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Anke Kuhl hat Episoden ihrer eigenen Kindheit als Comic zu Papier gebracht und jeder wird in ihren Erinnerungen eigene Erinnerungen entdecken – ob jung oder alt.

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Aus guten Grund hat Anke Kuhl für dieses Buch den Comicbuchpreis 2019 der Berthold-Leibinger-Stiftung bekommen – herrlich lebendige Zeichnungen mit ausdrucksstarker Gestik und Mimik, die nicht viel Text benötigen.

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Da das Buch als Comic konzipiert ist, sind die Texte übersichtlich, kurz und prägnant.

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Claudia Goldammer
Nachgespielte ABBA-Konzerte, Mutproben und ewig rutschende Strumpfhosen…

Buch-Rezension von Claudia Goldammer Mär 2020

Das Leben schreibt einfach die besten Geschichten. Das dachte sich auch die renommierte Illustratorin Anke Kuhl und hat kurzerhand einige Episoden ihrer Kindheit als bunte Comic-Sammlung aufs Papier gebracht. Da geht es um ganz banale Dinge, die so oder so ähnlich vermutlich die meisten von uns erlebt haben. Damals oder Jetzt. Sei es, dass Eltern meinen, die ältere Schwester bräuchte eine Brille, um dann beim Augenarzt festzustellen, dass die ältere Schwester zwar mit Adleraugen ausgestattet ist, die jüngere Schwester jedoch fast gar nichts sieht und daher diejenige ist, die eine Brille bekommen muss. Oder die Geschichte mit dem aggressiven Hasen, der aus einem ungeplanten Kindersegen der lang herbei gesehnten beiden Haustiere entstanden ist. Nun entpuppt sich der eine Nachkömmling als besonders rauflustig und wird entsprechend separiert. Doch das kindliche Mitleid überwiegt und nur ein kleiner Versuch, den Störenfried mit den anderen Hasen zusammen grasen zu lassen, kann doch nicht schaden? Hmmm, leider doch…

Vom alltäglichen Wahnsinn

Es sind Anekdoten wie diese, die Anke Kuhl in „Manno! Alles genau so in echt passiert“ versammelt hat, alltägliche Begebenheiten, die im Zusammenleben als Familie passieren. Die Bandbreite der 18 Geschichten reicht von Euphorie über ruhige Gelassenheit bis hin zu kleineren Katastrophen. Von schwesterlichen Duellen mit Klobrillen, liebgewonnenen Besuchen bei den Großeltern, Telefonstreichen und einem geklauten Rosenkohl.
Nun könnte man denken, dass man den Alltag nicht auch noch in Buchform braucht, schließlich ist er schon so präsent genug. Und doch gelingt es dem Buch, eine Distanz und Gelassenheit zu dem alltäglichen Trubel herzustellen, da ihm, so in Buchform vorliegend, doch auch eine große Portion Humor und Witz innewohnt.

Vom Röhrenfernseher und Schlaghosen

Aufgrund der Darstellung als Comic sind die sprachlichen Ausführungen recht beschränkt und daher umso mehr mit den Illustrationen verwoben. Und die sind lebendig, quirlig, präzise mit ausdrucksstarker Mimik und mitunter sehr witzig. Da Anke Kuhl aus ihrer Jugend erzählt, gibt es für die heutigen Kinder viel zu entdecken: die Eltern tragen Latzhose und hochtoupierte Frisuren, die für Kinder heute ungewohnt und komisch aussehen und bei Erwachsenen vielleicht eigene Erinnerungen wachrufen.
Denn auch darin liegt der Reiz des Buches: es spricht Kinder und Erwachsene gleichermaßen und doch sehr unterschiedlich an. Kinder, die in dieser Lebenssituation noch mittendrin stecken, finden die Episoden witzig und unterhaltsam, im schlimmsten Fall erhalten sie ganz neue Inspirationen. Und Erwachsene? Die fangen an, in Erinnerungen zu schwelgen, haben längst vergessen geglaubte Gerüche in der Nase und Töne im Ohr.

Fazit

„Manno!“ – bei wem dieser Ausruf etwas längst Vergessens zum Leben erweckt, der wird mit diesem Buch kurzweilige Stunden erleben. Allen, denen er nichts sagt, sei es trotzdem, oder gerade deshalb, ans Herz gelegt.

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