Das Mädchen aus der Pyramide

Erschienen: September 2005

Couch-Wertung:

78%
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Ein Krimi, der bis zur letzten Seite spannend ist. Die Hauptfiguren des Krimis sind, jeder auf seine Weise, „genial“. Lesevergnügen garantiert!

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Schwarz- weiße Tusche bzw. Bleistiftzeichnungen werden in den Handlungsverlauf integriert und lockern den Text auf, treten aber sehr in den Hintergrund.

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Der Text ist sehr leicht verständlich und wird durch einfache, lebensnahe Sprache schnell zugänglich. Die Charaktere wirken authentisch. Das erhöht die Spannung der Geschichte.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Sep 2005

Mit dem neuen Band ";Das Mädchen aus der Pyramide"; aus der Reihe ";Die Knickerbocker Bande"; zieht der beliebte Kinderbuchautor wieder einmal alle jungen Leser in seinen Bann. Spannungsgeladen und sympathisch lösen die vier Helden diesen Fall, ohne das ein Moment der Langeweile entstehen wird.

";Das Mädchen aus der Pyramide"; ist in diesem spannenden Kinderkrimi nicht das einzige Mysterium, welches den vier Freunden, Lilo, Axel, Poppi und Dominik - und allen neugierigen Lesern-Rätsel aufgibt.

Doch alles beginnt mit dem Auftauchen dieses ungewöhnlichen Wesens, welches Dominik, der Nachwuchsschauspieler, bei Dreharbeiten in Ägypten plötzlich vor einer Pyramide sieht. Zunächst traut der Junge seinen Augen nicht, doch als er versucht, dem Geheimnis des Mädchens auf die Schliche zu kommen, merkt er schnell, dass hinter dieser seltsamen Gestalt mehr steckt, als nur ein schlechter Scherz, und dass er es alleine nicht schaffen wird, herauszufinden, was es mit dem Auftauchen des Mädchens auf sich hat. Als auch noch seine Privatlehrerin, Frau Richter, meint, ihre, seit langer Zeit verschwundene, Nichte Agnes in dem verkleideten Geschöpf erkannt zu haben, merkt Dominik, dass dies ein Fall für die ";Knickerbockerbande"; ist und bittet den Regisseur unter einem Vorwand, seine Freunde nach Ägypten zu holen.

Kaum angekommen, gehen die Freunde ans Werk. Zuerst müssen Erkundigungen eingeholt werden, über die sagenumwobene ";Schwarze Sonne";, von der die Hobbydetektive meinen, dass diese etwas mit dem rätselhaften Mädchen zu tun hat. In dem Museum, in dem Lilo, Poppi, Axel und Dominik nähere Informationen zu erhalten hoffen, treffen sie auf Frau Professor Reinengard, die verspricht, sich über das Thema zu erkundigen und die Freunde zu informieren. Das Auftauchen der Kinder und ihr Interesse für die ";Schwarze Sonne"; ruft aber auch andere Gestalten auf den Plan. So werden die Vier schon bald mit einem ehemaligen Fotomodel, dass ungewöhnlich viel Interesse an den Kindern bekundet, konfrontiert. Frau Elena Klutz, so der Name der schönen Unbekannten, kommt den Freunden etwas merkwürdig vor. Und noch eine Person, die sich als sehr unangenehm entpuppt, kreuzt den Weg der Kinder: Eines Nachts, als die Freunde schon in den Betten liegen, vernehmen sie ein merkwürdiges, wie Kratzen klingendes, Geräusch an ihrer Zimmertür. Das Wesen, was sie kurz darauf im Flur erblicken, eine menschliche Gestalt mit dem Kopf eines Schakals, sieht aus wie der ägyptische Gott, Anubis. Schnell nehmen die Kinder die Verfolgung auf, als das Wesen das Hotel verlässt... Schließlich kann keiner von Ihnen ahnen, dass die Gottheit nichts anderes im Sinn hat, als die Detektive zu entführen. Nach einer Jagd quer über das Hotelgelände, gelingt es der rätselhaften Erscheinung, drei der Freunde in einen Kastenwagen zu sperren, aus dem sie letztendlich nur mit Hilfe von der immer etwas vorsichtigen Poppi und mit viel Glück entkommen können.

