Das wilde Volk

Erschienen: September 2019

Bibliographische Angaben

 Sandra Dieckmann (Illustratorin), Alexandra Rak (Übersetzer)

Couch-Wertung:

75%
Idee
Bilder
Text

Idee

Die Hauptfiguren sind interessant aufgebaut, wirken aber in mancherlei Hinsicht zu klischeehaft.

Bilder

Die Illustrationen sind das Highlight des Romans.

Text

Die Autorin pflegt einen flüssigen Schreibstil, der Lesefluss hat aber dennoch immer wieder kleine Einbrüche.

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Rita Dell'Agnese
Kinder retten die Insel

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Dez 2019

Comfrey lebt mit ihrer Mutter in einem sehr ländlichen Örtchen auf der Insel Farallone. Seit einem grossen Unglück vor Jahren ist die Insel ein getrenntes Gebiet. Zum einen ist da die Stadt Neu Albion, in der die Menschen ohne grosse Freude leben. Alles, was mit der Natur zu tun hat, wird von einer grossen, unüberwindbaren Mauer ausgesperrt. Innerhalb dieser Mauern lebt der Waisenjunge Tin. Er ist ein Tüftler. Eines Tages gelingt es Tin, eine Maschine zu bauen, die sich wie eine Spinne fortbewegen kann. Just in diesem Moment begegnet ihm zum ersten Mal ein Tier: eine kleine Spinne. Tin ist verstört. Erst recht, als er mitbekommt, dass die Mönche, die das Waisenhaus betreiben, in dem Tin lebt, seine Maschine an sich bringen wollen. Noch bevor Tin darauf reagieren kann, taucht ein kleiner Hase in seinem Leben auf, der ausgeschickt worden war, Tin auf die andere Seite der Mauer zu lotsen. Nach einer abenteuerlichen Flucht lernt Tin Comfrey kennen, die ebenfalls von einer kleinen Häsin geführt wird – der Zwillingsschwester des Hasens. Die Kinder und die Tiere erkennen, dass der Insel Farallone grosse Gefahr droht, denn die Stadtbewohner haben erkannt, dass in den Adern des wilden Volkes Sternengold fliesst. Einen Stoff, den die gierigen Städter unbedingt haben wollen. Es beginnt ein unheilvolles Kräftemessen und nur der Mut und die Intuition der Kinder vermag dem etwas entgegen zu halten.

Klischees werden bedient

Die Autorin webt ein lockeres Gewebe voller Phantasie und phantastischer Figuren, mitten drin zwei menschliche, kleine Helden. Tin und Comfrey bieten sich als Träger all der Eigenschaften an, die es braucht, um ein Land zu retten. Beide werden schnell zu kleinen Sympathieträgern und holen die jungen Leserinnen und Leser ab, um sie mitzunehmen auf eine abenteuerliche Reise voller Gefahren, Rückschläge und kleiner Erfolge. Das Rezept des Plots ist einfach: nur setzt Sylvia V. Linsteadt nicht auf einen einzigen Helden, sondern auf Teamwork. Tin und Comfrey bringen jeweils unterschiedliche Ansichten durch ihre völlig verschiedene Herkunft ein - und einige Stereotype auch. Denn sie handelnsehr klischeehaft nach ihrem jeweiligen Geschlecht. Comfrey ist die Empathische und intuitiv handelnde Figur, Tin der strukturierte Denker und Tüftler. Das gleiche Muster bei den Hasen: Zwillinge zwar, aber ebenfalls Mädchen und Junge.

Die Leser bleiben ratlos zurück

Aufgemacht ist der Roman verheissungsvoll. Ein schönes Cover, feine und in guter Dosierung eingestreute Zeichnungen und eine übersichtliche Karte über die Insel Farallone werten das Buch sehr auf. Sandra Dieckmanns Illustrationen sind ein kleines Highlight des Romans. Die Geschichte ist schön und spannend erzählt; an anderen Stellen braucht es manchmal Durchhaltevermögen, um in das Buch zurückzukehren, wenn zu plötzliche Wendungen oder neue Figuren den Spannungsfaden haben reissen lassen.  Hat man mit den Kindern all die Gefahren duirchgestanden und sieht einen Silberstreifen am Horizont, findet das Buch leider keinen runden Abschluss, es lässt die jungen Leserinnen und Leser mitten im Geschehen stehen und verweist auf den nächsten Band. Cliffhänger sind ein beliebtes Mittel, das oft eingesetzt wird, aber hier wird es extrem strapaziert und die Enttäuschung ist groß.

Fazit

Der abrupte Abbruch quasi mitten in der Geschichte lässt den Verdacht aufkommen, dass hier ganz stark der Fokus auf Nachfolgekäufe gelegt wird. Das tut der eigentlichen Geschichte nicht besonders gut und lässt die schönen Aspekte eher zweitrangig werden.

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