Die Erfinderbrüder und der Superduperkleber

Erschienen: Mai 2021

Bibliographische Angaben

Illustrationen von Susanne Göhlich; Hardcover, 96 Seiten

ISBN: 9783570177778

Couch-Wertung:

90%
Idee
Bilder
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Idee

Die Idee zweier Brüder, die nur Flausen im Kopf haben, ist nicht neu. Aber Kasimir und Kurt kennenzulernen, ist ein Muss!

Bilder

Bunt und liebevoll gestaltet präsentieren sich die Zeichnungen rund um die Alltagsgeschichte des Duos.

Text

Zum Vorlesen und für geübte Leser hervorragend geeignet, zum Lesen lernen noch zu schwierig formuliert.

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Sandra Dickhaus
Was kann man mit Schneckenschleim, Kaugummi, Popeln und vielen anderen schmierigen Utensilien wohl zusammenkleben?

Buch-Rezension von Sandra Dickhaus Aug 2021

Geheimerfinder sind ganz selten und kaum jemand kennt sie. Aber hier können wir genau in den turbulenten Alltag zweier junger Exemplare hineinschauen: Es handelt sich um die Brüder Kasimir und Kurt, die Sachen erfinden, die so ideenreich sind, dass selbst Erwachsene staunen. Allerdings hat ihre Erfinderwut auch einen kleinen Haken: nicht alle bzw. fast gar keine revolutionären Neuheiten finden großen Gefallen bei Mama und Papa. Jede neue Erfindung geht oft auch mit der Zerstörung alter Sachen einher. Doch dafür hat das Duo einen Plan B: Alles, was schief gegangen ist oder wofür es eventuell riesigen Ärger gibt, steckt man schnell in die „Kiste des Vergessens“ und schiebt sie ganz hinten unters Bett. Meist beschuldigen sich Mama und Papa dann gegenseitig, dass sie die Sachen verschlammt haben. Ein guter Plan mit wenig Ärger! Ein anderer guter Aspekt an den revolutionären Erfindungen ist deren Nachhaltigkeit. Da wird mit Schneckenschleim, alten Wäscheklammern, Popeln, Haargel und Kaugummi experimentiert.

Kasimir ist genervt: Nichts klebt zusammen wie es soll

Heute ist Kasimir besonders genervt. Er soll sein Traumhaus aus zwei Stockwerken mit sieben Zimmern und drei Balkonen bauen. Dafür darf er nicht mehr als 753, aber auf keinen Fall weniger als 148 Streichhölzer verwenden. So lautet die Arbeitsanweisung seiner Klassenlehrerin Frau Siebenstein. Der Bau dieses architektonischen Meisterwerks scheitert aber daran, dass der Kleber alles andere verklebt (z.B. Haare, Finger, diverse Gegenstände, Kleidung), aber die einzelnen Streichhölzer nicht miteinander verklebt. Da fassen die beiden Brüder einen Plan: Ein Superduperkleber muss erfunden werden. Und sie machen sich ans Werk, mit allem, was klebrig ist. Nebenbei können sie dabei auch noch einen Dieb stellen und Kommissar Kassler helfen. Wenn das nicht mal eine gelungene Aktion ist.

Ein hervorragendes Vorlesebuch, aber nicht zum Lesen lernen geeignet

Ein Vorlesebuch, das es in sich hat. Hier vereinen sich Witz, charmante Frechheit und erfindungsreiche Ideen miteinander. Die beiden Brüder Kasimir und Kurt muss man einfach gern haben. Sie meinen nie etwas böse, was sie anstellen, sondern wollen durch ihre Erfindungen, die sie im Verborgenen tätigen, helfen oder eine Sache besser machen können. Leider sehen die Erwachsenen dies nicht immer so. Aber durch ihre Gabe, schnell wieder für Gutwetter zu sorgen, wird ihnen das dann doch verziehen. Auch wenn Tante Irmi sie für rüpelhafte Rabauken hält.

Gut und gekonnt vermag es die Autorin von den Alltagsabenteuern der beiden Jungen zu erzählen. Dabei nutzt sie für Kinder gebräuchliche Wörter und schreibt so konkret, dass man sofort weiß, was gemeint ist. Als Lektüre zum Lesen lernen oder als Erstlesebuch ist es nicht zu empfehlen, da die Kapitel dafür zu lang und die Wortanzahl zu groß ist. Geübte Leser haben damit aber absolut kein Problem und zum Vorlesen ist es bestens geeignet. Die Illustrationen füllen hierbei manchmal eine gesamt Seite und wirken bunt, auf den Punkt gebracht und passend. So frech, aber auch liebenswert wie man die Brüder kennenlernt, werden sie hier auch in den unterschiedlichsten, häufiger mal prekären, Situationen dargestellt.

Fazit

Wer auf immer neue Erfindungen, eine Diebesjagd und Flausen im Kopf steht, der ist hier richtig! Spannend, lustig und ansprechend wird der Alltag zweier Brüder erzählt, die ihn sich mit ihren bahnbrechenden Erfindungen vereinfachen wollen – auch wenn dies nicht immer auf die Zustimmung von Erwachsenen stößt.

Die Erfinderbrüder und der Superduperkleber

Die Erfinderbrüder und der Superduperkleber

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