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Hier dürfen mal die Kinder sprechen. Fitz lernt schnell und beweist, dass man seinen Kindern mehr zutrauen kann, mit schwierigen Situationen umzugehen.

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Einfache Sprache, verständlich und ungekünstelt. Verstrickt sich manchmal jedoch zu sehr in seine Einfachheit.

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Julian Hübecker
Die Gedanken eines Scheidungskindes

Buch-Rezension von Julian Hübecker Mär 2019

Der Tag fängt für Fitz beschissen an: Nach der Scheidung der Eltern hat ihr Vater eine neue Wohnung, die sie gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester Bente nun beziehen soll; ihre Mama hasst sie sowieso für alle Zeiten, weil sie irgendwie schuld an der Trennung ist; und dann fällt Bente auch noch vom Fahrrad und verletzt sich schwer – Krankenhaus. Klar, dass Fitz mitmuss, ausgerechnet an dem Tag, als sie sich mit einem Marker etwas sehr, sehr Hässliches auf die Stirn geschrieben hat.

Nun geht’s also mit einem panischen Papa ins Hospital. Die Mama, die all das zu verantworten hat, kommt besorgt angebraust, doch besser macht es das nicht. Denn was Fitz auf ihrer Stirn stehen hat, soll sie verletzen. Das tut es auch und plötzlich weiß Fitz gar nicht mehr so recht, wie es zu dem ganzen Schlamassel kommen konnte.

Daher beschließt sie, die Krankenflügel zu erkunden, wo sie die schräge Primula und den süßen Adam kennenlernt. Gemeinsam gehen sie der Frage auf den Grund, was eigentlich Liebe ist. Und warum kann man überhaupt körperliches Leid verarzten, aber nicht seelisches? Ist es nicht möglich, Papas und Mamas Liebe zueinander wieder gesund zu machen? Mit Gips zum Beispiel?

Fitz weiß es nicht. Doch sie lernt eine Menge und bald kann sie es zumindest ein bisschen verstehen.

Warum trennen sich meine Eltern?

Anna Woltz‘ Buch ist ein Versuch sich in die Gedankenwelt eines Kindes hineinzufühlen, das die Trennung seiner Eltern miterleben muss. Egal wie behutsam dies vonstattengehen kann, merken Kinder doch schnell, dass etwas anders ist. Vielleicht suchen sie die Schuld sogar bei sich? Oder eben bei einem bestimmten Elternteil, wie Fitz dies tut.

Fitz‘ Sicht ist altersgemäß geschrieben, ihre Gedankengänge entsprechen der Logik eines Kindes und sind in ihren Ursprüngen absolut nachvollziehbar. Dabei zeigt Woltz einfühlsam, in welcher Art und Weise ein Kind überfordert sein kann. Sie geht verschiedene Stadien durch, von Wut über Verzweiflung zur Hoffnung, dass doch noch alles gut werden kann. Schließlich folgt die Akzeptanz.

Was fehlt ist ein klarerer Abschluss für Fitz. Mit der Akzeptanz ist die Verarbeitung noch lange nicht gegessen. Was beschäftigt Fitz noch? Welche Fragen hat sie an ihre Eltern? Unter Umständen verdaut ein Kind über Jahre hinweg diesen prägenden Einschnitt im Leben. Ein bisschen mehr Tiefe wäre Woltz demnach schuldig gewesen.

Fazit:

Einfühlsam und lehrreich eignet sich das Buch auch für Eltern, die etwas ratlos sind. Vielleicht schöpfen sie hieraus Mut oder lernen, ihre Kinder ein bisschen besser in der Situation zu verstehen.

Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte

Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte

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