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Idee
Bilder
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Idee

Hase Harvey und seine wunderschönen Hüte, die er – vom Wind veranlasst – mit all den anderen Tieren im Wald teilt.

Bilder

Wunderschöne Farben, jede Szene ist ruhig und anders, voller Natur und Details und als Farb- und Formklecks immer der Hut.

Text

Schlicht und einfach und immer wieder ähnlich, mit Wiedererkennungs- und Überraschungseffekt gleichzeitig.

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Sigrid Tinz
Ein Hase mit Liebe zu Hüten

Buch-Rezension von Sigrid Tinz Apr 2019

Jeder weiß, wie leicht eine Mütze oder ein Hut verloren gehen kann. Vergessen, verbummelt, vom Wind vom Kopf geweht. All diese verloren gegangenen Mützen sammelt Harvey. Ganz viele hat er schon: eine rote Wollmütze, Base-Caps, einen Zylinder, extravagante Hüte in pinkgetupft und sonnengelb. Er liebt sie alle sehr und manchmal, wenn es sich für ihn nach einem besonderen Tag anfühlt, dann stapelt er sie übereinander und trägt sie alle auf einmal. So wie auf dem Titelbild.

Im Buch ist es eine ganze Doppelseite: Darauf ist alles voller weißer Mohnblumen, dazu grünes Gras und der Himmel voller Blütenstaub. Dazwischen der Harvey Hase mit seinen Hüten; wie er an den Blüten riecht; mit geschlossenen Augen, ganz versunken in diesen zauberhaften Moment. Das Bild wirkt schlicht, trotz der bunten Hüte, so wie alle Bilder in diesem Buch. Der Horizont ist meist einfarbig, davor sind wenige Dinge zu sehen, die aber sehr ins Detail gehen, bis ins kleinste Härchen auf dem Blatt der Mohnblume. Das bringt eine  wunderbare Ruhe in die Bilder, in der die Hüte dann, mit ihrer bunten Farbigkeit und, ganz besonders schön wirken. Und laden ganz nebenbei ein, Farben und Formen zu benennen: der große Gelbe, der runde Pinke, das blaue Sonnekäppi, der eckige schwarze Zylinder.

Ruhige, zauberhafte Bildlandschaften

Vor diesem Hintergrund wirken auch Harveys Gefühle, man spürt sie mehr als das man sie sieht oder darüber liest. Seine stille Freude an seinen Hüten, aber auch das Entsetzen als passiert, was passieren musste. Der ohnehin wackelige Stapel wird vom Wind in, nun ja, alle Winde zerstreut. Harvey jagt seinen Hüten nach, über Wiesen und Felder. Ohne Erfolg. Er beschließt nach Hause zu gehen und am nächsten Tag in Ruhe zu suchen, wenn das Wetter wieder besser ist. Und tatsächlich findet er dann einen Hut nach dem anderen wieder. Aber: Jeder Hut ist schon vor ihm von jemand anderem gefunden worden. Die Eichhörnchen nutzen den einen jetzt als Nuss-Korb, die Frösche haben sich aus einem anderen eine Schaukel im Schilf gebaut, der Siebenschläfer eine Hängematte in den Bäumen, in einem weiteren schläft ein Dachsbaby.

Jeder Hut ist etwas ganz besonderes

Mit jedem Tier unterhält Harvey sich kurz darüber, dass es sein Hut ist, dass es ihm aber Freude macht  zu sehen, wofür er alles gut sein kann und dass er ihn gar nicht nötig wiederhaben will, er hat ja noch ganz viele, er muss sie nur finden. Dieses kleine Gespräch läuft immer sehr ähnlich ab, mit der jeweilig passenden Abwandlung, versteht sich. Für Kinder im passenden Nochmal-Alter ist das großartig: hat Wiedererkennungswert und gleichzeitig einen kleinen Überraschungseffekt.

Kleine Zahlenfexe übrigens finde es hochspannend, an den Fingern abzuzählen, ob es wirklich alle Hüte sind, die er da wieder findet, wie viel es insgesamt waren und wie viele ihm vielleicht noch bleiben, wenn er keinen von denen zurückfordert.  Einer bleibt ihm noch. Oder besser gesagt: einer, den er noch nicht gefunden hat und den auch noch kein anderes Tier benutzt. Konnten wir anfangs deutlich spüren, dass es Harvey leicht fällt, den anderen Tieren jeweils einen seiner Hüte zu überlassen, weil er sich freut, zu teilen und zu schenken, wird er jetzt doch ein bisschen traurig.

Harvey bleibt nur noch ein Hut

Er geht nach Hause, will morgen weiter suchen. Als er um die Ecke biegt, steht dort vor seiner Tür der Zylinder, voll mit Möhren und einer dicken Schliefe drum. All die Tiere liegen versteckt in den Büschen und warten gespannt auf seine Reaktion. Damit ist das Buch zu Ende, kein Satz mehr, wie es weitergeht, ob und wie er sich freut und bedankt, ob er neue Hüte sammeln wird und was er dann damit anfängt. Das Buch ist so gut gemacht, dass die Gedanken dazu von fast alleine kommen, so wie es passt für jedes Kind, je nach Alter und Lebenssituation.

Fazit:

Ein Buch übers Finden, Sammeln, Teilen und Beschenken, das perfekt ins Frühjahr und die Osterzeit passt, ohne direkt einen Bezug dazu zu haben: zauberhaft bunt und gleichzeitig schlicht und mit so vielen Möglichkeiten und Gesprächsanlässen in der eigentlichen Geschichte, dass man Kinder ab vier viele Nochmal-Male damit glücklich machen und beschäftigen kann.

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