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Idee
Text

Idee

Die Grundidee ist originell und regt zum Nachdenken an. Auch die Hauptcharaktere wirken liebenswürdig und stimmig. Wichtige Werte wie Freundschaft und Toleranz werden ohne erhobenen Zeigefinger angesprochen.

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Der humorvolle Schreibstil steigert das Lesevergnügen und unterstützt den Leser, die vermittelten Inhalte zu verdauen.

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Andrea Delumeau
Elf regiert die Welt

Buch-Rezension von Andrea Delumeau Sep 2019

Penny  liebt es, über ungewöhnliche Dinge nachzudenken z.B. ob das Rauschen des Windes in Wirklichkeit eine eigene Sprache ist, die wir nur nicht verstehen. Bei ihren Klassenkameraden und ihrer besten Freundin kommen Pennys Überlegungen nicht gut an, sie gilt als verrückt und völlig durchgeknallt und wird sogar von ein paar skrupellosen Mitschülern recht brutal gemobbt.
Auch zu Hause erfährt Penny wenig Rückhalt. Seit dem Tod ihrer Mutter wohnt sie mit ihrem Vater bei dessen Schwester Kirsten, einer Erzieherin, die zwar denkt, auf Alles eine Antwort zu haben und in deren wenig biegsamer Weltanschauung kein Platz für die ungewöhnlichen Ansichten ihrer phantasiebegabten Nichte ist.
Der Vater versucht zwar, Penny zu verstehen, ist aber zu schwach und zu bequem, bei seiner Schwester auszuziehen oder wenigstens zu protestieren, wenn er mit deren oft wenig originellen Ansichten nicht einverstanden ist. Stattdessen zieht er sich lieber in sein Arbeitszimmer zurück.
Penny ist also ziemlich auf sich allein gestellt, vor allem seitdem sich selbst ihre beste Freundin aus Grundschultagen von ihr zurückgezogen hat, weil sie mit Pennys ungewöhnlichen Gedankengängen nicht klarkommt.

Da bekommt Penny an ihrem 11. Geburtstag eine Postkarte von geheimnisvollen Absendern, die sich selbst die Elferkinder nennen…

Wer sind die geheimnisvollen Elferkinder?

Durch diese rätselhafte Post lernt sie jedoch die Elferkinder kennen, die sich so nennen, weil sie in der normalen Welt mit dem dezimale Zahlensystem als Grundstein aller Dinge oft anecken und aus dem Rahmen fallen. Ebenso wie Penny, die auf einen Schlag zehn neue Freunde hat und als Elfte im Bunde, den Elfer-Rat ihrer Heimatstadt Winderbusch vervollständigt. Und dieser Elfer-Rat hat eine wichtige Mission zu erfüllen, gilt es jedoch, die fehlende elfte Karte eines magischen Kartendecks zu finden und so die Welt zu einem besseren Ort zu machen, in dem für alle Platz ist, auch für Menschen, die „ver“-„rückt“ sind wie die Elferkinder. Wird diese Mission gelingen?

Vorgegebene Regeln werden hinterfragt

Dem Autor Oliver Schlink, von Beruf Sozialarbeiter, der in der stationären Jugendhilfe und der Flüchtlingsarbeit tätig ist,  ist es gelungen, seine originelle Ausgangsidee stimmig umzusetzen. Penny und die anderen Elferkinder wirken liebenswert ungewöhnlich und nicht abstoßend abartig. Lobenswert ist vor allem das vorherrschende Grundthema seines Kinderbuches, der Aufruf zu mehr Toleranz und einer offenen Welt, in der für Alle Platz ist, auch für die, die aus der Norm fallen. Neben mehr Toleranz propagiert er auch, sich selbst zu akzeptieren und zu sich zu stehen und sich nicht in eine vorgegebene Schablone pressen zu lassen.
Die angesprochene Lesergruppe ab zehn befindet sich in genau dem richtigen Alter, sich mit solch anspruchsvollen Themen zu befassen, ist doch die Vorpubertät der Beginn einer Phase der Selbstfindung und Persönlichkeitsbildung.
Die vorgegebenen Regeln werden hinterfragt, ganz im Sinne der Elferkinder, denen Vorschriften und Regeln ein Graus sind und bei denen das Wort „Formular“ entsetzliche Qualen auslöst.
Erfreulich ist auch der lockere und humorvolle Schreibstil, ein gutes  Beispiel hierfür sind Pennys Wortgefechte mit ihrer verbohrten Tante Kirsten, die laut dem Wertesystem der Elferkinder eine überhebliche Zehner-Persönlichkeit hat.

Fazit

Ein phantasievolles Plädoyer für eine Welt mit mehr Seele und Toleranz, das den Leser dazu auffordert, die Zukunft so menschenfreundlich wie möglich zu gestalten.

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