Arthur und der Elefant ohne Erinnerung

Erschienen: April 2021

Bibliographische Angaben

Hardcover, 48 Seiten

ISBN: 9783833742460

Couch-Wertung:

98%
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Bilder
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Idee

Eine gelungene Kombination zweier toller Protagonisten.

Bilder

Die Bilder sind voller menschlicher Wärme und Farben.

Text

Der einfach gehaltene Text ist ausdrucksstark.

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Rita Dell'Agnese
Feinfühliger Zugang zum Thema Demenz

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Jun 2021

Was ist das nur? Als Arthur plötzlich nass wird, glaubt er zunächst an Regen. Doch dann erkennt er: Es sind die Tränen eines großen Elefanten, der traurig darüber ist, dass er plötzlich alles vergessen hat. Arthur will dem traurigen Elefanten helfen und lädt ihn zum Spielen mit seinen Freunden ein. Alle haben viel Spaß und der Elefant ohne Erinnerung vergisst für ein paar Stunden sein Dilemma. Als es aber Abend wird und die Kinder heimgehen, rätselt Arthur, was denn nun mit dem traurigen Elefanten geschehen soll. Er stellt ihn seiner Familie vor. In diesem Moment erinnert sich der Elefant daran, dass ja auch er mal eine Familie hatte.

Berührende Geschichte

Mit viel Feingefühl beschäftigt sich die Autorin Maria Girón mit dem Thema Demenz. Das langsame Vergessen schreibt sie in diesem Fall ausgerechnet jenem Tier zu, das für sein Erinnerungsvermögen bekannt ist. Ein gut gewähltes und für Kinder überzeugendes Bild. Besonders schön ist der Umstand, dass der Elefant trotz fehlender Erinnerungen viel Spaß mit den Kindern hat und einen Nachmittag lang selber fast schon zum Kind werden kann. Im übertragenen Sinn ermuntert das das Kind, sich mit seinem dementen Angehörigen auseinanderzusetzen und den Menschen trotz Erinnerungslücken in den Alltag einzubeziehen.

Gelungene Illustration

Maria Girón hat nicht nur die Geschichte entwickelt, sie hat auch gleich die Illustrationen dazu beigesteuert. Es sind liebevoll gezeichnete Bilder voller Farben und Lebensfreude, aber auch da und dort mit etwas Melancholie. Alleine schon die Bilder animieren die betrachtenden Kinder dazu, sich intensiver mit der Geschichte auseinanderzusetzen und den Eltern Fragen über das Vergessen zu stellen.

Fazit

Dieses Bilderbuch ist nicht nur eine wunderbare Option, wenn in der Familie ein Fall von Demenz auftaucht. Es eignet sich auch bestens, um den Kindern den Alterungsprozess generell näher zu bringen und ihm zu erzählen, wie es kommen kann, dass sich jemand plötzlich nicht mehr erinnert. Generell gehört Arthur und der Elefant ohne Erinnerung zu den Bilderbüchern, die viele Emotionen wecken.

Arthur und der Elefant ohne Erinnerung

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