Undercover Robot - Mein erstes Jahr als Mensch

Erschienen: März 2021

Bibliographische Angaben

übersetzt von Henriette Zeltner-Shane; Hardcover, 256 Seiten

ISBN: 9783845839653

Couch-Wertung:

81%
Idee
Text

Idee

Ein Androide in der Schule ist nicht neu, aber die Umsetzung mit Dotty funktioniert.

Text

Potenzial nicht voll ausgeschöpft, aber dennoch mit vielen starken Witzen und viel Herz geschrieben.

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Julian Hübecker
Ein Robotermädchen auf großer Mission

Buch-Rezension von Julian Hübecker Apr 2021

Dotty darf endlich in die Schule. Das klingt so weit nicht ungewöhnlich – doch Dotty ist ein Roboter und Teil eines Pilotprojekts. Dafür muss sie ein ganzes Schuljahr wie ein normales Kind zur Schule gehen, ohne enttarnt zu werden. Kann sie sich anpassen und mithilfe ihrer Analysen vorgaukeln, ein richtiger Mensch zu sein?

„Lässig holte ich einen Silikonpopel aus meiner Nase und warf ihn auf den Boden – laut meiner Datenbank ein typisch menschliches Verhalten.“

Erschaffen wurde Dotty von Professor Katnip und seinem Team mit dem Ziel, Roboter immer menschlicher werden zu lassen. Insgesamt fünf dieser Androiden werden auf der ganzen Welt gleichzeitig in Schulen eingeschleust, um am Ende einen Gewinner zu küren und 10 Millionen Dollar Preisgeld einzusacken. Um keine Verdachtsmomente aufkommen zu lassen, kommt Dotty bei Mr. Katnips Familie als entfernte Verwandte unter – sehr zum Unmut von Mrs. Katnip. Einen Freund findet Dotty in Ricky, dem Sohn der Katnips, der allerdings auch nichts von ihrer wahren Identität weiß.

Die ersten Wochen in der Schule gestalten sich für Dotty schwierig, da sie von einem Missgeschick ins nächste rauscht. Ihre Robotersinne scannen zwar unentwegt die Menschen um sie herum und können so deren Gefühle und Absichten gut einschätzen, doch auch ein Android muss sich schlaumachen und aus Fehlern lernen (diese ordnet sie in „Ups!“ der Stufen 1 bis 10 ein). Ihr Ziel ist es, Freundschaftspunkte zu sammeln – je mehr, desto größer die Chance, schlussendlich zu gewinnen. Doch kein Computerprogramm kann sie auf den alltäglichen Wahnsinn einer Schule vorbereiten, und so steht sie allzu oft kurz davor, aufzufliegen.

Konsequent komisch

Im Grunde ist es kein Geheimrezept: Androiden, die lernen müssen, wie es ist, ein Mensch zu sein, sind einfach witzig. Sie wirken naiv und verkrampft, nehmen alles wörtlich und treten daher in viele Fettnäpfchen. Auch Bertie Fraser und David Edmonds bedienen sich dieser Klassiker – was okay ist, da sie halt einfach funktionieren. Daneben lassen sie sich aber einiges Neues einfallen, weshalb der ein oder andere Lacher (siehe Silikonpopel) unerwartet und überraschend kommt.

Dotty an sich muss man einfach lieb haben. Auch wenn gegen Ende die Befürchtung aufkommt, dass eine Android-gegen-die-Menschheit-Geschichte draus wird, so kriegen die Autoren doch die Kurve und bleiben auf einer kindlich-lustigen Schiene, die allerdings Potenzial für mehr hat. Insbesondere die Schule als Ort der Möglichkeiten wird nicht optimal ausgenutzt und zu wenig auf den Kopf gestellt.

Dieses Buch eignet sich vor allem für solche, die den ein oder anderen Lacher brauchen, um in einer Geschichte ihren Spaß zu finden. Da funktioniert Undercover Robot ausgezeichnet und liest sich wie eine Disney-Kinderserie, bei der im Off das Lachen der Zuschauer zu hören ist.

Fazit

Eine sehr lustige Geschichte um ein Robotermädchen, das lernen muss, wie man sich als Mensch zu benehmen hat. Dotty ist definitiv ein Star unter den Robotern und muss unbedingt noch einiges mehr erleben!

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