Bubble: Die magische Kugel

Erschienen: Oktober 2020

Bibliographische Angaben

Gesprochen von Julia Nachtmann; Hörbuch, 8 Std. 22 Min.

ISBN: 9783966320221

Couch-Wertung:

90%
Idee
Text

Idee

Eine Glaskugel für die präpubertäre Kine, die sie vor allem abschirmt was nervt, stresst und einem Teenager sonst noch das Leben schwer machen kann.

Text

Kine erzählt selbst, mies gelaunt und voller Kraftausdrücke, toll gelesen von Julia Nachtmann.

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Sigrid Tinz
Eine Schneekugel für Kine

Buch-Rezension von Sigrid Tinz Nov 2020

Kine ist elf und erlebt den schrecklichsten Schultag ihres Lebens. Einen Tag, der noch schrecklicher ist als all die anderen Tage zu vor. Denn ihre Tage sind eigentlich immer schrecklich. Ihre Mutter, die einen massiven Gesundheitstick hat, traktiert sie mit Magermilch und Waschzwang, Benehmen ist ihr auch ganz wichtig. Das alles setzt sie unempathisch und zeternd durch, dass es an Kindswohlgefährdung grenzt. Kines Vater interessiert sich nur für seine Arbeit; und dass seine Frau keinen Grund hat sich aufzuregen. Wenn Kine mal wieder einen geliefert hat, ist er „sehr enttäuscht“. Von ihren Problemen in der Schule kann sie zu Hause nicht erzählen, sie fühlt sich nicht wohl und wird von Mitschülern gehänselt und ausgelacht. Am besagten allerschlimmsten Tag ist Schwimmen im Programm, was an sich schon schlimm ist, aber diesmal besonders, weil sie – als Ausrede – den Badeanzug vergessen hat und von hartgesottene Sportlehrerin einfach einen mottenzerfressenen aus der Grabbelkiste aufgedrängt bekommt. Der Spott der Klassenkolleg*innen ist ihr sicher, es gibt noch einen Beinahe-Unfall – und dann rennt Kine einfach weg.

Der Fund auf dem Friedhof

Nach Hause kann sie noch nicht. Das würde auffallen und Ärger geben. Bis zum eigentlichen Schulschluss treibt sie sich deshalb auf dem Friedhof herum, und findet dort einen kleine Schneekugel – mit schwarzem Schnee und einer kleine Stoffmumie innendrin. Zuhause verkriecht sie sich ins Bett – und am nächsten Morgen ist die Kugel so groß wie das ganze Zimmer. Und Kine kann hinein! Nur sie. Und ihre Eltern nicht. Was sie natürlich mit allen Tricks und dann auch mit einem Hammer und schließlich den Schweißbrennern der Feuerwehr versuchen. Man hat den Eindruck, weniger aus Fürsorglichkeit als aus Ärger, dass sich das Kind auf einmal dem machtvollen elterlichen Zugriff entzieht. Kine will nur weg, weg, weg – und die Bubble gehorcht ihren Gedanken. Sie fliegen durch die Hauswand, über die Stadt und in den Wald. Erstmal ist Kine sehr froh, ihre Ruhe zu haben, aber auf Dauer ist muss sie sich etwas einfallen lassen.

Die Geschichte wird erzählt aus Kines Sicht, es gibt kaum Vorgriffe und Rückblenden. Viel Text besteht aus inneren Monologen, so dass neben dem eigentlichen Geschehen auch noch die typischen Gefühle und Gedanken eines Kindes in diesem Alter vorkommen.

Arme Kine, böse Eltern

Ein bisschen schade: Dass die Story sich nicht eindeutiger auf die Seite des Mädchens stellt, was zwar schwierig ist, weil Kine quasi Ich-Erzählerin ist und ihr Verhalten nach dem übergriffigen übermoralisierenden Wertekompass ihrer Eltern beurteilt. Eigentlich ist es aber andersrum – auch wenn Erwachsene nicht immer die Bösen sind, die Sportlehrerin und auch Kines Mutter sind es in diesem Fall doch. Kindern, denen es ähnlich geht wie Kine, könnte die Geschichte dann vielleicht helfen, zu sehen, dass es nicht an ihnen liegt, dass sie sich so falsch fühlen, sondern an den Erwachsenen, die falsch handeln und nicht bereit sind zu sehen, wie sie richtig sind. Man würde Kine einen echten Menschen wünschen, der sie so mag wie sie ist. Nicht nur eine aus Stoff genähte Zombiepuppe mit magischem Knopfauge in einer fliegenden Glaskugel. Auch wenn es für uns Zuhörende natürlich viel unterhaltsamer ist so.

Fazit

Eine etwas traurige Geschichte mit viel trockenem Humor über ein Mädchen, dass sich von niemandem verstanden fühlt – und auch wirklich Pech hat mit Eltern, Lehrerinnen und Mitschülern. Eines Tages schwebt eine gläserne Kugel in ihrem Zimmer, die nur sie betreten kann. Und drinnen hat sie endlich die Ruhe und Geborgenheit, die sie sich schon immer gewünscht hat.

 

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