Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
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Idee

Die Idee und die Gesamtaufmachung des Buches ist gut. Schade nur, dass es einige Ausfälle gibt und die Rolle eines Engels keine Struktur aufweist.

Bilder

Die Zeichnungen ergänzen den Inhalt und stellen kurze Episoden dessen dar. Sie sind ganz niedlich und der wölkchenweisse Hintergrund lässt sie deutlich wirken. Einen besonderen Charakter weisen sie aber nicht auf.

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Die meisten Geschichten sind niedlich, kindlich, aber nicht umwerfend. Die Mischung mit Gedichten aus dem Volksgut macht einiges Wett. Die Geschichten mit religiösen Aspekten sind fehl am Platz und falsch.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Nov 2005

In ";Dein Engel hat dich gern"; flattern dem Leser und Betrachter auf den ersten Blick jede Menge kleiner Engel auf wölkchenweißem Hintergrund entgegen. Der himmelblaue Einband tut sein übriges, um die Engelsgeschichten in das rechte Licht zu rücken und für ausreichend Stimmung zu sorgen.

Engel, wo man nur hinschaut! Auf insgesamt 93 Seiten bietet das Buch ";Dein Engel hat dich gern"; mehr als dreißig Engelsgeschichten und Engelsgedichte. Diese wechseln sich in dem Buch immer ab, so dass nach einer Geschichte, die oft über mehrere Seiten geht, ein Gedicht eine willkommene Auflockerung ist.

Zu Beginn wird von Freundschafts- und Schutzengel erzählt, die Kinder in ihrem Leben begleiten, ihnen helfen und auf sie aufpassen. Die Geschichten vermitteln auf positive Weise und der kindlichen Erlebniswelt entsprechend eine Mut machende Botschaft und viel Heiterkeit. So gibt es Geschichten, in denen, ein Engel Kindern hilft, Freundschaften herstellt und ihnen Mut macht. Auf der anderen Seite wird das Leben der kleinen Engel im Himmel dargestellt und es wird deutlich, dass sie die gleichen Probleme haben, wie die kleinen Erdenbürger. Somit dienen sie als Identifikationsfigur und die Kinder können mögliche persönliche Probleme in den Inhalten wieder finden und vielleicht für sich lösen. Die Texte sind einfach und verständlich geschrieben und somit ist es auch für jüngere Kinder keine Schwierigkeit eine längere Geschichte zu verfolgen, zumal sie der Inhalt nicht übermäßig gehaltvoll ist. Wer aber stilistische Besonderheiten erwartet, ist hier fehl am Platz. Niedlich und kindlich wäre hier sicherlich eine passende Beschreibung.

Es gibt also viele, auch sehr volkstümliche Geschichten und Gedichte über Engel, die uns Menschen bewachen und den Kindern dadurch das Gefühl von Schutz und Sicherheit geben. Besonders die Gedichte eignen sich, um sie herauszuschreiben und z.B. gerahmt über dem Bett des Kindes aufzuhängen.

Eine insgesamt positive Grundstimmung macht sich in dem Buch breit, denen man einige gute Inhalte abgewinnen kann, die auch außerhalb dessen genutzt werden können.

Die kleinen Zeichnungen, stellen Szenen oder kurze Passagen aus den Inhalten dar und lockern das Buch somit auf. Doch nicht nur von dem, was die kleinen Engel darstellen, passen sie zum Inhalt der Texte, sondern auch, wie sie dies tun: niedlich und ein bisschen kitschig, aber bestimmt keine künstlerische Meisterleistung.

Es gibt allerdings auch Passagen in dem Buch, die äußerst denkwürdig sind und wo man über das Ziel des Buches doch sehr ins Grübeln gerät.

So tauchen Geschichten mit vermeintlichem religiösem Hintergrund auf, die aber weder von der Art, noch vom Schreibstil in das Buch passen. Der Text über den heiligen Michael z.B. ist überaus abgehackt und mit vielen schweren Begrifflichkeiten gefüllt. Das alleine wäre ja noch nicht so schlimm, aber wirklich Tränen in die Augen bekommt man bei der letzten Geschichte. Hier wird eine Suppe aus Engeln, Christkind und Weihnachtsmann gekocht, die sachlich derart falsch ist, dass man sich wahrhaft die Zunge verbrennt. Es wäre sehr sinnvoll gewesen, hier die einzelnen Figuren in ihrer Rolle im Vorfeld zu definieren. Was hat der Weihnachtsmann mit dem Christkind zu tun? Sie können ja in einem Weihnachtsbuch zusammen auftauchen, aber bitte nicht so vermischt in einer Geschichte.

Zudem gibt es ein Gedicht das sich ";Zehn kleine Engelchen"; nennt. Es ist ein derart schlechter Abklatsch aus ";zehn kleine Negerlein"; und ";Zehn kleine Jägermeister";, dass man es nur noch als misslungen bezeichnen kann. Die Strophe sechs, in der sich ein Engelchen durch zuviel Bier ins Jenseits befördert, bedarf an dieser Stelle wohl keiner weiteren Kommentierung.

In den Geschichten werden Engel in verschiedener Weise dargestellt. Leider wird zu Anfang des Buches nicht klar definiert, was denn ein Engel wirklich ist, bzw. als was er in diesem dargestellt wird. Der unterschiedliche Charakter, der von der Geschichte, die vom niedlichen kleinen, fast kindhaften Engel erzählt, über Schutzengelgeschichten, Gedichten aus dem Volksgut, bis hin zu wahrhaft verkitschten und inhaltlich falschen Geschichten mit dem Versuch von religiösem Hintergrund lässt keinen roten Faden erkennen. Sicherlich müssen die Inhalte nicht aufeinander aufbauen, das sollen sie in einer Art Sammelband auch nicht, dennoch sollte eine Linie gegeben sein, welche die Vielfältigkeit, die das Buch besitzt, nicht einschränken bräuchte.

Fazit

";Dein Engel hat dich gern"; bietet neben etlichen träumerischen Geschichten und Gedichten, die himmlische Gefühle auslösen, leider auch Passagen, die wirklich schmerzen.

Dorothee Langer

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