Kasimir von Käsebleich kommt in die Schule

Erschienen: März 2006

Couch-Wertung:

72%
Idee
Bilder
Text

Idee

Eine sehr überzeugende Hauptfigur und eine fantasievolle Handlung machen dieses Buch zu einem Lesevergnügen, das nur durch das Ende etwas in Mitleidenschaft gezogen wird.

Bilder

Das Buch enthält nur wenige Schwarz- weiß- Zeichnungen, die jeweils eine Szene aus der zahlreichen Geschichte darstellen. Der Text steht in diesem Buch im Vordergrund, so dass Bilder eher zweitrangig sind.

Text

Die Autorin erreicht mit Wortwahl und Erzählform direkt ihre Zielgruppe und erzeugt dadurch die Spannung. Viele Dialoge und die originellen Namen der Charaktere werden manchen Leser zum Schmunzeln bringen.

Leser-Wertung

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Mär 2006

Mit ihrem zweiten Buch über Kasimir von Käsebleich, ";Kasimir von Käsebleich kommt in die Schule";, liefert Angela Sommer-Bodenburg eine unterhaltsame Mixtur aus Spannung, Humor und Fantasie. Die fantastische Geschichte um den kleinen sympathischen Geist Kasimir wird junge Leser schnell begeistern und zum Weiterlesen animieren.

Kasimir von Käsebleich ist wohl das erste Gespinsterkind, welches im Alter von nur sechs Tagen die Gespinsterschule von Wieland von Waghals besuchen darf. Aber schließlich ist Kasimir kein gewöhnliches Gespinst, denn seine Eltern und auch der Direktor der Schule erkennen, dass Kasimir besondere Fähigkeiten besitzt. Er kann nicht nur schon sprechen, fliegen, malen und durch Schlüssellöcher schlüpfen, was ja für ein Gespinst in seinem Alter schon merkwürdig genug wäre, nein, Kasimir hat noch andere Fähigkeiten. Kasimir hat Visionen, in denen er Dinge sehen kann, die außer ihm kein anderes Gespinst sehen kann. Diese Fähigkeit hatte vor Kasimir nur einer: Boris von Bleichgesicht, ein Geist, der zu seinen Lebzeiten in die Zukunft sehen konnte.

All die Talente, über die Kasimir verfügt, lassen darauf schliessen, dass er der prophezeite Geist ist, der die Bevölkerung der Gespenster vor dem Ranzenmann, einem fiesen Menschen, der sich die Vernichtung der Geister zum Ziel gesetzt hat, retten kann.

Zunächst einmal muss der kleine Held jedoch seine Fähigkeiten trainieren. Und wo könnte er das besser, als unter dem berühmtesten und angesehensten Lehrer, Wieland von Waghals höchstpersönlich?! Als es jedoch während des Unterrichts zu einem ernsten Zwischenfall kommt- Kasimir lässt durch seine Fähigkeiten einen Mitschüler schrumpfen, was selbstverständlich streng verboten ist- merkt der junge Geist, dass er durch sein Verhalten Lehrer, Mitschüler, seine Eltern und sogar Mina von Muffensausen, eine Mitschülerin, die Kasimir von Anfang an in sein Herz geschlossen hat, gegen sich aufgebracht hat.

Verzweifelt beschliesst Kasimir fort zu fliegen. Auf einem Spielplatz jedoch, gerät er in die Fänge des Ranzenmannes. Jetzt muss Kasimir unter Beweis stellen, was er gelernt hat und mit der Hilfe von Boris von Bleichgesicht gelingt es ihm, aus dem Ranzen des Geisterjägers zu entkommen.

Da Kasimir aber noch immer der Meinung ist, seine Eltern, Freunde und Lehrer wollen von ihm nichts mehr wissen, beschliesst der verzweifelte Geist, bei einem Menschenmädchen unterzukommen.

Angela Sommer-Bodenburg gelingt es, junge Leser zu fesseln. Die Geschichte um das talentierte Gespinsterkind Kasimir zeigt Fantasie, Spannung und Witz.

Vor allem die Hauptfigur vermag die Geschichte auf Anhieb sympathisch werden zu lassen. Kinder werden sich mit dem gerade eingeschulten Geist schnell identifizieren können und können so einen schönen Bezug zu der Geschichte finden. Doch auch andere Charaktere, wie der des Schuldirektors, Wieland von Waghals, oder des Gespinsterkindes Mina von Muffensausen, tragen zu einem gelungenen Leseerlebnis bei.

Zunächst eher mäßig spannend, baut die Autorin nach und nach einen gelungenen Spannungsbogen auf, der mit der Gefangennahme Kasimirs durch den Ranzenmann seinen Höhepunkt erreicht. Dann jedoch fällt die Spannung abrupt ab. Kleine Leser finden leider keinen sanften Ausklang der Geschichte vor, sondern müssen sich damit abfinden, dass sich Kasimir weiterhin von seiner Familie fernhält und Unterschlupf bei einem Menschenmädchen findet. Dieses offene Ende bietet zwar reichlich Platz für Fantasie und lässt alle Leser auf eine Fortsetzung der ";Kasimir-Geschichte"; hoffen, katapultiert uns aber leider recht schnell zurück in die Realität.

Abgesehen von dem, meiner Meinung nach, nicht ganz wünschenswerten Ende, ist das Kinderbuch durchweg sehr ansprechend geschrieben. Die Wortwahl und Erzählweise sind der Zielgruppe angepasst und lassen somit keine Verständnisfragen entstehen.

Illustrationen sind in diesem Buch nicht viele zu finden. Diese Tatsache ist jedoch nicht weiter verwunderlich, da eindeutig die Geschichte im Vordergrund steht. Ab und zu findet der Leser einige Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die jeweils eine Momentaufnahme der Geschichte darstellen.

Fazit:

";Kasimir von Käsebleich kommt in die Schule"; ist ein kurzweilig geschriebenes Buch, das neugierig macht, wie es weitergeht. Der freche kleine Hauptdarsteller überzeugt durch seine sympathische Art und durch seine Lebendigkeit. Schade nur, dass die Autorin die Geschichte nicht sanft ausklingen lässt, sondern uns mit ihrem Ende eher ";im Regen stehen lässt";.

Simone Brinkschulte

Kasimir von Käsebleich kommt in die Schule

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