Tiergeschichten rund umd die Welt

Erschienen: Januar 2020

Bibliographische Angaben

 Aitch (Illustrator)

Couch-Wertung:

85%
Idee
Bilder
Text

Idee

Die Auswahl der Texte ist gelungen und bietet viel Abwechslung. Die Geschichten sind ansprechend, haben Tiefe und regen zum Nachdenken an.

Bilder

Die folkloristischen Bilder passen gut zu den alten Texten. Mehr davon wären noch schöner gewesen.

Text

Die Texte sind sehr schön und auch der Stil ist typisch für Legenden, Märchen und Sagen, sind allerdings eher lang und auch auch sprachlich anspruchsvoll. Für ältere Kinder haben sie jedoch inhaltlich viel zu bieten.

Leser-Wertung

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Kathrin Walther
Tierische Fabeln, Märchen und Legenden aus aller Welt

Buch-Rezension von Kathrin Walther Jun 2020

„Tiergeschichten rund um die Welt“ ist ein Sammelband mit insgesamt 50 Märchen, Fabeln und Legenden. Die Geschichten müssen teilweise schon sehr alt sein, was daran zu erkennen ist, dass sie beispielsweise von den Mayas in Südamerika oder von den Lakota, Karuk und Schwarzfuß-Indianern in Nordamerika stammen. Eine genauere Datierung ist leider nicht vorhanden, da viele der Legenden wahrscheinlich lange Zeit nur mündlich überliefert wurden. Angela McAllister startet mit ihren Texten in Afrika. Sieben ausgewählte Legenden erzählen unter anderem von kleinen Straußen, die von einer Löwin geraubt werden, erklären, warum die Wangen der Gepardin mit Tränen befleckt sind oder warum das Warzenschwein hässlich ist. Weiter geht es nach Asien, wo es um Elefanten, Löwen, Schakale, Pandas und Schildkröten geht. Die Geschichten aus Amerika teilen sich in Nord- und Südamerika auf. Geht es in Nordamerika eher um Büffel, Präriewölfe und Bären, drehen sich die Geschichten in Südamerika um Gürteltiere, Mäuse und Käfer. Etwas bekannter sind hierzulande teilweise die Märchen aus Europa. „Das hässliche Entlein“ oder auch die „Drei kleinen Schweinchen“ kennt wahrscheinlich der ein oder andere. Dennoch finden sich auch hier unter den zwölf Geschichten Texte, die nicht so verbreitet sind. Den Schluss der Reise bilden Australien und Ozeanien mit Kängurus, fliegenden Fischen und Emus.

Abwechslungsreiche Texte verschiedener Länge

McAllisters Zusammenstellung ist ein bunter Mix verschiedener Geschichten, die nicht nur von den unterschiedlichsten Tierarten erzählen, sondern auch Einblicke in viele Kulturen dieser Welt gewähren. Die Tiere, von denen in den ureigenen Mythen erzählt wird, spiegeln dabei den Lebensraum der Völkergruppen wieder. So ist es klar, dass die Tiere, die in den afrikanischen Legenden auftauchen, ganz andere sind als die in Europa oder Australien. Auch stilistisch fällt auf, dass sich die Geschichten in ihrer Erzählart unterscheiden. Sind die afrikanischen Texte eher fabelartig erzählt und stehen die Tiere im Mittelpunkt, spielen bei den asiatischen oder europäischen Geschichten häufiger Menschen mit. Die Sprache der Texte ist dabei nicht ganz einfach und die Fabeln mit bis zu drei großen beschriebenen Seiten eher lang. Für die Zielgruppe, die mit Kindern ab drei Jahren angegeben wird, passen die Geschichten daher eher nicht so gut. Es wird schon ein gewisses Maß an Ausdauer beim Zuhören benötigt, die in diesem Alter oft noch nicht vorhanden ist. Auch der Stil der Geschichten ist für Kinder etwas ungewohnt. Sprechen Bilderbücher die Kinder meist direkt an, wird hier über die meist namenlose Tiere etwas distanzierter erzählt, sodass es ihnen schwerer fällt, die Geschichte nachzuvollziehen und sich in sie hineinzuversetzen. Für Kinder ab fünf, eher sechs Jahren, die schon gut zuhören können und auch tiefere Zusammenhänge verstehen, hat das Buch hingegen einiges zu bieten, regt zum Nachdenken und zum gemeinsamen Austausch über den Inhalt an.

Folkloristische Zeichnungen

Die ursprünglich aus Rumänien stammende Illustratorin Aitch liefert die Bilder für den Sammelband. Ihr folkloristischer Stil, in dem sich ihre Liebe zum Reisen und zur Natur widerspiegelt, harmoniert gut mit den alten Geschichten. Jeder Text wird je nach Länge durch mindestens eine Zeichnung ergänzt, auf der der wesentlichen Inhalt der Geschichte dargestellt ist. Viele Bilder füllen auch eine komplette Seite. Anders als in vielen Bilderbüchern sind die Bilder eher schlicht. Die Tiere naturgetreu und nicht vermenschlicht. Auch die Gesichtsausdrücke sind eher neutral und ohne große Emotionen. Auch hier eignen sich die Illustrationen eher für etwas ältere Kinder. Kleinere Kinder ab drei Jahren werden sich von den Zeichnungen eher weniger angesprochen fühlen und auch die Anzahl der Bilder im Verhältnis zur Textlänge ist für sie zu wenig. Da Bilder in dieser Altersgruppe noch oft dabei helfen, den Inhalt zu verstehen, fehlt diese Unterstützung, obwohl die Geschichten generell eher anspruchsvoll sind.

Fazit

Angela McAllister ist mit ihren „Tiergeschichten rund um die Welt“ eine schöne Sammlung an verschiedenen Märchen, Legenden und Fabeln gelungen, die viel Abwechslung bietet. Die Illustrationen passen gut zu den alten Texten. Ein Minuspunkt ist das angegebene Alter der Zielgruppe, da Kinder ab drei Jahren mit den meisten Mythen noch nicht viel anfangen können und die Geschichten sowohl durch die Länge, den Inhalt als auch die zu wenigen Bildern zu anspruchsvoll sind.

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