Ella im Garten von Giverny

  • Prestel
  • Erschienen: März 2021

Illustrationen von Monika Vaicenaviciené; Hardcover, 40 Seiten

ISBN: 9783791374758

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Rita Dell'Agnese
81%

Kinderbuch-Couch Rezension von Rita Dell'Agnese Mai 2022

Idee

Durch die Begegnung der Hauptfigur mit dem Maler wird dessen Leben lebendig geschildert.

Bilder

Vor allem der Garten in Giverny lebt in den Bildern auf.

Text

Die Dialoge zwischen Ella und dem Maler beschränken sich auf das Notwendigste.

Begegnung mit dem Impressionismus

Ellas Vater, ein Kunstmaler aus den USA, zieht mit seiner Familie in ein Hotel im kleinen Ort Giverny, nahe Paris. Denn dort lebt der von ihm verehrte Maler Claude Monet. Während sich Ellas Vater jedoch nicht traut, auf sein Idol zuzugehen, zieht es Ella magisch zum Garten des Malers. Dort entdeckt sie ihn und beobachtet, wie er die Seerosen im Teich malt. Als Claude Monet auf das Mädchen aufmerksam wird, holt er sie zu sich und lädt sie ein, mit ihm zu malen. Dabei erzählt er ihr aus seinem nicht immer einfachen Leben.

Gelungener Zugang zum berühmten Maler

Wie vermittelt man Kindern den Zugang zum Impressionismus? Daniel Fehr und Monika Vaicenaviciene haben einen Weg gefunden, den Kindern diesen Bereich der Malerei zu eröffnen. Sie lassen dazu ihre kleine Heldin Ella in Monets Garten in Giverny spazieren und auf den Maler treffen. Das sich daraus entwickelnde Gespräch eignet sich sehr gut, um nicht nur den Malstil zu erklären, sondern auch gleich etwas über die Lebensumstände von Claude Monet zu vermitteln. Dabei ist weder der Tod seiner Frau Camille noch seine zeitweise desaströse finanzielle Lage ausgespart geblieben. Ob diese tatsächlich dem Umstand geschuldet ist, dass er seine Frau bis zu ihrem Tod pflegen und die Kinder betreuen musste, sei dahingestellt.

Malen, was er sieht

Interessant ist der Zugang, den Claude Monet der kleinen Bilderbuchheldin Ella zur Malerei eröffnet: Er erklärt ihr, dass er mit seinen Bildern nichts beschönigen wollte, sondern das malte, was er sah. Dass er damit seiner Zeit voraus war, zeigt sich in seinem späteren Erfolg. Ella ermuntert er, an sich zu glauben und zu malen, auch wenn sie ihr Werk eher kritisch betrachtet. Allerdings bleibt hier auch ein etwas schaler Nachgeschmack: Ella empfindet ihr Bild als hässlich, Claude Monet lässt diese Einschätzung unkommentiert im Raum stehen. Hier wäre es sowohl dem berühmten Maler als auch der Kunst als solches gerechter gewesen, dem Kind klarzumachen, dass es in der Kunst kein „hässlich“ gibt. Damit hätte man auch den kleinen Betrachterinnen und Betrachtern des Bilderbuchs eine wichtige Erkenntnis mit auf den Weg geben können.

Bilder mit Wiedererkennungseffekt

Die Illustratorin hat die Welt des Gartens von Monet wie auch die Gesellschaft jener Zeit gut umgesetzt. Zwar ist meist wenig vom Stile Monets in den Bildern wiederzuerkennen, dennoch ist sein Umfeld gut eingefangen und wird den Kindern nachvollziehbar vermittelt. Ein echter Pluspunkt ist die Bildergalerie zum Schluss des Buches und auch der Informationsteil ist eine gute Bereicherung.

Fazit

Wer seinem Kind die Welt der Malerei näherbringen möchte, ist mit diesem Bilderbuch auf jeden Fall gut bedient. Es informiert nicht nur spielerisch über die Entstehung des Impressionismus, sondern erzählt auch die Geschichte des französischen Malers Claude Monet auf unterhaltsame Weise.

Ella im Garten von Giverny

Daniel Fehr, Prestel

Ella im Garten von Giverny

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