Essbare Pflanzen und ihre Geschichte(n)

Illustrationen von Alberto Montt; Hardcover, 48 Seiten

ISBN: 3964281107

Essbare Pflanzen und ihre Geschichte(n)
Essbare Pflanzen und ihre Geschichte(n)
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Alexandra Fichtler-Laube
86%

Kinderbuch-Couch Rezension vonMär 2022

Idee

Anhand unserer Nahrung wird die Vererbungslehre und die Züchtung mit vielen Bildern klar und verständlich gezeigt und erklärt.

Bilder

Mehr Bilder als Text, bunt und oft witzig, macht aus einem vielleicht langweiligen Thema eine kurzweilige Beschäftigung.

Text

Kurze Texte, die nicht überfordern beschäftigen sich mit einem komplexen Thema.

Was isst du so?

Unser Speiseplan hängt häufig von unserer Heimat und von unseren Kenntnissen ab. Bestand das deutsche Sonntagsessen früher meist aus Möhren, Erbsen oder Rosenkohl, finden sich heutzutage auch mal Mais oder Linsen auf unseren Tellern. Dazu sind Kiwi, Süßkartoffel oder Rooibostee auch einige Neulinge in unserer Küche.

Das Sachbuch Essbare Pflanzen und ihre Geschichte(n) beschäftigt sich mit bekannten und unbekannten Pflanzen, die weltweit auf Tellern oder gleich im Mund landen. Dabei erklärt es unter anderem, warum wir von den 300.000 essbaren Pflanzenarten gerade mal 12 täglich essen und nur einige wenige mehr für etwas Abwechslung sorgen. Um die Versorgung zu sichern und immer mehr Menschen ernähren zu können, wurden einige Pflanzen von uns verändert – sie wurden zu Hochleistungsprodukten gezüchtet.

Wie genau das funktionierte und welche Voraussetzungen es dafür geben musste wird hier mit vielen Illustrationen, manchmal auch im Comicstil, ganz genau dargelegt.

Das A und O der Gemüsezucht

Dieses Sachbuch rund um Gemüse und Co. stellt ganz viele Fragen. Denn Neugier war und ist es immer noch, was uns Menschen forschen und neue Wege gehen lässt. Durch viel probieren und beobachten wurden die verschiedenen Pflanzen und Früchte über die Jahrhunderte katalogisiert und es wurde herausgefunden, wie sie sich vermehren und was sie unbedingt dazu benötigen, um kräftig und gesund zu wachsen. Durch Experimente und besondere Züchtungsmethoden wurden dann einige nach unseren Maßstäben und Wünschen geformt.

Es ist sehr interessant zu erfahren, dass zum Beispiel unser Mais heute so ganz anders aussieht als seine Ursprungspflanze, oder dass es viel mehr Varietäten von Tomaten, Kartoffeln und Co. gibt, als man sich vorstellen kann – und man leider jemals zu Gesicht bekommt.

Die sehr wichtige Gegenüberstellung der Methoden mit ihren Einflüssen auf unser tägliches Leben macht die Arbeit all der Wissenschaftler sehr verständlich. Es werden die vielen Errungenschaften genauso hervorgehoben, wie auch die Bedeutung von Vielfalt und Umweltschutz für unser weiteres Überleben.

Dieses Sachbuch ist mehr Bilderbuch als die schnöde Wiedergabe von Fakten. Dies erhöht die Anschaulichkeit ungemein und ist schon vom alten Spruch „Das Auge isst mit“ her besonders passend. Dadurch trauen sich sicher Kinder und Jugendliche eher, sich mit diesem überaus spannenden Thema auch außerhalb der Schule zu beschäftigen.

Fazit

Mit kurzen, verständlichen Texten und ganz vielen bunten und eindrücklichen Illustrationen erklären Iban Eduardo Muñoz und Alberto Montt Vererbung und Züchtung so angewandt, dass die ewig komplizierten Sätze im Biologiebuch endlich Sinn machen.

Essbare Pflanzen und ihre Geschichte(n)

, Jacoby & Stuart

Essbare Pflanzen und ihre Geschichte(n)

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