Humboldt und Beaufort: Der Sternschnuppenstein

  • Boje
  • Erschienen: September 2021

Illustrationen von Susan Batori; Hardcover, 32 Seiten

Band 2 von 2 aus der Humboldt und Beaufort-Reihe

ISBN: 9783414826190

Humboldt und Beaufort: Der Sternschnuppenstein
Humboldt und Beaufort: Der Sternschnuppenstein
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Kathrin Walther
85%

Kinderbuch-Couch Rezension von Kathrin Walther Dez 2021

Idee

Die Themen Freundschaft, Mut und Selbstvertrauen sind Klassiker im Bereich Kinderbuch und es gibt sie inzwischen in vielfältiger Form. Dennoch kann die Umsetzung hier durch die sympathischen Figuren und die fantasievolle Handlung überzeugen.

Bilder

Die Bilder sind modern und lustig und ergänzen die Geschichte passend. Viele kleine Details laden zum genauen Betrachten ein.

Text

Der Text ist kindgerecht und gut zu verstehen. Durch einen hohen Anteil wörtlicher Rede lässt sich die Geschichte abwechslungsreich vorlesen.

Unter Wasser auf Sternschnuppensuche

Eine Sternschnuppe am Himmel zu sehen, ist schon etwas Besonderes, denn so oft lässt sich dieses Phänomen nicht beobachten, schon gar nicht bei den vielen Lichtern, die sich meist auch nachts in unserer Umgebung befinden. Dabei sollen sogar Wünsche in Erfüllung gehen, wenn man sich beim Anblick einer Sternschnuppe etwas wünscht, so besagt es zumindest ein alter Volksglaube. Ob das nun wirklich so ist, wird an dieser Stelle unbeantwortet bleiben. Doch warum auch Pinguine von Sternschnuppen besonders begeistert sind, erzählt Michael Engler in seinem zweiten Band rund um die Freunde Humboldt und Beaufort.

Ein Pinguin auf Sternschnuppenmission

Für den Pinguinmann Humboldt und seine Freunde gibt es nichts Schöneres als Steine, daher sind er und seine Artgenossen ständig auf der Suche nach besonders schönen Exemplaren. Als Humboldt eines Abends die Sterne betrachtet, überlegt er sich, dass es sich bei einigen von ihnen bestimmt um Planeten handeln muss, auf denen es ganz sicher auch Steine geben wird. Gerade als er traurig feststellt, dass diese Steine für ihn in unerreichbarer Ferne liegen, sieht er, wie eine Sternschnuppe ganz in seiner Nähe ins Meer stürzt. Humboldt weiß, dass es sich bei Sternschnuppen oft um Gesteinsteile aus dem Weltall handelt und ihm ist sofort klar, dass dies seine Chance auf einen Weltraumstein ist.

Doch als er den anderen Pinguinen am nächsten Morgen von seinem Plan erzählt, lachen die ihn nur aus und glauben nicht an seine Geschichte vom Stein, der vom Himmel gefallen ist. Zum Glück hat Humboldt noch seinen Walfreund Beaufort, der ihm auch zugehört hat. Im Gegensatz zu den anderen Pinguinen hält er seine Beobachtung für wahr und will ihm bei der schwierigen Suche tief unten im Meer helfen. Ob die beiden den Sternschnuppenstein gemeinsam finden werden?

Zusammen ist alles möglich

Genauso wie im ersten Band spielen die ungleichen Freunde, die aus dem Pinguin Humboldt und dem Wal Beaufort bestehen, die Hauptrolle in dieser Geschichte. Auch in dieser Geschichte zeigt Michael Engler wieder, dass es sich lohnt, an seine Träume zu glauben und sich nicht von seinem Ziel abbringen zu lassen, egal was die anderen zu einem sagen oder von einem denken. Auch Freundschaft ist wieder ein zentrales Thema, denn Humboldt kann sich erneut auf seinen Freund Beaufort verlassen, der nicht nur an ihn glaubt, sondern ihm bei seinem Abenteuer große Unterstützung leistet, ohne welche Humboldt den Tauchgang in die Tiefsee nicht hätte schaffen können.

Sowohl sprachlich als auch inhaltlich passt das Buch gut zum Alter der Zielgruppe, welche mit Kindern ab vier Jahren angegeben ist. Auf jeder Doppelseite finden sich ein oder zwei kurze Textabschnitte, die sich sowohl vom Satzbau als auch der Wortwahl gut verstehen lassen. Durch einen hohen Anteil wörtlicher Rede lässt sich die Geschichte lebendig und abwechslungsreich vorlesen. Auch wenn die Themen Mut, Selbstvertrauen und Freundschaft ein zentrales Thema in vielen Kinderbüchern sind und es bereits einen ersten Band über die beiden Freunde gibt, kann auch diese Geschichte durch viel Fantasie, sympathische Protagonisten und ein spannendes Tiefseeabenteuer überzeugen.

Dazu tragen zusätzlich die kindgerechten Illustrationen bei, die wieder von Susan Batori stammen. Ihr moderner und eher frecher Stil spricht gerade die kleinen Bilderbuchbetrachter an. Viele kleine Details laden zum genauen Betrachten und Entdecken ein und helfen dabei, den Inhalt nachzuvollziehen. Gerade der Pinguin Humboldt durchlebt im Laufe der Handlung verschiedenste Emotionen, die sich gut in seinem Gesicht erkennen lassen und dadurch „mitfühlbar“ werden. Am Anfang und am Ende des Buches gibt es zusätzlich noch mehrere kurze Texte mit Sachinformationen, in denen unter anderem erklärt wird, was Sternschnuppen sind, was es Wissenswertes über Pinguine gibt oder auch wie tief Wale tauchen können.

Fazit

Insgesamt wieder ein empfehlenswertes Buch, dass seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Die fantasievolle Geschichte spricht Kinder an und es macht Spaß, mit den beiden Freunden auf Steinsuche zu gehen. Da der Inhalt im Großen und Ganzen nicht auf den ersten Band aufbaut, kann ohne Probleme mit diesem Buch gestartet werden. Ein schönes Bilderbuch für kleine und große Sternschnuppensteinsucher!

Humboldt und Beaufort: Der Sternschnuppenstein

Michael Engler, Boje

Humboldt und Beaufort: Der Sternschnuppenstein

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