Grüner wird’s nicht

Erschienen: März 2019

Bibliographische Angaben

Illustration: Aitch
Übersetzung aus dem Englischen: Andreas Bredenfeld

Couch-Wertung:

80%
Idee
Bilder
Text

Idee

Egal wie alt, bastelbegabt und naturerfahren, diese Gartenprojekte dürften fast jedem Kind gelingen und Freude machen. Und Erkenntnisse bringen.

Bilder

Helle Doppelseiten voller Details, Grünem, Blüten und liebenswerter Gartenbewohner, dazu hübsch bebilderte Schritt-für-Schritt- Anleitungen.

Text

Schlichter Sachbuchtext, so blumig wie möglich formuliert und sehr sehr schön zu lesen; an manchen stellen leider zu kurz oder nicht ganz richtig.

Leser-Wertung

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Sigrid Tinz
Gartenprojekte für Kinder und ein bisschen Wissen dazu

Buch-Rezension von Sigrid Tinz Apr 2019

Wer seinen Garten, die Arbeit drumherum und die Natur liebt, möchte diese Liebe gerne weitergeben an seine Kinder. Und gerade im heutigen so genannten Medienzeitalter möchte man ihnen auch den Bezug zur Natur vermitteln und dass unser Essen nicht aus dem Supermarkt kommt. Oder vielleicht hat das Kind Interesse, aber man selber so gar keinen grünen Daumen. Alles Gründe, sich ein Gartenbuch für Kinder anzuschaffen. Dieses hier zum Beispiel.

Neues Design für bewährte und beliebte Gartenprojekte

Es ist wunderschön illustriert und hat – obwohl es ein Sachbuch ist – beinahe Bilderbuch-Charakter. Die Farben sind satt und bunt, die Formen klar, die Details sind liebevoll, die Abbildungen insgesamt naturgetreu und doch voller Fantasie. Anders als viele Hochglanz-Magazine oder Bücher kommt es ohne gestylte Fotos aus. Es sind Projekte für Kinder und so sehen sie auch aus, selbstgemacht eben. Wunderbar, um den Kids zu vermitteln, dass sie es nicht, wie zum Beispiel im Kunstunterricht, gut machen müssen. Oder schlecht machen können. Einfach machen, das ist die Hauptsache. Das ist ja auch das Schöne an der Arbeit im Garten.

Und weil nicht jeder einen Garten hat, enthält dieses Buch auch Ideen und Projekte für Stadtkinder, Balkonien und den Park: Samenbomben werfen kann man fast überall und Gemüse oder Kräuter ziehen auf der Fensterbank ebenfalls.

Der Garten als Ganzes steht im Fokus

Gleichzeitig nimmt das Buch den Garten als Ganzes in den Blick, nicht nur als Gemüsefabrik, sondern als Lebensraum für Vögel und Raupen, Bienen und Regenwürmer. Es gibt zwischen den Projekten einzelne Infoseiten: über das Innenleben einer Blume zum Beispiel oder über Tiere im Garten. Immer als Doppelseite konzipiert und dann nett gemalt und minimalistisch beschriftet.

Viele Projekte kennt die Elterngeneration vielleicht schon aus ihrer Kinderzeit: Bohnentipis, Vogelfutterhäuschen, ein Terrarium im Gurkenglas sind nicht wirklich neu. Muss auch gar nicht sein. . Erstens kennen die heute kleinen Kinder all das noch nicht, und in den Kreisläufen der Natur gibt es keine Moden. Gärten sind so alt wie die Menschheit und die Natur ist viel älter.

Dass es keine Moden gibt, stimmt natürlich nicht ganz.

Die erwähnten Samenbomben sind tatsächlich eher neu, Basteleien aus PET-Flaschen ebenfalls und auch Insektenhotels waren vor 30 oder 40 Jahren noch nicht so bekannt.

Heute weiß man allerdings, dass es Insekten und vor allem den wilden Bienen nicht so gut geht und man gut daran tut ihnen Unterkünfte anzubieten. In der freien Natur kommen passende Stellen immer weniger vor. Ideen und Bauanleitungen für Insektenhotel  gibt es mittlerweile zuhauf, eine witziger, origineller, stylischer als die andere. Leider sind Insektenhotels sehr oft gut gemeint, statt gut gemacht. Auch bei der Variante in diesem Buch fehlen ein paar wichtige Informationen. Es besteht im Wesentlichen aus gebündelten Hohlstängeln wie Bambus, die gebündelt in eine Holzkiste gesteckt werden. Hohle Stängel in der Natur stehen aber meist aufrecht und das sollten sie auch in der Nisthilfe tun. Sehr wichtig ist es auch, beim Schneiden darauf zu achten, dass die Halme nicht gequetscht und gesplittert sind, dann passt kein Bienchen mehr hinein. Und wenn es das doch versucht, reißt es sich womöglich die Flügel kaputt und verendet.

Auch beim Projekt „Selbst gepflanzter Pfirsichbaum“ wären ein paar mehr Infos gut gewesen. Jeder, der schon mal versucht hat, aus einem Obstkern einen Baum zu ziehen, wird wissen, wie selten es funktioniert. Bei Pfirsichen geht es leichter als bei Äpfeln, Kirschen, Pflaumen oder Birnen allerdings eignen sich nicht alle Sorten dazu. Sondern nur sogenannte kernechte Sorten, darauf weist das Buch zwar hin, aber ohne zu erklären, was das ist und wie man sie findet. Und selbst dann ist das Versprechen, in drei Jahren die ersten Pfirsiche ernten zu können mit Sicherheit nicht einzulösen. Abgesehen von diesen Oberflächlichkeiten kommt die Kürze der Texte dem Buch sehr zu gute. So lässt es sich gut und angenehm lesen, auch schon mit kleinen Kinder.

Fazit:

Ein Buch voller kleiner niederschwelliger Gartenprojekte: von der Samenbombe bis zum Vogelhaus, vom Insektenhotel bis zum Blumenpressen. Ganz neu ist das meiste nicht. Aber Gärten sind so alt wie die Zivilisation und warum soll nicht jede Generation und jedes Kind das Altbewährte aufs Neue entdecken?  Die Gestaltung ist wunderschön, bunt, liebevoll bis ins Detail und sehr heutig.

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