Stories for Boys Who Dare to be Different - Vom Mut, anders zu sein

Erschienen: Oktober 2018

Bibliographische Angaben

Illustrator: Quinton Winter
Übersetzer: Franca Fritz, Heinrich Koop, Bea Reiter, Anja Seelow, Ulrich Thiele

Couch-Wertung:

80%
Idee
Bilder
Text

Idee

Toll, dass es ein männliches Gegenstück zu "Good Night Stories for Rebel Girls2 gibt. Von möglichst diversen Rollenbildern können alle nur profitieren – unabhängig vom Geschlecht.

Bilder

Illustrator Quinton Winter drückt den Bildern merklich seinen eigenen Stempel auf. Stellenweise wirken diese aber zu platt und wenig ansprechend.

Text

Hier und da hätte es noch ein wenig mehr Feinschliff sein dürfen. Die Texte fassen aber das Wesentliche gut zusammen und veranschaulichen es als verständliche Kurzgeschichten, zu denen Kinder sich ihre eigene Meinung bilden können.

Leser-Wertung

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Yannic Niehr
Geschichten für Jungen, die besonders sein wollen

Buch-Rezension von Yannic Niehr Jun 2019

Nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen brauchen Vorbilder, und zwar solche, die aufzeigen, welche unterschiedlichen Lebenswege es doch geben kann.Menschen, die ihren eigenen Weg gegangen sind und einen Unterschied gemacht haben. Daran versucht sich der britisch-stämmige, in Berlin lebende Autor Ben Brooks in seinem ersten Kinderbuch "Stories for Boys who dare to be different – Vom Mut, anders zu sein" und gräbt einige bedeutsame Männer aus, die in diesem Buch vorgestellt werden.

Gegenentwurf zu einseitigen Rollenmodellen

Der Gedanke ist nicht gut, auch und gerade für Jungen: Ein großer Teil der Popkultur ist nach wie vor von recht einseitigen Geschlechterbildern beherrscht, und demnach sind Rollenangebote für Jungen, die sich nicht in ein enges Schema zwängen lassen wollen, wichtiger denn je. Die Menschen auf den Seiten dieses Buches zeigen auf, dass es deutlich mehr als eine Art und Weise gibt, „ein Mann zu sein“. Beispiele, mit denen auch jüngere Kinder vertraut sein dürften, wie Barack Obama, Daniel Radcliffe oder Lionel Messi, werden ergänzt durch Alltagshelden oder weniger bekannte, aber nicht weniger schillernde Persönlichkeiten, die mehr Erwähnung verdienen: zum Beispiel  Alan L. Hart, einer der ersten historisch einschlägigen Trans-Männer; Iqbal Masih, der Junge, der mit 12 ermordet wurde, weil er anderen Kindersklaven, wie er selbst es gewesen war, eine Stimme geben wollte; oder Uyaquq, der im Alleingang eine Schriftsprache entwickelte, damit die durch mündliche Weitergabe geprägte Kultur seines Volkes, den in Alaska heimischen Yup’ik, weiterleben konnte. 101 Einträge berichten von Frauenrechtlern, Weltverbesserern, Kämpfern der Vernunft und vielen mehr.    

„Es hat auch sein Gutes, wenn man sehr feinfühlig ist und die Welt mit anderen Augen sieht.“

Aufgebaut ist das Buch so, dass jeder Person eine Doppelseite gewidmet wird, die jeweils aus einer ganzseitigen Illustration und einem kurzen Text besteht, der manchmal noch Zitate des Betreffenden enthält. Die Einträge sind alphabetisch sortiert und bleiben durchweg spannend, da sie nicht wie Absätze aus einem Geschichtsbuch formuliert sind, sondern wie Geschichten oder Fabeln. Die Sprache ist dabei sehr kindgerecht, ohne bevormundend oder belehrend zu wirken. Die Bilder haben einen eigenen, dynamischen Stil, der aber verspielter sein könnte und nicht immer ausdrucksstark herüberbringt, was das Besondere an der Geschichte des jeweiligen Menschen gewesen ist.

Fazit

101 Männer aus aller Welt und vielen Zeiten, die Besonderes geleistet haben, etwas anders gemacht haben, gegen den Zeitgeist und mit viel Mut. Am Ende waren sie alle Helden und erfolgreich, aber erstmal waren auch sie Kinder mit Träumen und einem eigenen Kopf. Ein Buch für alle - auch wenn es in erster Linie gedacht ist für Jungen ab 10, aber gute Rollenmodelle hat keiner je genug.

 

Stories for Boys Who Dare to be Different - Vom Mut, anders zu sein

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