Adrian hat gar kein Pferd

Erschienen: September 2019

Bibliographische Angaben

 Corinna Luyken (Illustratorin), Uwe-Michael Gutzschhahn (Übersetzer)

Couch-Wertung:

92%
Idee
Bilder
Text

Idee

Liebenswürdige Charaktere begleiten durch eine gut konzipierte Geschichte.

Bilder

Die Illustrationen passen wunderbar zur positiven Grundhaltung des Bilderbuches.

Text

Der Text eignet sich auch bestens für kleine Leseanfänger.

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Rita Dell'Agnese
Von der Macht der Phantasie

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Nov 2019

Zoe ärgert sich über Adrian. Denn Adrian erzählt allen, die es hören wollen, dass er ein wunderschönes Pferd hat, ein weisses mit goldener Mähne und den schönsten braunen Augen der Welt. Zoe weiss, dass Adrians Familie nicht viel Geld hat. Zuwenig, um ein Pferd zu halten. Deshalb verrät Zoe den anderen Kindern, dass Adrian lügt. Adrian wird dabei ganz traurig. Als Zoe ihrer Mutter die ganze Geschichte erzählt, macht diese sich auf zu einem Spaziergang mit ihrer Tochter. Sie kommen dabei am Häuschen vorbei, in dem Adrian mit seinem Opa lebt. Hier kann Zoe sich selber davon überzeugen, dass in dem kleinen Garten kein Pferd steht. Aber sie macht eine unerwartete Entdeckung: Adrians Pferd gibt es wirklich – in dessen Phantasie-Welt, die so bunt und farbenprächtig ist, wie Zoe noch keine gesehen hat.

Was ist Lüge, was ist Phantasie?

Feinfühlig geht Marcy Campbell auf die Geschichte von Zoe und Adrian ein. Auf der einen Seite ist da Zoe, etwas selbstgerecht, aber eigentlich ein nettes Mädchen. Auf der anderen Seite Adrian, der aus bescheidenen Verhältnissen kommt, und doch farbenfroh von seinem Pferd erzählt. Beide Charaktere wachsen sofort ans Herz, vermögen zu überzeugen. Zoe, die richtigerweise darauf pocht, dass es nicht in Ordnung ist, zu lügen, muss erkennen, dass nicht alles Lüge ist, was nicht der Wahrheit entspricht. Animiert von ihrer Mutter, genauer hinzusehen, versteht Zoe, dass das Pferd von Adrian ein Produkt seiner Phantasie ist, mit dem er sich über den Alltag hinweg träumt und unbekannte Welten erobert. Diesen Prozess erlebt das Kind mit, das sich mit dem Bilderbuch beschäftigt. Obwohl unumstösslich fest steht, dass man die Wahrheit sagen soll, wird die Geschichte von Adrian zu einem  Sinnbild für die phantastische Welt. Die Bereitschaft von Zoe, sich auf diese Welt einzulassen, macht das Mädchen zu einem sympathischeren Charakter, als es zunächst den Eindruck hatte. Auch hier steckt eine Botschaft. Der Text ist schön aufgebaut und so gestaltet, dass er sich auch für kleine Leseanfänger bestens eignet.

Liebenswürdige Illustration

Gelungen ist die Illustration von Corinna Luyken. Die Figuren sind liebenswürdig dargestellt, sowohl Zoe, als auch Adrian haben von den Illustration einen gefälligen Ausdruck verliehen bekommen. Eindrücklich zeigt Corinna Luyken mit ihren Bildern den Unterschied der korrekten, aber eher kargen Welt von Zoes Gedanken und der überbordenden Phantasie von Adrian fest. Die Bilder sprechen für sich, obwohl es zum Verständnis der ganzen Geschichte den Text braucht – und wohl auch der kleinen Erklärungshilfe durch Erwachsene, vor allem, wenn die Kinder die Geschichte noch nicht selber mitlesen können oder noch nicht alles verstehen.

Fazit

„Adrian hat gar kein Pferd“ ist ein sehr umsichtig aufgebautes Bilderbuch, das hilft, die verschiedenen Schattierungen zu erkennen und nicht alles schwarz oder weiss zu sehen. Es lässt eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Welt der Phantasie zu und lässt sich auch wunderbar als Unterrichtsmaterial im Kindergarten oder den ersten Klassen verwenden.

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