Doggerland

Erschienen: September 2020

Bibliographische Angaben

Hardcover, 288 Seiten

ISBN: 9783764151973

Couch-Wertung:

98%
Idee
Bilder
Text

Idee

Interessante Charaktere, tolles historisches Setting.

Bilder

Ansprechendes Cover und eine übersichtliche Karte zu Beginn des Buches.

Text

Tolle Mischung aus moderner Jugendsprache und poetischen Naturworten.

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Alexandra Fichtler-Laube
Reise in eine verlorene Zeit

Buch-Rezension von Alexandra Fichtler-Laube Dez 2020

Die Zwillinge Lex und Leya sind ganz normale moderne Teenager. Lex ist ein Gamer, der wenig Zeit außerhalb seiner Online-Spielewelt verbringt und sich dort äußerst wohl fühlt. Seine Schwester Leya hingegen ist als Klimaaktivistin unterwegs. Sie engagiert sich aus vollem Herzen für Tierwohl und Umweltschutz. Durch eine seltene Genmutation hat sie Häute zwischen ihren Fingern, die Mitschüler zu Anfeindungen veranlasst.

Die Zieheltern der Zwillinge sind Forscher, die gerade neue Erkenntnisse zum sagenumwobenen Doggerland suchen. Doggerland war ein Gebiet zwischen Deutschland und England, das während der letzten Eiszeit vor mehreren tausend Jahren noch eine bewohnbare Landmasse gewesen sein soll. Um Beweise für ihre Theorien zu sammeln, reisen sie nach England ­– und die Zwillinge müssen mit.

Zeitreiseabenteuer

Neben Lex und Leya erzählt der Steinzeitjunge Alif sein Erleben. Alif ist der älteste Sohn des Anführers seiner Siedlung. Dieser steht jedoch unter dem Zauber einer Schamanin, die rücksichtslos ihre eigenen Ziele verfolgt. Sie ist gegen Veränderung, Andersartigkeit und Fortschritt. Ihr Einfluss auf den Anführer geht sogar so weit, dass sie für die Vertreibung von Alifs Mutter und die Verstümmelung seines jüngeren Bruders Shaggabugg verantwortlich ist.

Nachdem die Zwillinge bei einer Wattwanderung weit außerhalb seltsame Steine entdecken, werden sie dort plötzlich in die Tiefe und damit 6000 Jahre in die Vergangenheit gezogen. Dort finden Alif und Shagga finden die beiden und bringen sie in ihr Dorf. Hier lernen die Zwillinge die Welt der beiden Brüder kennen. Sie jagen, lernen Farben zu mixen, Fährten zu lesen und erfahren eine neue Bewunderung für die Natur und den Einklang der Menschen mit ihr.

Dabei erleben sie auch die Zerrissenheit des Stammes bezüglich der Veränderung ihrer Umwelt. Sie merken, dass der Wasserspiegel steigt und immer öfter bis zu ihren Hütten vordringt. Veränderungen werden aber so sehr abgelehnt,  dass sie den Warnungen der Zwillinge kein Gehör schenken wollen und ein Verlassen ihrer Heimat nicht in Betracht ziehen.

Sprachlich anspruchsvolle Abenteuergeschichte

Doggerland ist ein sprachlich gut durchdachter und sehr spannender Zeitreiseroman. Die Zwillinge erzählen ihre Geschichten in einer modernen Jugendsprache, die nie profan oder übertrieben daherkommt. So kann man sich wunderbar in die unterschiedlichen und oft gegensätzlichen Blickwinkel von Leya und Lex hinein fühlen.

Sehr anschaulich wird der Zeitsprung durch die veränderte Sprache von Alif. Seine Beschreibungen der Natur und des Lebens in der Steinzeit in einer Art poetischen Umschreibung lassen den Lesenden wunderbar in diese fremde Welt eintauchen. Auch die Schilderungen der Natur und Lebensweise der Steinzeitmenschen laden zum Träumen ein und bringen vor allem Lex und auch moderne Leser die Natur um uns herum wieder etwas näher. Schließlich sind Klimawandel, Angst vor Veränderungen und Verfolgung Andersdenkender ein verbindendes Element der beiden Zeiten.

Der Epilog, der noch zu Beginn dieses Jahres aktualisiert wurde, erträumt einen Blick in die Zukunft, in der wir Menschen unsere Innovationsfähigkeit dazu verwenden im Einklang mit uns selbst und unserer Umwelt zu leben.

Fazit

Daniel Bleckmann ist mit Doggerland ein spannender, kluger und historisch interessanter Roman gelungen. Er lässt die Leser atemlos mit Lex und Leya die Steinzeit erkunden und bietet genug Fakten und Anlässe, um sich selbst nach der Lektüre mit den vielen unterschiedlichen Themen des Buches eingehender zu beschäftigen.

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