Der kleine Lord

Erschienen: Dezember 2019

Bibliographische Angaben

Jan Reiser (Illustrator)

Couch-Wertung:

85%
Idee
Bilder
Text

Idee

Die Geschichte ist zwar ein Klassiker aus dem 19. Jahrhundert, hat aber bis heute nichts von ihrem Charme eingebüsst.

Bilder

Die leichte Verzerrung der Formen in Richtung Karikaturen will da und dort nicht ganz zum Buch selber passen.

Text

Der Text eignet sich wunderbar zum Vorlesen oder für kleine Leseanfänger.

Leser-Wertung

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Rita Dell'Agnese
Wie ein kleiner Junge ein versteinertes Herz erweicht

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Dez 2019

Der kleine Cedric lebt mit seiner Mutter in New York. Seit dem frühen Tod des Vaters versucht die Mutter ihrem Sohn alles zu geben, was er braucht, um zu einem freundlichen Menschen heranzuwachsen. Eines Tages steht ein Fremder vor Cedric. Er eröffnet dem Jungen und seiner Mutter, dass der Grossvater, der Earl of Dorincourt aus England, das Kind zu sich holen möchte, um es standesgemäss zu erziehen. Denn nach dem Tod des Vaters ist Cedric der letzte Anwärter auf den Grafentitel. Aufgeregt sieht Cedric dem Leben in England entgegen. Dort angekommen erlebt der Junge einen Dämpfer. Denn seiner Mutter ist es verboten das Anwesen zu betreten. Sie ist als Amerikanerin eine unerwünschte Person im adligen Haus. Weil sie sich für ihren Sohn das Beste wünscht, geht die Mutter schweren Herzens ein Arrangement ein, wonach sie in einem kleinen Haus im Dorf lebt. Dort kümmert sie sich bald um die Armen. Nach und nach gelingt es Cedric, durch den dicken Panzer, den sich der Earl zugelegt hat, durchzudringen, und ihm die Augen zu öffnen – auch dafür, dass seine Mutter eine rechtschaffene Frau ist.

Bezaubernder Klassiker

„Der kleine Lord“ erwärmt schon seit etlichen Generationen das Herz der Leserinnen und Leser. Obwohl das Original aus dem Jahre 1886 stammt, hat es bis heute nichts von seinem Charme verloren. Mit der Verfilmung 1980 gelangte das Kinderbuch zu neuer Aufmerksamkeit und es wurden zahlreiche Neuauflagen und neue Übersetzung präsentiert. Der Knesebeck-Verlag hat sich für seine Ausgabe für eine aufwändige Variante entschieden. Der Kinderroman, der nicht nur für das angestrebte Zielpublikum von 8 bis 10 Jahren geeignet ist, sondern ebenso als Vorlesebuch taugt oder als herzwärmende Lektüre für Erwachsene, kommt in einer hochwertigen Buchform mit vielen Illustrationen daher. Damit wird die Geschichte gleich auf mehreren Ebenen erlebbar.

Bekannter Karikaturist

Bei der Illustration des Romans hat der Verlag einen schmalen Grat zwischen historisch gestalteten und absolut modernen Bildern begangen. Er hat sich dafür entschieden Jan Reiser für die Bebilderung zu engagieren. Die bewusste Wahl eines bekannten Karikaturisten als Illustrator wird in den Bilder deutlich sichtbar. Denn Jan Reiser macht nur wenig Zugeständnisse an die traditionelle Bebilderung. Es mag daran liegen, dass es einige Gewöhnungszeit braucht, um mit den Figuren wirklich warm zu werden, obwohl die Gesichter der Figuren gut sichtbar den entsprechenden Figuren des bekannten Films entsprechen. Jan Reisers zeichnerisches Talent kommt in den unzähligen Details zum Ausdruck, mit denen er seine Bilder versehen und hat und die den kleinen Leser und die kleine Leserin ins Land des 19. Jahrhunderts entführen. Die schön und mit einer humorvollen Nuance gestalteten Zeichnungen sind hochwertig und hat man sich erst mal an das untypische Element der Karikatur gewöhnt, in die Szenen eintauchen.

Fazit

Die Neugestaltung von „Der kleine Lord“ ist durchaus ein bisschen anderes als gewohnt: Die Zeichnung der Figuren polarisiert vielleicht ein wenig. Während Fans von Karikaturen begeistert sind, fühlen sich Fans vom kleinen Lord vielleicht nicht ganz wohl mit der Illustration. Doch abgesehen davon handelt es sich hier um eine sehr gelungene und hochwertige Ausgabe des bekannten Kinderbuch-Klassikers.

 

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