Couch-Wertung:

85%
Idee
Bilder
Text

Idee

Ein ungeschminkter Blick auf die möglichen Folgen von Streit zwischen Erwachsenen.

Bilder

Die klare Farb- und Formensprache gibt die Gefühlswelt der Protagonistin optimal wieder.

Text

Die kurzen Textsegmente sind gut verständlich

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Rita Dell'Agnese
Der Streit macht alles eckig und kantig

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Mär 2019

Mira lebt mit ihren Eltern in einem Haus auf dem Land. Ihr Fenster geht direkt Richtung Waldrand. Das Mädchen mag ihr gemütliches Zimmer, in dem sie mit ihren Stofftieren Tee trinken kann. Doch dann hört Mira in der Küche die Eltern streiten. Das kommt häufiger vor. Mira denkt, die Eltern seien wütend darüber, dass überall ihre Spielsachen liegen. Das kleine Mädchen ist verzweifelt. In ihrem Zimmer bekommt alles Ecken und Kanten, auch die runden Dinge. Die Bäume vor dem Fenster, die vorhin noch so vertraut waren, werfen furchteinflössende Schatten. Da entdeckt Mira plötzlich einen weissen Fuchs, der sich durch die Bäume bewegt. Der Fuchs sieht freundlich aus und Mira geht ihm entgegen. Sie ist überzeugt, dass es ein magischer Fuchs sein muss, der extra gekommen ist, um ihr zu helfen.

Die Schuld auf sich nehmen

Das Bilderbuch über Mira und ihre streitenden Eltern macht die Gefühlswelt des kleinen Mädchens sichtbar. Es empfindet den Streit der Eltern als etwas Bedrohliches. Das Kind vermag sich selber dieser Bedrohung nicht zu entziehen. Vielmehr nimmt es die Schuld für den Streit ihrer Eltern auf sich. Mira sucht nach einem Grund, weshalb Papa und Mama böse aufeinander sind. Und den sieht sie in ihrem eigenen Verhalten. Dadurch verliert ihre Welt alle weichen Konturen, wird eckig und kantig, ungemütlich und unheimlich. Sie zieht sich in ihre Phantasie-Welt zurück, begegnet dort dem mystischen weissen Fuchs, der ihr Trost spendet und ihr Hoffnung macht. Erst als die Eltern sich wieder vertragen, löst sich die Bedrohung auf. Autor Heinz Janisch versetzt sich gut in die kindliche Welt, macht sichtbar, was die Schuldgefühle mit dem Kind anstellen.

Dass sich alles ganz schnell in Wohlgefallen auflöst, wirkt dann aber etwas irritierend, selbst wenn man es vom Aspekt aus betrachtet, dass es sich hier um ein Bilderbuch handelt, das die Zielgruppe 4- bis 6-Jährige bedient.

Schlichte aber eindrückliche Bilder

Illustratorin Katja Gehrmann setzt bei ihrer Illustration auf einfach Bilder mit klarer Sprache und üppigen Farben. Sie versteht es, durch die Farb- und Formgebung die sich verändernde Gefühlswelt der Heldin Mira wiederzugeben und den weißen Fuchs als freundliches Wesen zu zeigen. Damit nimmt sie die Kinder quasi mit auf die Reise in die eigene Gefühlswelt. Sie können durch die optischen Hinweise den Schmerz des Mädchens nachempfinden, die bedrohliche Situation sehen. Und auch, wie sich die Wogen glätten, wie die weichen Formen und Farben zurückkehren. Zwar braucht es einen Erzähler, der den Kindern den Text erläutert, da die Streiterei der Eltern nicht sichtbar gemacht ist, doch können sie den Bildern der Geschichte gut folgen und sich in die Heldin hinein fühlen.

Fazit:

«Der magische Fuchs» ist ein ideales Bilderbuch, um mit einem Kind über Streitigkeiten in der Familie und die damit verbundenen Ängste zu reden. Die Bilder animieren die Kinder dazu, von ihren eigenen Gefühlen zu reden und sich zu öffnen. Der positive Schluss gibt dem Kind zwar Hoffnung, löst aber das eigentliche Problem der streitenden Eltern nicht auf. Das Buch kann auch Eltern einen guten Hinweis darauf geben, welche Schuldgefühle eine Streit bei ihren Kindern auslösen kann.

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