Die Legende von Greg

Erschienen: August 2019

Bibliographische Angaben

 Marius Clarén (Sprecher), Gabriele Haefs (Übersetzerin)

Couch-Wertung:

75%
Idee
Text

Idee

Elfen gegen Zwerge. Schief an der Geschichte ist, dass der Protagonist ein Zwerg ist, die Elfen aber die Sympathieträger.

Text

Der Sprachstil schwankt zwischen langatmig und zu knapp, ist aber im Rahmen der Möglichkeiten toll gelesen, mit vielen verschiedenen Stimmen, die jedem Charakter wirklich Persönlichkeit geben.

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Sigrid Tinz
Zwerge gegen Elfen

Buch-Rezension von Sigrid Tinz Okt 2019

In einem Höhlensystem unter Chicago lebt das uralte Zwergenvolk – und würde gerne wieder zu den alten Zeiten zurück. Als die Zwerge noch „wer waren“ und mittels ihrer magischen Zaubertränken die Welt beherrschten. Das spricht aber gegen den Waffenstillstand, der nach Jahrtausenden des Gemetzels vor ewigen Zeiten mit den Elfen geschlossen wurde.
Greg, Sohn eines alleinerziehendes Vaters und Stipendiat auf einer Elite-Schule, weiß davon nichts. Ihm geht es im Alltag darum, nicht  zu sehr gemobbt zu werden und Zeit mit seinem besten Freund Edwin zu verbringen. Edwin ist Sohn reicher Eltern, Liebling der Lehrer und vergöttert von allen Mitschülern und Mitschülerinnen. Greg weiß ebenfalls nicht, dass er der Sohn des Zwergenchefs ist; und Edwin der Sohn der Elfenchefs. Warum ihn beim Schulausflug im Zoo ein Eisbär angreift, versteht er ebenfalls nicht und wie Edwin es schafft ihn zu retten … egal, keine Zeit, denn Gregs Vater wird entführt, von Bergtrollen und … naja, ab da wird es zäh, seltsamerweise, weil es doch eigentlich spannend werden sollte.

Toll gelesen

Oder sagen wir: es wird genauso, wie Greg über Fantasy-Romane urteilt. Dass seltsame Wesen mit bekloppten Namen sich mit anderen seltsamen Wesen kloppen und dabei Waffen mit seltsamen Namen benutzen. es gibt viel künstliche Spannung, die den Hörer im Ungewissen hält, obwohl der schon drei und drei längst zusammengezählt hat. Der Sprachstil schwankt zwischen langatmig - „Er brach zusammen und viel zu Boden“ - und huschelig: "Schnell verklebten sie allen Wachen die Münder“. Manchmal klingt es floskelhaft steif, etwa wenn Greg „die Toilette aufsuchen muss“, an anderen Stellen hat es Flachwitzniveau, wenn er seinen „Gegner mit einem gediegenen Schlag abkacken“ lässt.

Marius Clarén, der Sprecher, der auch die Stimme von Spiderman ist und alle Geschcihten von Percy Jackson eingelesen hat, macht das Allerbeste daraus. Was er aber auch nicht schafft, ist, den Hörern den Protagonisten Greg wirklich sympathisch werden zu lassen – weil der selbstgerecht und begriffstutzig ist und einfach auf der Seite der Unsympathen steht.

Ein Zwerg weint nicht

Die Zwerge sind so altmodisch, dass es einen fast ekelt, vor allem, wenn sie über leckere traditionelle Speisen wie Lungenragout und Pferde-Innereiengulasch sprechen, Blutwurst zum Frühstück und ein paar Kutteln zu Abend essen. Außerdem reden sie viel von Blut und Boden und halten sich für was Besseres, und wenn es nicht klappt mit der Weltherrschaft, dann muss es gleich die „bedingungslose Kapitulation“ sein, und die oberste Zwergenregel ist sowieso daneben: „Ein Zwerg weint nicht.“
Gregs Freund Edwin, ein Elf, ist dagegen ganz wie von selbst der Sympathieträger, auch wenn nie klar ist, welche Rolle er genau spielt. Ein freundlicher, offener, reflektierter, interessierter Junge, der in dem Zwiespalt genau den richtige Wen einschlägt: Nur weil sich früher Zwerge und Elfen die Köpfe eingeschlagen haben und es jetzt wieder vor haben, ist er trotzdem Gregs Freund. "Wir sind nicht nur Elfen, nicht nur Zwerge. Wir sind Freunde.“

Fazit

Da Hörbuch zur „Legende von Greg“ ist wundervoll und gekonnt gelesen. Aber auch der beste Sprecher kann aus einer zähen Fantasygeschichte kein packendes Abenteuer zaubern und einen eher unsympathischen Helden zu einer Identifikationsfigur. Schade, dass Gregs Elfenfreund Edwin nicht der Hauptdarsteller ist.

 

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