Doch sind das noch nicht alle Abenteuer, welche die Freunde bestehen müssen. Wer hätte auch vermutet, dass nicht nur die verkleidete Gottheit den vier Detektiven übel mitspielen will, sondern dass auch Elena Klutz und die Professorin Reinengard in diese üble Machenschaft verwickelt sind?!

Als die Kinder erfahren, dass hinter der gefürchteten ";Schwarzen Sonne"; ein Ritual steht, welches mit dunklen Beschwörungen, Kindern und Tiermumien zusammenhängt, sind sie erst recht alarmiert und bereit, mit der Professorin zu der geheimnisvollen Pyramide zu fahren, in der das Ritual vollzogen werden soll. Dass sie ihren Widersachern damit genau in die Arme laufen, hat keiner von ihnen geahnt. Denn plötzlich sind sie nicht nur der Professorin, sondern erneut dem Mann in die Hände gefallen, der schon einmal versucht hat, die Freunde zu entführen.

Als die vier Knickerbocker sich, gemeinsam mit Frau Richter, in der Pyramide wiederfinden, sehen sie keinen Ausweg mehr. Erst als ihr Entführer sie kurze Zeit allein lässt, sehen sie ihre Chance gekommen und stossen ihn mit vereinten Kräften die Treppe der Pyramide hinab. So befreit, kommen die Detektive gerade rechtzeitig um mitzuerleben, wie die Zeremonie der ";Schwarzen Sonne"; beginnt. Eine Reihe von alten Menschen, jeweils mit einem Kind, darunter auch die verschwundene Nichte von Frau Richter, an der Hand, schreiten in das Innere der Pyramide. Gerade noch rechtzeitig erkennen die Knickerbocker das ehemalige Fotomodel Elena Klutz unter der Maske eines ägyptischen Gottes. Als die Frau zu türmen droht, sehen die Kinder, dass von oben aus der Pyramide eine Waffe auf die Frau gerichtet wird. Dominiks Privatlehrerin hat all ihren Mut aufgebracht, um die vier Detektive und ihre Nichte zu retten.

Mit dem Buch ";Das Mädchen aus der Pyramide"; hat der Autor Thomas Brenzina wieder einmal einen Krimi geschrieben, der in Punkto Spannung nichts zu wünschen übrig lässt. Junge, und auch erfahrenere Leser, werden Spaß an der sympathischen Knickerbockerbande finden.

Jede der vier Hauptfiguren lernt der Leser am Anfang des Buches kennen. Dort stellen sich die Freunde in Steckbriefform vor. Eigenschaften wie ";Lieblingsessen";, ";besondere Kennzeichen"; oder Vorlieben lassen kleine Nachwuchsdetektive mit dem Team sofort vertraut werden.

Der Autor versteht es, eine enge Bindung zwischen Buch und Leser zu knüpfen. Poppi, Lilo, Axel und Dominik, die Mitglieder der ";Knickerbockerbande";, könnten verschiedener kaum sein, aber gerade diese Unterschiedlichkeit sorgt dafür, dass jeder Leser seinen ";Favoriten"; finden wird, denn jeder wird sich mit einer der Titelfiguren identifizieren können. So garantiert der Autor eine kurzweilige Lesezeit und eine schnell entstehende Sympathie für die ";Knickerbockerbande";.

Der Text der Geschichte ist verständlich und sehr gut nachvollziehbar. Als Leser findet man sofort einen Zugang zu der Geschichte und kann sich sehr leicht in das Geschehen hineinversetzen. Der Spannungsbogen zieht sich bis zum Schluss der Geschichte und das Buch verliert so nie an Reiz. Thomas Brezina zeigt erneut, dass ein Buch ohne Unterbrechung spannend sein kann. Die 19 Kapitel, in die das Buch unterteilt ist, enden immer so spannend, dass es dem Leser schwer fallen wird, das Buch aus der Hand zu legen. Immer wieder neue Wendungen in der Geschichte und vor allem der Einfallsreichtum der vier Hobbydetektive trägt zum Lesevergnügen bei.

Fazit:

Ein extrem spannender und kurzweiliger Kinderkrimi, der vor allem durch die sympathischen Charaktere und die dadurch entstehende Nähe zum Leser überzeugt.

Simone Brinkschulte

Das Mädchen aus der Pyramide

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