Lilia und Nerina

Erschienen: September 2021

Bibliographische Angaben

Illustrationen von Marina Marcolin; Hardcover, 32 Seiten

ISBN: 9783968430232

Couch-Wertung:

94%
Idee
Bilder
Text

Idee

Ein wunderbarer Ansatz, um Mobbing zu erklären.

Bilder

Die Bilder sind eine ausdrucksstarke Textbegleitung.

Text

Die Geschichte wird feinfühlig und leicht verständlich erzählt.

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Rita Dell'Agnese
Zusammen ist man stark

Rezension von Rita Dell'Agnese Dez 2021

Für Lilia ist es nicht einfach. Die Sechsjährige ist sehr schüchtern, und wenn sie in Verlegenheit gerät, wird sie ganz rot im Gesicht. Und Lilia geschehen auch immer wieder kleine Missgeschicke. Deshalb versteckt sie sich lieber ein wenig vor den anderen Kindern. Doch eines Tages kommt Nerina in Lilias Klasse. Nerina kommt von weit her. Und sie ist auch sehr schüchtern. Wenn sie in Verlegenheit gerät, wird sie ganz weiß im Gesicht. Lilia und Nerina fühlen sich wohl miteinander. Sie schließen Freundschaft. Und wenn sie in Verlegenheit kommen, werden sie zusammen ganz rosa. Und sie müssen sich nicht mehr verstecken, denn sie wissen, dass sie nicht alleine sind. Und das macht Lilia und Nerina zu zwei fröhlichen Mädchen, die nicht mehr so viel Angst haben.

Tiefgründiges Buch über Schüchternheit und Mobbing

Es ist eine berührende Geschichte, die Autorin Lorenza Farina ihrem jungen Publikum präsentiert. Die kleine Lilia ist das prädestinierte Mobbing-Opfer. Zum einen, weil sie so schüchtern ist, dass ihr immer wieder Missgeschicke passieren. Zum anderen, weil sie sehr introvertiert ist. Erst als Nerina in ihre Klasse kommt, die genauso sensibel und schüchtern ist, kann Lilia aus sich heraus gehen, denn von diesem Mädchen fühlt sie sich nicht ausgegrenzt. Die Autorin lässt ihre beiden kleinen Protagonistinnen durch ihre Freundschaft wachsen und Selbstbewusstsein entwickeln. Das kann vor allem auch für Lehrpersonen, die in ihren Klassen Ansätze von Mobbing gegenüber von schüchternen Kindern feststellen, eine gute Grundlage sein, um das Thema anzusprechen und daran zu arbeiten, die Ansätze bereits im Keim zu ersticken.

Die Bilder erzählen die Geschichte eindrücklich

Sehr viel zum Zauber dieses Bilderbuchs trägt die Illustratorin Marina Marcolin mit ihren feinfühligen Bildern bei. Die ganze Körperhaltung und der Ausdruck auf den kleinen Gesichtern, die die Illustratorin mit sanften und fließenden Farben gemalt hat, sprechen Bände. Die Bilder erzählen die Geschichte auf eine eigene, eingängige und vor allem sehr eindringliche Art. Farbgebung, Gestaltung der Szenen und die sprechenden Augen der Kinder dringen tief ins Herz und machen die beiden kleinen Mädchen, um die es hier geht zu kleinen Sympathieträgerinnen. Obwohl die an sich unsichtbare Gewalt von Mobbing im einen oder anderen Buch durchaus spürbar ist, bleiben die Bilder kindgerecht und sanft.

Fazit

Dieses Bilderbuch eignet sich wunderbar, um schüchterne Kinder anzuregen, sich mit anderen Kindern anzufreunden und daraus ein neues Selbstbewusstsein zu bilden. Es eignet sich aber auch, um den Kindern das Entstehen von Mobbing aufzuzeigen und mit ihnen daran zu arbeiten, die kleinen «Lilias» und «Nerinas» in ihren Kreis aufzunehmen.

Lilia und Nerina

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