Ein Riese warf einen Stein

Erschienen: März 2020

Bibliographische Angaben

Sabine Kranz (Illustratorin)

Couch-Wertung:

89%
Idee
Bilder
Text

Idee

Klassisches Kindergedicht meets Trendthema-Insekten und verbindet es auf ganz eigene Weise.

Bilder

Zu jedem Vers gibt es eine Szene, bunt ausgestaltet und bevölkert von den lebhaften und ausdrucksstarken kulleräugigen Ameisen.

Text

Der Text ist original von Josef Guggenmoos und damit quasi sakrosankt.

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Sigrid Tinz
Alarm im Ameisenhaufen

Buch-Rezension von Sigrid Tinz Mär 2020

„Ein Riese warf einen Stein“ - dieses Gedicht schrieb Josef Guggenmoos schon vor vielen Jahren. Damals galten Ameisen in der allgemeinen Wahrnehmung noch weit mehr als „Ungeziefer“ als heute. Denn heute sind wir alle sehr aufmerksam beim Thema Insekten. Ihr drohendes Verschwinden bewirkt mehr und mehr, dass wir alle viel mehr wissen über sie, sie achtsamer wahrnehmen. Besonders Kinder finden sie oft interessant und sympathisch, in Filmen und Büchern sowieso, aber auch draußen in der Natur.
In diesem Gedicht ist das nicht so. Kinder spielen und einer wirft einen Stein, mitten in den Ameisenhaufen. Der Riese aus der Titelzeile ist einfach nur ein kleiner Junge, der sich keine großen Gedanken macht im Eifer des Spiels. Für die Ameisen ist es ein großes Unglück. Aber zum Glück haben sie alles auch schnell wieder in Ordnung gebracht. Ameisen können das. Das Ameisenleben geht weiter, solange der Königin nichts passiert.

Gedicht und Geschichte

Läse man nur das Gedicht, würde man das erst am Ende erfahren: Dass es Ameisen sind. Vorher könnte es auch ein wirklicher Riese gewesen sein, der Steine auf ein Menschendorf wirft. Oder ein Meteoriteneinschlag, der da wie eine Bombe einschlägt und viele verletzt und tötet. Das ist durchaus ein Kunstgriff. Denn wer so das Gedicht liest, entwickelt Empathie. Mit der Auflösung am Ende vollzieht sich dann automatisch ein Perspektivwechsel, vom Mensch auf die Ameisen. Kinder machen sich ja oft keine Gedanken, welche Folgen und welches Unglück etwas haben kann, was sie unbedacht tun. Dass man so etwas eben lieber nicht macht, Steine werfen, Tiere quälen, braucht dann keine Ermahnungen mehr, sondern wird wie nebenbei klar.

Gedicht mit schönen Ameisenbildern

Als illustriertes Bilderbuch funktioniert das natürlich nicht. Denn von der ersten Seite ist klar, dass die Hauptfiguren Ameisen sind. Aber was für welche. Schwarz, groß, sympathisch mit großen Kulleraugen voller Gefühlsausdrücken. Für jede Zeile des Gedichts gibt es eine Doppelseite Ameisenbau, mal in Großaufnahme, mal voller Details und fast wimmelig. Farbenfroh ist alles auch: Die Ameisen schleppen rote Ameisen herum, grüne Blätter, die Larvenbabys sind klein und hellgelb. Niedliche Wonneproppen, die von den schwarzen Großen fürsorglich aus den zerstörten Räumen geholt werden. Und so funktioniert die Identifikation dann genauso gut, nur anders. Aber: auch das Ameisenhafte bleibt absolut bestehen. Mit der ihnen typischen Emsigkeit, mit der sie aufbauen und aufräumen, ist der Schaden am Bau schnell behoben.  Ameisen haben unglaubliche Fähigkeiten sich zu organisieren und Arbeiten zu stemmen. Ein Grund mehr sie zu bewundern und nicht mit Steinen zu bewerfen.

Fazit

„Ein Riese warf einen Stein“ ist ein Kindergedicht-Klassiker, hier Zeile für Zeile wunderbar insektenecht und gleichzeitig warmherzig und wimmelig illustriert, so dass daraus ein ganzes Bilderbuch geworden ist. Wer Gedichte mag und Geschichten und Guggenmoos, wer Tiere mag und Insekten und generell auch mal ein bisschen andere Kinderbücher, für den ist dieses hier genau das Richtige.

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