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Idee

Überzeugend ist zunächst der Junge Zack, der ein hohes Identifikationspotenzial bietet. Doch der heimliche Star des Buches ist der Kater, der mit seinen Sprüchen und seiner Eigenwilligkeit die Herzen der Leser gewinnen wird.

Bilder

Einzelne Tusche-/Bleistiftzeichnungen spielen in diesem Buch eher eine untergeordnete Rolle, stellen aber doch auf gelungene Weise die Charaktere dar und greifen so manch schräge Situationen der Handlung auf.

Text

Humor und versteckte Spitzen machen den Reiz der Erzählung aus. Der Autor versteht es, das Buch durch kurze Sätze und sehr viele Dialoge zu einem kurzweiligen Lesevergnügen werden zu lassen.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jan 2006

Eine unglaubliche Geschichte, die uns dieses kleine, eher unauffällige Taschenbuch erzählt. Mag die Erzählung um den Jungen Zack und eine sprechende (!) Katze auch zunächst etwas befremdlich wirken, gewinnt Dan Greenburg die Herzen der kleinen Leser schließlich durch Humor und überzeugende Charaktere.

Zack ist 10 Jahre alt und dauernd passieren dem Jungen merkwürdige Sachen...

In diesem ersten Buch aus der Reihe ";Zacks irrwitzige Abenteuer"; trifft Zack, auf der Suche nach einem Haustier, auf... einen sprechenden Kater. Doch als ob das noch nicht genug wäre, behauptet das Tier auch noch, es sei der verstorbene Urgroßvater des Jungen, der Vater seiner Oma Leah.

Welcher 10-jährige Junge würde da schon widerstehen können?!

Kurzentschlossen nimmt Zack das eigenwillige und extrem anspruchsvolle Tier mit nach Hause. Und da gilt es nun, seinem Vater zu erklären, was es mit dem Tier auf sich hat. Doch Zacks Vater ist nicht so leicht zu überzeugen. Erst als ";Urgroßvater Julius"; Dinge erzählt, die wirklich nur ein Familienmitglied wissen kann, schwindet seine Skepsis.

So gelingt es Zack und dem Kater schließlich auch, den Vater des Jungen zu überzeugen, das Tier mit in die Ferien bei Oma Leah zu nehmen, denn das starrsinnige Tier besteht darauf, seine Tochter wiederzusehen.

Dass Oma Leah noch schwerer zu überzeugen ist, hätte Zack sich eigentlich denken können. Verwirrt und sehr befremdet hört die alte Dame den Kater sprechen. Als der jedoch schließlich auch noch behauptet, er sei ihr Vater und nun als Katze wiedergeboren, besteht Zacks Großmutter auf einen Beweis: Sie möchte von ihm wissen, wie sie ihn als Kind genannt hat. Als der Kater ihr aber nur eine Reihe von falschen Antworten präsentiert und schließlich sagt, die ganze Fragerei mache ihn so nervös, dass er jetzt einen Schnaps oder eine Zigarre brauche, kommt Oma Leah ein Verdacht: Der Kater ist nicht Zacks Uropa Julius, wie er die ganze Zeit behauptet hat... Nein! Er ist Uropa Maurice, das schwarze Schaf der Familie, der Schwiegervater von Oma Leah, der seine Familie noch zu seinen Lebzeiten um einen sehr hohen Geldbetrag betrogen hat.

Nun ist die allseitige Bestürzung komplett. Die schlimmsten Vorhaltungen muss sich die Reinkarnation des ";bösen"; Uropa anhören. Doch als er ansetzt, zu erklären, warum er zurück zu seiner Familie gekommen ist, werden alle still. Zu seinen Lebzeiten als Mensch, hat Urgroßvater Maurice sich einen hohen Geldbetrag von Uropa Julius geliehen und diesen nie zurückgezahlt. Aber jetzt, Jahre später, möchte er den Schaden wieder gut machen. Seine neueste Erfindung, ein Dackel-Pullover in Form eines Hot-Dog-Brötchens, verkaufte sich zwar anfangs schlecht, aber nach einiger Zeit wurde seine Idee zu einem Riesenerfolg und er hat das geliehene Geld wieder hereinbekommen. Die 30.000 Dollar, so eröffnet der Kater nun seiner Familie, liegen auf einem geheimen Bankkonto und sollen nun an Oma Leah zurückgehen.

