Pu - der beste Bär der Welt

Erschienen: Januar 2019

Bibliographische Angaben

Übersetzung aus dem Englischen: Henning Ahrens
Gelesen von: Katharina Thalbach

Couch-Wertung:

90%
Idee
Text

Idee

Pu ist der beste Bär der Welt, klar. Und die Idee, ihn weiter leben und Weiteres erleben zu lassen ist klasse.

Text

Altkluge Sprüche, Wortverdrehungen, Freundlichkeiten, jedes Tier hat seinen eigenen Charakter. Und Katharina Thalbach liest diese vier neuen Geschichten genau so, dass genau das perfekt herauskommt.

Leser-Wertung

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Sigrid Tinz
Neues vom alten Bären Pu

Buch-Rezension von Sigrid Tinz Apr 2019

Der Bär Pu ist alt, über neunzig Jahre ist es her, das die ersten Geschichten erschienen sind. Als er vor etwas mehr als zwei Jahren dieses Jubiläum feierte, haben sich vier der bekanntesten Kinderbuchautoren Englands zusammengetan und ihm neue Abenteuer geschenkt. Das Buch erschien dann 2018 auf auch deutsch und wir haben uns jetzt das Hörbuch angesehen.

Pu der Bär ist immer toll – aber noch ein bisschen toller, wenn es vorgelesen wird. Katharina Thalbachs ruhige Art und ihre tiefe, starke Stimme sind genau richtig dafür. Mit kleinen Nuancen gibt sie den Dialogen ihren Zauber und den Tieren ihren Charakter: Der bedächtige Pu, das kieksige Ferkel, immer mit etwas Aufregung in der Stimme hat, der poltrige Tiger, das energische Kaninchen, der langsame gedrückt-gelangweilte I-Ah, Känga und Klein-Ruh. Und die lispelnde Eule, die so schlau ist Wörter wie „etruskische Epoche“ zu benutzen und weiß, das „v. Chr.“ „vau chrrrr“ ausgesprochen wird und „viel Chrom“ heißt; und dass „a.d.“ alt und dreckig bedeutet.

Neue Lieblingsgeschichten im alten Stil

Diese neuen Geschichten passen gut zu den alten. Es gibt auch hier die herrlichen Wortverwechslungen von Pu, zum Beispiel als der aus einem Gespräch mit Christopher Robin über Drachen und Dinosaurier aufschnappt, dass „mithütische dino-saure“ Tiere nach langer Zeit in den Wald kommen werden, also „Dienstag nächster Woche“. Es gibt Ausflüge, kleine Imbisse und Expeditionen. Außerdem suchen alle einen „anderen Esel, den I-Ah gesehen haben will, als er in den Teich geschaut hat. Und im Winter kommt ein Pinguin zu Besuch, der wie alle Tiere seine eigene Persönlichkeit mitbringt. Er scheint ein scheuer, stiller Zeitgenosse zu sein, und soll „ein bisschen aus sich herausgebracht werden“.

Fans dürfen sich freuen

Viel mehr soll gar nicht verraten werden. Denn so sehr man als echter Fan die besten Stellen und Zitate kennt und liebt: wenn es etwas Neues gibt vom „dummen alten Bären“, wie Christopher Robin ihn liebevoll nennt, dann freut man sich als Pu-Fan darauf, es selbst zu entdecken.  

 Anders als bei Neuauflagen oder Weiterführungen anderer Klassiker, wo über den „dünnen neuen Pumuckl“ gejammert wird oder altgewohnte Formulierungen vermisst werden wie der „Negerkönig“ bei Pippi Langstrumpf,  gibt es solche Diskussionen um Pu nicht. Die Fangemeinde ist entspannt wie ihr Lieblingsbär. Und: solche Klischees, Unworte und anderes, was man heute streichen müsste, kommen auch so gut wie gar nicht vor. Es ging also auch vor bald 100 Jahren schon anders und das ist ein weiterer Punkt, der zeigt, wie gut Pu ist.

Großartig auch, dass bei diesem Haufen neurotischer Tiere die jeweilige Krankheit, oder Diagnose, der Förderbedarf oder die Macke nicht ein einziges Mal explizit erwähnt wird. Weder abwertend noch als „besonders anders begabt“ hervorgehoben – wie es in der heutigen Kinderliteratur so oft der Fall ist. Jeder ist einfach wie er ist, jeder schätzt die anderen so wie sie eben sind. Nicht perfekt. Denn das ist niemand. Aber jeder zeigt was er kann und auf jeden kommt es an. Und so sind die Freunde rund um Christopher Robin ein unschlagbares Team.

Ein wundervoller Klassiker, toll vorgelesen

Der ganze Plot kommt ohne Gut und Böse aus, und wenn doch mal etwas bedrohlich ist, dann wird es am Ende doch gut oder stellt sich – wie das Heffalump – als Fantasiegestalt heraus. Und wir können lachen, ohne dass die Geschichte sich dazu wie sonst oft über jemanden lustig machen würde.

„Pu der Bär“ ist einer der wenigen Klassiker, die es wirklich wert sind von Generation zu Generation weitergegeben und wieder gelesen zu werden, weiter zu leben in Filmen,  Aktualisierungen, Neuübersetzungen, Verfilmungen. Oder in neuen Geschichten wie auf dieser CD. Auch das gebundene Buch ist sehr empfehlenswert. Schon allein wegen der Zeichnungen, die Marc Burgess im Stile des Originalillustrators E. H. Shepard  geschaffen hat und die ihren eigenen Ausdruck und ihre eigene Poesie haben.

Fazit:

„Pu der Bär“ ist eins der besten Kinderbücher aller Zeiten, zeigt es doch auf eine fantasievolle und sehr wohlwollende Art wie nebenbei und absichtslos den Wert von Freundlichkeit und Freundschaft. Wunderbar also, wenn uns immer mal wieder schriftstellernde Pu-Freunde  neue Abenteuer schenken. So wie diese vier Geschichten zum 90. Jubiläum.  Für alle, die Pu mochten, mögen oder neu kennenlernen wollen – und auf jeden Fall ein tolles Hörbuch für die ganze Familie.

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