Der Zauberlehrling

Erschienen: August 2006

Bibliographische Angaben

 Sabine Wilharm (Illustratorin)

Couch-Wertung:

85%
Idee
Bilder
Text

Idee

Die Idee, ein klassisches Gedicht als Bilderbuch umzusetzen ist gelungen, die Charaktere sprechen Kinder auch in der heutigen Zeit noch an.

Bilder

Die Bilder geben treffend den Inhalt der Strophen wieder, die Illustrationen sind kindgerecht und ansprechend.

Text

Das Gedicht ist nicht umsonst ein Klassiker und überzeugt durch Rhythmus und Reim, welche perfekt mit dem Inhalt harmonieren und im Laufe des Gedichts an Geschwindigkeit zunehmen.

Leser-Wertung

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Kathrin Walther
Goethe für Kinder

Buch-Rezension von Kathrin Walther Nov 2019

Bei Goethe fallen den meisten wahrscheinlich als erstes Titel wie „Faust“ oder „Die Leiden des jungen Werther“ in Verbindung mit dem Deutschunterricht ein. Dort wurden die Werke, die nicht gerade durch ihre einfache Sprache hervorstechen, analysiert und interpretiert. An Bilderbücher für Kinder wird daher wohl kaum jemand im ersten Moment denken. Viel zu schwere Kost, sprachlich zu kompliziert und thematisch alles andere als kindgerecht sollte man meinen. Doch weit gefehlt. Goethe hat nicht nur Romane und Briefe, sondern auch eine Vielzahl an Gedichten verfasst, die bereits jüngeren Lesern gefallen. Vor allem „Der Zauberlehrling“, eines seiner bekanntesten Werke, entführt Kinder in die fantastische Welt des jungen Zauberschülers, der plötzlich seiner eigenen Magie nicht mehr Herr werden kann...

Wenn die Katze nicht zuhause ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch...

Endlich ist der alte Hexenmeister aus dem Haus! Ganz klar, dass der junge Zauberlehrling diese Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen will! Schließlich hat er schon so viel Magie gelernt, dass er längst selbst in der Lage ist, eigene Wunder zu vollbringen. Was liegt da näher, als die lästigen Aufgaben einen anderen abarbeiten zu lassen? Und schon verwandelt er den Besen ohne große Mühe zu seinem Knecht, der für ihn das Wasser aus dem Fluss zum Baden holen soll. Doch oh weh: Bei seinem tollen Plan hat er nicht beachtet, dass er auch die Aufhebung des Zaubers kennen muss und so schleppt der Besen Eimer um Eimer ins Haus, bis die Wasserströme alles überfluten. In seiner Verzweiflung fällt ihm schließlich nichts anderes mehr ein, als den Besen mit der Axt zu entzweien, was jedoch nur zur Folge hat, dass sich das Problem durch zwei Besen noch verdoppelt. Was gäbe der Zauberlehrling nur darum, dass sein Herr und Meister endlich wieder zurückkehrt...

Klassiker kindgerecht aufbereitet

Sabine Wilharm ist es mit ihren Bildern gelungen, den alten Klassiker aus dem Jahr 1797 für Kinder der heutigen Zeit ansprechend aufzubereiten. Auch wenn der Text bereits über 200 Jahre alt ist, auch heute noch werden Kinder von Geschichten über Zauberei magisch angezogen. Denn was gibt es tolleres, als sich vorzustellen, wie es wäre zaubern zu können? Es ist auch nicht das erste Mal, dass die Illustratorin Sabine Wilharm sich diesem Thema widmet. Beim Betrachten der Bilder wird der ein oder andere eventuell das Gefühl haben, dass ihm dieser Stil nicht ganz unbekannt ist und sich vielleicht an Harry Potter erinnert fühlen und ganz richtig: Sabine Wilharm hat auch die Titel der Reihe um den jungen Zauberschüler gestaltet. Ihr markanter Stil, der durch kantige Figuren, urige Häuschen und Schlösser und gedecktere Farbtöne auffällt, findet sich auch hier wieder. Auf den Doppelseiten sind jeweils zwei Strophen des Gedichts abgedruckt, deren Inhalt von Wilharm treffend illustriert wird. Die Empfindungen des Zauberlehrlings sind gut erkennbar, sodass Kinder die Geschichte und Gefühle gut nachempfinden und miterleben können. Die Sprache des Gedichts entspricht nach über 200 Jahren zwar nicht mehr unserer gewohnten Alltagssprache, ist in diesem Fall aber dennoch gut verständlich und beim gemeinsamen Lesen mit Eltern, Großeltern oder einer anderen erwachsenen Person, die notfalls Wörter erklären kann, nicht zu schwer.

Fazit

Die Idee, klassische Gedichte als Bilderbuch umzusetzen, ist in diesem Fall rundum gelungen. Oft kommen Kinder erst oder ausschließlich in der Schule mit Gedichten in Kontakt, die dann gleich bis auf den letzten Vers ausinterpretiert und analysiert werden müssen, sodass der Spaß am Spiel mit Sprache und Rhythmus direkt verloren geht. Diese spielerische Herangehensweise ohne tiefere Absicht macht hingegen Spaß und schafft es vielleicht, dass diese Freude auch über die Schulzeit hinweg erhalten bleibt.

 

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