden. 

Dann geht es los, die beiden gehen los, das Kind mit dem Hund. Oder besser: der Hund mit dem Kind. Denn der Hund hat es eilig. Die Nase am Boden rennt er vorwärts, kann es kaum abwarten, zu finden, was es alles zu entdecken gibt. Aber er macht auch alles mit, was dem Kind einfällt. So steigen die beiden in eine museale Bimmelbahn und zockeln durch die Landschaft. Über hohe Brücken, die Zinnen einer Burg entlang, es geht in den Zoo und bis ans Meer, in Städte und durch Wiesen und Wälder.

Während es in vielen Wimmelbüchern gar keine Geschichte gibt , sondern nur viel zu entdecken und in manchen anderen Büchern ohne Worte die Geschichte schwierig zu entdecken ist, geht hier alles ganz leicht und wie von selbst. Weil es als Spaziergang, als Weg angelegt ist, ist klar, in welche Richtung der Betrachter schauen und denken muss. Links und rechts des Weges ist zwar schon irgendwie Alltag, aber alles doch irgendwie ein bisschen anders. Ein bisschen wie in Träumen, Büchern und Geschichten. Fantastisch und Fantasievoll.

Mit jedem Mal, da man sich das Buch anschaut, sieht und bemerkt man davon mehr und anderes. Da sind Kühe auf der Wiese, aber auch Käfer die genauso groß sind, es gibt Flugzeuge und fliegende Libellentaxis, Insekten in Ritterrüstung und Ritter, die wie Käfer auf dem Rücken liegen und schlafen. Die Burg ist fast wie eine Achterbahn und in den Zinnen sind Gärten und Planschbecken. Die Tiere im Zoo können nicht alle echt sein, rosa Mammuts gibt es nicht. Und in einem kleinen Gehege zelten einige Hühner. Ob das die Hühner von Petterson sind? Die Crockettspieler könnten mit Alice im Wunderland bekannt sein, allerdings sieht die eine Marionette, die da den Schläger schwingt, eher aus wie Pinocchio. Die sieben Zwerge sind auch dabei; und auf der Seite mit den vielen Katzen, die ganz hinten, die auf der Fensterbank liegt und schläft – ob das Findus ist?

Voller Geschichten, die wie von selbst kommen

In einem bestimmten Alter lieben es Kinder, tage- und wochenlang immer die gleiche Geschichte zu hören, dafür ist dieses Buch ideal. Jeden Tag das Gleiche doch immer ein bisschen anders. Man kann sich mal nur auf eine die  wimmeligen Doppelseiten konzentrieren oder den Hund und das Kind alleine weiter spazierenlassen und anderen Figuren und ihren Geschichten folgen. Die Kinder bauen ihre Alltags-Erlebnisse in die Entdeckungen ein und fast magisch sieht man auch beim so-und-sovielten Mal noch Neues. Es wirkt so, als wären sie erst eben auf den Bildern aufgetaucht. 

Die Oma treffen die beiden erst auf der letzten Seite wieder, als Hund und Kind in die heimische Straße einbiegen. Sie steht an der Tür, winkt freundlich und wer weiß, vielleicht hat sie Pfannkuchentorte gemacht. 

Fazit: 

Ein tolles Buch und empfehlenswert für alle; egal ob Nordqvist-Kenner oder -Fans, egal ob Wimmelbuchliebhaber oder nicht. Wer Zeit und Lust hat sich drauf einzulassen, wird reich beschenkt, denn jede Seite steckt voll mit Geschichten – sie scheint sich jedes Mal mit neuen zu befüllen. Für ungeduldigere Zeitgenossen ist es eben ein Buch ohne Worte, eine Geschichte nur mit Bildern, ein Spaziergang durch Fantasie und Alltagswelt. Mit Hund. Und allein um dieses tolle Tier kennenzulernen, lohnt es sich, das Buch in die Hand zu nehmen.

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