In der Bank schließlich kommt es noch zu einigen Komplikationen, denn welche Bank gibt schon einer Katze Geld?! Doch als der Bankdirektor die Stimme seines alten Freundes Maurice erkennt, kann die Familie den Betrag samt Zins und Zinseszins mitnehmen. Doch Uropa Maurice wäre nicht er selbst, würde er an die Übergabe des Betrages nicht noch eine letzte Bedingung stellen: Eine Katzenpension in Florida, jeden Morgen zum Frühstück Hering in saurer Sahne und jeden Abend einen Schnaps. Und Zack kann sich schließlich eine andere Katze aussuchen, denn, so sagt sein Uropa, im Tierheim gebe es eine kleine, schwarz-weiße Katze, die zwar Würme und Flöhe habe, aber, und das meint Maurice, sie werde seinen Urenkel überzeugen, dass auch sie früher einmal Teil seiner Familie war...

Dan Greenburg erzählt jungen Leseanfängern mit der Geschichte um Zack und seinen wiedergeborenen Urgroßvater eine schier unglaubliche Geschichte. Und gerade das ist es, was den Reiz dieses Taschenbuches ausmacht.

Zack ist ein 10jähriger Junge, wie er uns jederzeit über den Weg laufen könnte: Neugierig und immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Erlebnissen. Dadurch, und auch durch sein Alter, stellt er eine ideale Identifikationsfigur für die Zielgruppe dar. Doch Zack erlebt eben immer wieder Dinge, von denen seine Altersgefährten nur träumen können.

Und welches 10-jährige Kind würde nicht einmal gerne etwas ähnlich unglaubliches erleben?!

Der Autor versteht es, durch eine sehr kurzweilige Erzählweise, junge Leser an dieses Buch zu binden. Die Geschichte wird aus der Sicht des Jungen erzählt, was es für Leseanfänger einfach macht, der Handlung zu folgen. Und lässt die Bindung/den Bezug zu der Figur Zacks noch enger werden.

Trotz der Bindung, die zwischen der Hauptfigur und jungen Lesern entsteht, will in diesem Buch keine rechte Spannung aufkommen. In dem Taschenbuch ist es eher der Humor der Erzählung und die Charakterdarstellungen von Zack und dem Kater, die den Reiz der Geschichte ausmachen. Kleine Spitzen und vor allem die trockenen ";Sprüche"; des wiedergeborenen Großvaters, werden bestimmt so manchen zum Schmunzeln bringen.

Das Buch ist durch die große Typographie und die kurzen, sinnvoll gegliederten Kapitel sehr gut für Leseanfänger geeignet. So lassen erste Erfolgserlebnisse nicht lange auf sich warten.

In unregelmäßigen Abständen finden wir Schwarzweiß Zeichnungen, mal eine ganze Seite, mal sich über eine halbe Seite erstreckend, die Momente aus der Erzählung aufgreifen. Und obwohl die Darstellungen in diesem Buch eher eine untergeordnete Rolle spielen, gelingt es der Illustratorin Regine Kehn (die bereits ganz wunderbar das ";Pentomino-Orakel"; illustriert hat) wieder einmal, die Protagonisten auf ihre bekannt reduzierte aber ausdrucksstarke Weise darzustellen. In ihren klaren Illustrationen finden wir so manchen ";humoresken"; Augenblick wieder. So steht zum Beispiel Zacks Vater und Oma die Skepsis buchstäblich ins Gesicht geschrieben.

Fazit:

Von einer ";Kater-Katastrophe"; kann eigentlich keine Rede mehr sein, denn mit diesem Band aus der Reihe ";Zacks irrwitzige Abenteuer";, gelingt es dem Autor eine enge Bindung zwischen Hauptfigur und Leser aufzubauen. Ein mangelnder Spannungsbogen wird durch den vorherrschenden Humor und durch die gelungene Darstellung des eigenwilligen Charakters des schrulligen Katers mehr als wett gemacht. Der Leser darf gespannt sein, welches irrwitzige Abenteuer der Junge Zack im nächsten Band erlebt.

Simone Brinkschulte

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