Tiger im Gepäck

Erschienen: Juni 2020

Bibliographische Angaben

Stéffie Becker (Illustration)

Couch-Wertung:

85%
Idee
Bilder
Text

Idee

Die Charaktere sind sympathisch und es fällt nicht schwer, sich in sie hineinzuversetzen. Die Idee eines Tigers, der zurück nach Indien möchte und von einem kleinen Mädchen begleitet wird, ist originell.

Bilder

Die Bilder passen gut zu den Texten und spiegeln den Inhalt passend wider.

Text

Der Text ist sowohl in seiner Länge als auch in seinem Schwierigkeitsgrad passend für den Übergang vom Bilder- zum Vorlesebuch. Auch inhaltlich ist die Geschichte abwechslungsreich und interessant und passt zum Alter der Zielgruppe.

Leser-Wertung

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Kathrin Walther
Tierische Reise vom Großstadt in den „indischen“ Wald

Buch-Rezension von Kathrin Walther Aug 2020

Im Zoo ist immer etwas los! Man kann bei einem Ausflug viele verschiedene Tierarten bewundern, für die man sonst eine lange Weltreise auf sich nehmen müsste. Eisbären aus dem hohen Norden fressen dort ihren Fisch neben Löwen, die sonst im warmen Afrika anzutreffen sind. Giraffen strecken ihre Hälse in die heimischen Bäume anstatt in der Savanne nach Essbarem zu suchen und Schlangen aus dem Regenwald schlängeln sich im Tropenhaus. Kein Wunder, dass täglich viele Menschen für einen Besuch vorbeikommen.

In Mikas Zoo ist das leider nicht so, denn ihr Zoo musste immer mehr seiner Fläche an die Großstadt abgeben, bis nur noch wenige Tiere in viel zu kleinen Gehegen übrigblieben, die keiner mehr besuchen kommt. Ob der neue Tiger etwas an der Situation ändern kann?

Auf nach Indien!

Schon seit Mika denken kann, verbringt sie ihre Zeit mit den Tieren im städtischen Zoo. Das ist auch kein Wunder, schließlich sind ihre Eltern die Besitzer und sie kennt die Tiere seit ihrer Geburt. Doch leider hat sich der Zoo verändert, durch die wachsende Großstadt ringsum wurde er immer kleiner und nun leben in ihm nur noch zwei Zebras, zwei Bisons und drei Flamingos auf engstem Raum. Als dann auch noch ein neues Einkaufszentrum eröffnet wird, bleiben die wenigen Besucher vollends aus. Auch die Idee ihrer Eltern, mit Tiger Tucker einen neuen Publikumsmagnet in den Zoo zu holen, scheitert: Tucker möchte seine Kiste nicht verlassen und versteckt sich vor den Besuchern, die dem Zoo daraufhin wieder fernbleiben.

Für Mika ist klar: die Tiere in so kleinen Gehegen zu halten, ist falsch. Kein Wunder, dass Tucker sich da lieber versteckt. Weil ihre Eltern sie mit ihren Einwänden nicht hören wollen, beschließt sie, zu verschwinden. Doch auch der Tiger hat die Chance genutzt und ist seinem Gefängnis entflohen. Gemeinsam mit Mika macht er sich auf den Weg, um endlich wieder in seiner Heimat Indien leben zu können. Doch da beide den Weg nicht kennen, wird die Reise ganz schön abenteuerlich. Gut, dass Mika inzwischen die Sprache der Tiere versteht und sie von dem Straßenhund Tell und einer kleinen Maus bei ihrem Abenteuer begleitet werden. Ob sie gemeinsam den Weg nach Indien finden?

Abenteuerliche Reise für kleine Zuhörer

Bei Tiger im Gepäck handelt es sich um eine erste Vorlesegeschichte für Kinder ab etwa vier Jahren. Besteht ein großer Bestandteil der Bücher für diese Zielgruppe noch aus Bilderbüchern mit mehr oder weniger viel Text, steht hier das geschriebene Wort klar im Vordergrund. Zwar wird die Handlung durch Bilder ergänzt, diese spielen jedoch eine eher untergeordnete Rolle. Judith Allert erzählt ihre Geschichte auf 144 Seiten, was für junge Kinder erstmal recht lang erscheint. Durch die Einteilung in insgesamt 21 Kapitel mit einer Länge von etwa vier bis fünf Seiten lässt sich das Buch jedoch gut einteilen und nach und nach, etwa als Gute-Nacht-Geschichte, vorlesen.

Die Handlung selbst ist durch die überschaubare Anzahl an Figuren, die in erster Linie aus Mika, dem Tiger Tucker, dem Hund Tell und einer kleinen Maus bestehen, leicht zu erfassen. Auch sprachlich sind die Texte gut zu verstehen und passen zum Alter der Zielgruppe. Die Autorin thematisiert in ihrem Buch am Rande kindgerecht die Problematik der Wilderei und die Haltung von Wildtieren in Zoos, zeigt aber auch, dass es artgerechte Möglichkeiten gibt.

Kleine Illustrationen passend zur Geschichte

Auch wenn es sich um eine Vorlesegeschichte und kein Bilderbuch handelt, befinden sich doch auf fast allen Doppelseiten größere und kleinere Illustrationen. Die Bilder greifen den Inhalt der Kapitel passend auf und stellen die wichtigsten Szenen dar. Dabei gelingt es Stéffi Becker gut, die Gefühle in den Gesichtern der Figuren widerzuspiegeln, sodass es den kleinen Zuhörern leichter fällt, sich in die verschiedenen Charaktere hineinzuversetzen. Die Bilder sind schön bunt und detailreich und bieten je nach Größe viel Raum zum Betrachten und Entdecken.

Fazit:

Alles in allem ist Tiger im Gepäck eine gelungene Vorlesegeschichte zum Übergang vom Bilderbuch zu Vorlesebüchern und bietet eine gelungene Mischung aus Text und Bild. Durch die kurzen Kapitel lässt sich das Buch gut einteilen und kann der Konzentration der Kinder angepasst werden. Die Geschichte ist kindgerecht mit dem passenden Maß an Spannung und Abwechslung.

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