Der Junge aus der letzten Reihe

Erschienen: Februar 2020

Bibliographische Angaben

 Pippa Curnick (Illustratorin), Katharina Naumann (Übersetzerin)

Couch-Wertung:

85%
Idee
Bilder
Text

Idee

Kinder müssen für das Thema sensibilisiert werden, um auch Erwachsenen eine neue Sicht der Dinge zu vermitteln. Alexa und ihre Freunde sind genau die richtigen, um aufzuklären.

Bilder

Einige wenige Illustrationen passen gut in den Verlauf der Geschichte

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Die Sicht des Kindes sticht klar heraus. Die Autorin beweist hier Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, wie ein Kind zu denken.

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Julian Hübecker
Geschichte eines Jungen

Buch-Rezension von Julian Hübecker Apr 2020

Die neunjährige Alexa hat sich eigentlich nie wirklich Gedanken um Flüchtlinge gemacht. Das ändert sich, als Ahmet in ihre Klasse kommt. Der schüchterne Junge spricht nur wenig Englisch und bleibt lieber für sich. Dennoch ist sich Alexa sicher: Sie möchte die beste Freundin von Ahmet sein. Helfen sollen da elf Fragen, die sie ihm stellen möchte. Etwa: Hat er Brüder oder Schwestern? Was ist seine Lieblingssportart? Hat er bereits einen besten Freund?

Alexa und Ahmet

Mit jeder beantworteten Frage lernt Alexa Ahmet besser kennen. Vor allem, dass seine Zurückhaltung aus schrecklichen Erlebnissen in seiner eigentlichen Heimat Syrien resultiert, beschäftigt Alexa. Warum tun Menschen anderen Menschen Böses an?
Von nun an macht es sich Alexa gemeinsam mit ihren Freunden Josie, Michael und Tom zur Aufgabe, Ahmet zu helfen. Dass sie dabei im ganzen Land berühmt werden, ahnen sie da noch nicht.
Es scheint der Autorin eine Herzensangelegenheit gewesen zu sein, dieses Buch zu schreiben. Mit jeder Seite merkt man ihr Bedürfnis, die Rechte eines Flüchtenden hervorzuheben: „Nach internationaler Gesetzgebung ist es legal, das eigene Land zu verlassen und Sicherheit in einem anderen Land zu suchen (…)“ – das stellt sie im Nachwort klar. Umso wichtiger ist, auch Kinder für das Thema zu sensibilisieren, da natürlich auch Flüchtlingskinder die Schule besuchen müssen, um eine faire Chance auf eine gerechte Zukunft zu bekommen.
Onjali Q. Raúf geht sehr sensibel mit dem Thema um. Ihre Protagonistin Alexa wird ohne vorherige Aufklärung damit konfrontiert, einem geflüchteten Jungen gegenüberzutreten. Sie möchte ihn sofort kennenlernen und mehr über ihn erfahren. Es ist berührend zu lesen, wie vorurteilsfrei Kinder an etwas „Fremdes“ herangehen. Während Erwachsene oftmals eine Hemmschwelle haben, gehen Kinder unbedarft auch mit schwierigen Themen um.

Authentisch und liebevoll

Die Autorin hat es vor allem auch geschafft, die Sicht des Kindes authentisch und liebevoll einzufangen. Die Gedankengänge von Alexa sind sowohl lustig naiv als auch erschreckend einfach und nachvollziehbar, sodass man sich unweigerlich fragt, warum sich die Mächtigen der Welt so schwer tun, einfache Lösungen zu finden. Raúf hat geschafft, was sie wohl mit dem Buch bezwecken wollte: Sie regt zum Nachdenken an.

Fazit

Ein lehrreiches Buch zum Thema Flüchtlingskrise. Ideal, um auch Kinder darauf vorzubereiten, wie sie sich zu verhalten haben, wenn ein Flüchtlingskind in die Klassengemeinschaft aufgenommen wird. Die erschreckend einfache Antwort: Nicht viel anders als bei anderen Kindern auch.

Der Junge aus der letzten Reihe

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