Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
Text

Idee

Kinder spielerisch mit dem Alphabet vertraut zu machen ist eine sinnvolle Ergänzung, die Eltern schulbegleitend einsetzen können.

Bilder

Farbenfrohe Illustrationen, die das ein oder andere Detail vermissen lassen, stellen jeweils eine Szene dar.

Text

Die Texte sind sehr leicht verständlich und werden durch Lautmalereien und Reime angenehm aufgelockert.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Sep 2005

[ab 5 Jahren]

Kurze, amüsante Tiergeschichten möchten einen ersten Eindruck vom Alphabet vermitteln. Spielerisch können Kinder mit diesem Buch die Buchstaben kennen lernen.

Sechsundzwanzig kurze Geschichten, Reime oder Anekdoten, in denen es ausschließlich um Tiere geht, finden in diesem Buch Platz. Jede Geschichte präsentiert einen Buchstaben des Alphabets und ein dazu passendes Tier. So finden wir unter dem Buchstaben A eine kurze Geschichte von einer kleinen Amsel, die alles ganz genau wissen will und ihrer Mama Löcher in den Bauch fragt. Die Geschichte zu E wie Elefant erzählt, wie der Dickhäuter von einer ganz normalen Nase mit Hilfe von vielen Krebsen zu einem Rüssel kommt und mit diesem vieles einfacher hat.

So geht es weiter über die Buchstaben J wie Jaguar und die Frage, ob man seine Flecken abwaschen kann, M wie Maus, und einer lustigen Geschichte, die von dem paradiesischen Ausflug einer kleinen Maus in einen Kühlschrank erzählt oder R wie Raupe, die dem Raben deutlich zeigt, dass sie ihn geschickt überlisten kann, indem sie ihn einfach so lange hinhält, bis sie sich verpuppt hat.

Auch eine Geschichte zu dem Buchstaben Y fehlt nicht, in der es darum geht, dass das Yak nur Yak heißt, weil das Y noch frei war, als die Tiere ihre Namen bekommen haben. Und die zwei frechen Zecken in der letzten Geschichte verpassen vor lauter Übermut die Chance, sich auf eine Katze fallen zu lassen.

Der Kerle Verlag möchte Kinder mit diesem Buch spielerisch an das Alphabet heranführen. Die kurzen, mehr oder weniger unterhaltsamen Geschichten verknüpfen jeden Buchstaben scherzhaft mit der Tierwelt. Jede Geschichte wird von einer Illustration begleitet, die die in der Erzählung dargestellte Situation wiedergibt. Die Bilder sind in angenehmen Farben gehalten, bieten aber für die etwas längeren Geschichten zu wenige Details, so dass Kinder sich beim Vorlesen schnell ";satt gesehen"; haben werden.

Kleine Zuhörer oder ";Mitleser"; werden hier einige Geschichten finden, die unterhaltsam sind. So zum Beispiel die Geschichte von der kleinen Maus, die dank ihrer Neugierde und ihrer guten Nase im Kühlschrank landet und sich dort nach Herzenslust an den leckersten Sachen satt essen kann. Auch das lustige Gedicht von den zwei Quallen, die im Meer schwimmen und sich mit ihren Quasten betasten, lädt zum Schmunzeln ein.

Leider gibt es aber auch Erzählungen, die an Ideenreichtum und Originalität zu wünschen übrig lassen und es nicht schaffen werden, die Adressaten zu begeistern. Alles in allem ist dem Autor aber eine gesunde Mischung aus Lautmalereien, Reimen und einfachen Geschichten gelungen, die für jeden Geschmack etwas bereithält.

In jeder Geschichte ist der Buchstabe, der gerade thematisiert ist, dick hervorgehoben, sobald er auftaucht. So soll erreicht werden, dass die ";mitlesenden"; Kinder den Buchstaben oft entdecken und ihn sich eventuell sogar einprägen. Schade ist aber, dass nicht immer der reine Laut eines Buchstaben hervorgehoben wird. So wird zum Beispiel das E auch in dem Wort niederknien hervorgehoben. Hier aber ist der Buchstabe E phonetisch nicht vorhanden und stellt damit keine Verbindung dar.

Man kann also feststellen, dass dieses Buch viel Wert auf die visuelle Darstellung legt. Die auditive Formulierung wird also zur Aufgabe des Vorlesenden, denn hier ist vor allem eine sehr deutliche Aussprache gefordert. Für Schulkinder, die nach und nach die Buchstaben des Alphabetes kennen lernen, Kann das Buch aus dem Kerle Verlag eine schöne Ergänzung zum ";Üben"; zu Hause sein. Vorschulkinder mit diesem Buch an das Alphabet heranzuführen, halte ich eher für verwirrend.

Fazit:

Eine lustige Sammlung von Tiergeschichten, die Kindern so ganz nebenbei die Buchstaben des Alphabets näher bringt und dafür sorgen kann, dass Schulkinder das in der Schule Gelernte spielerisch vertiefen können.

Simone Brinkschulte

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