Kunstfresser

Erschienen: August 2021

Bibliographische Angaben

Hardcover, 64 Seiten

ISBN: 9783965941090

Couch-Wertung:

90%
Idee
Bilder
Text

Idee

Die beiden Museumsmotten sind sympathische Begleiter durch das Sachbuch.

Bilder

Die Bildsprache ist klar und schnörkellos, aber voller witziger Details.

Text

Die Informationen sind so gehalten, dass auch jüngere Kinder sie weitgehend verstehen können.

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Rita Dell'Agnese
Museumsbesuch auf „mottisch“

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Nov 2021

Den Kindern das Museum näher bringen – keine leichte Aufgabe. Zwar haben viele Museen die Zeichen der Zeit erkannt und sich viele Gedanken für den spielerischen Zugang mit ihren Exponaten gemacht, doch stößt die Ankündigung eines Museumsbesuches bei vielen Kindern noch immer auf wenig Gegenliebe. Da steuert Christine Ziegler nun mit ihrem Bilderbuch Kunstfresser – Aus dem Leben einer Museumsmotte gegen. Mottenkind Jolinde darf da nämlich ihrem Onkel Heribert beim Museumsbesuch über die Schultern blicken. Und der erklärt dem Mottenkind ganz schön viel. Unter anderem, wie Kunstwerke geschützt werden, wie sie restauriert werden und vor allem auch, wer alles Kunstwerke kaputt macht.

Passende „Helden“

Heribert und Jolinde sind passende Figuren, um sich mit dem Bewahren, Ausstellen und Sammeln von Kunstwerken auseinanderzusetzen. Dass Christine Ziegler hier auf „Helden“ zurückgreift, die für die Kunstwerke an sich eine Gefahr darstellen, übt einen besonderen Reiz aus. Denn für einmal können die Kinder sich in einer ganz anderen Rolle als bloß die des Betrachters wiederfinden. Wunderbar gelungen ist besonders Jolinde als aufmerksames und forschendes Mottenkind, das viele Fragen stellt aber auch da und dort Ermüdungserscheinungen zeigt. Es entspricht ganz und gar dem Verhalten der Menschenkinder, die sich damit gut mit Jolinde identifizieren können.

Einladung zum Mitmachen

Das Buch ist nicht nur ein bloßes Sachbuch, es ist auch eine Einladung an die Kinder, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und an vielen Orten mitzumachen, zu basteln oder zu experimentieren. Dieser Mix macht die Kunstfresser zu einem überraschenden und überzeugenden Werk, das die Kinder auf verschiedensten Ebenen anzusprechen vermag. Dazu trägt natürlich auch die optische Umsetzung von Stephanie Marian bei, die nicht nur die beiden Protagonisten ins richtige Licht setzt, sondern dem Museum durch eine klare Linienführung auch ein gut nachvollziehbares Gesicht gibt. Dass sich auf vielen Bildern Details verbergen, die ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern, ist eine zusätzliche Einladung, sich vertieft mit den Darstellungen auseinanderzusetzen.

Fazit

Das Buch Kunstfresser – Aus dem Leben einer Museumsmotte ist eine ganz andere Form von lustvollem Museumsbesuch. Im Buch stecken viele Anregungen, Informationen und Überraschungen. Es ist auf jeden Fall eine gute Grundlage, um einen späteren Museumsbesuch zu einem Erlebnis zu machen.

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