Else und Luise - Allerbeste Schwestern

Erschienen: Juli 2021

Bibliographische Angaben

Illustrationen von Joelle Tourlonias; Hardcover, 32 Seiten

ISBN: 9783219119220

Couch-Wertung:

95%
Idee
Bilder
Text

Idee

Die Idee eines Buches über Schwestern, die sich so eng miteinander verbunden fühlen, dass kein Platz für eine weitere Freundin vorhanden ist, ist originell und gelungen. Die Charaktere sind freundlich und liebenswert.

Bilder

Die Bilder sind niedlich und passen gut zum Text. Besonders schön sind die harmonischen Farben und sympathischen Figuren.

Text

Der Text passt gut zum Alter der Zielgruppe. Die Geschichte ist lustig und interessant erzählt.

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Kathrin Walther
Eifersucht unter eigentlich allerbesten Schwestern

Buch-Rezension von Kathrin Walther Okt 2021

Mit Geschwistern ist das so eine Sache. An manchen Tagen versteht man sich, an anderen ist man sich spinnefeind. Doch es soll auch Geschwisterpaare geben, die alles zusammen machen und nicht ohne den anderen sein wollen. So ist es auch bei den beiden Nilpferdmädchen Else und Luise, die zusammen allerbeste Schwestern sind. Ob ihre Schwesternfreundschaft wohl auch Bestand hat, wenn sie noch durch ein Mitglied mehr erweitert wird?

Wenn zu Zweien noch eine Dritte hinzukommt

Else und Luise machen einfach alles zusammen, denn sie sind allerbeste Schwestern. Den ganzen Tag liegen sie gemeinsam in ihrem Fluss in Afrika, sodass nur ihre Köpfe aus dem Wasser ragen. Erst abends verlassen sie ihren Platz, um zu fressen und an Land zu entspannen. Eines Tages wird die Ruhe der beiden durch lautes Getrappel gestört. Da Luise neugierig ist, wer das Geräusch verursacht, steigt sie aus dem Fluss, um der Sache nachzugehen. Die kleinere Else bleibt lieber im Wasser, denn alles andere ist ihr viel zu anstrengend. Luise findet heraus, dass das Getrappel vom Nashornmädchen Mechthild stammt und beobachtet sie auch am nächsten Tag interessiert bei ihrem Gerenne. Irgendwann beschließt sie, sich von Mechthild zeigen zu lassen, wie das „mit diesem Rennen“ so funktioniert. Gemeinsam mit ihrer neuen Freundin hat Luise eine Menge Spaß, sodass sie nun täglich viel Zeit mit ihr verbringt. Else kann Luises Ausflüge zu Mechthild überhaupt nicht verstehen und fühlt sich von ihrer Schwester im Stich gelassen, denn waren sie nicht eigentlich allerbeste Schwestern? Ob die beiden Nilpferdmädchen eine Lösung für ihre Schwesternfreundschaft finden werden?

Kein Platz für Dritte

Nicht nur in Freundschaften, auch unter Geschwistern kann es zu Eifersucht kommen. Oft geht es dabei um die Gunst der Eltern, doch manchmal wird auch ein Geschwisterkind eifersüchtig, wenn eine weitere Person plötzlich mehr Aufmerksamkeit von der geliebten Schwester oder dem tollen Bruder bekommt. Wie sich das zurückgesetzte Geschwisterkind dann fühlt und wie es oder auch beide mit der neuen Situation umgehen können, zeigt Michael Engler in seinem Bilderbuch rund um die beiden Schwestern Else und Luise.

Sowohl sprachlich als auch inhaltlich passt die Geschichte gut zur Zielgruppe, die mit Kindern ab vier Jahren angegeben ist. Einige lustige Ideen lassen vor allem Kinder schmunzeln, wie beispielsweise die Hobbys der beiden Schwestern: Pupsblasen unter Wasser machen oder sich von Vögeln sauberpicken lassen. Jede (Doppel-)Seite verfügt über einen längeren Textabschnitt und ein passendes Bild, sodass die Geschichte auch nach mehrmaligem Vorlesen nicht langweilig wird. Die Handlung ist interessant und abwechslungsreich und veranschaulicht kindgerecht, dass man trotzdem allerbeste Schwestern, Freundinnen oder Geschwister sein kann, auch wenn der andere seine Zeit mal mit jemand anderem verbringt und sich dadurch nichts an der Grundbeziehung ändert.

Niedliche Bilder

Wie so oft in Büchern von Michael Engler illustriert auch dieses Mal wieder Joëlle Tourlonias die Geschichte. In ihrem unverwechselbaren Stil, der sich durch eine harmonische Farbwahl und niedliche Figuren auszeichnet, lässt sie auch dieses Mal die beiden Nilpferdmädchen und das kleine Nashorn Mechthild besonders sympathisch wirken, sodass es nicht schwerfällt, die drei sofort ins Herz zu schließen. Ihre Illustrationen gehen gut auf den Text ein und spiegeln den Inhalt passend wider.

Fazit

Insgesamt wieder ein gelungenes Bilderbuch des bewährten Autoren- und Illustratoren-Duos Michael Engler und Joëlle Tourlonias. Die Geschichte ist originell und erzählt Eifersucht mal nicht aus der Standard-Perspektive zwischen Freundinnen oder Freunden sondern aus Geschwistersicht. Die Charaktere sind sympathisch und die Handlung abwechslungsreich und interessant. Ein gelungenes Buch für allerbeste Schwestern, Freundinnen und Freunde und alle, die gerne eine lustige Geschichte vorgelesen bekommen!

Else und Luise - Allerbeste Schwestern

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