Der Ickabog

Erschienen: November 2020

Bibliographische Angaben

übersetzt von Friedrich Pflüger; Hardcover, 352 Seiten

ISBN: 9783551559203

Couch-Wertung:

90%
Idee
Bilder
Text

Idee

Ein Ickabog – was ist denn das? Diese sagenumwobene Gestalt soll ihr Unwesen in der Umgebung treiben.

Bilder

Von Kindern für Kinder gemalt! Wunderbar!

Text

Teils lange Sätze, die einen geübten Leser oder eine geübte Leserin erfordern.

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Sandra Dickhaus
Gibt es den Ickabog wirklich? Ein märchenhaftes Abenteuer beginnt…

Buch-Rezension von Sandra Dickhaus Aug 2021

Ein sagenumwobenes Ungeheuer, der Ickabog, verbreitet Angst und Schrecken in Schlaraffien. In diesem Königreich geht die Legende um, es gebe solch ein Wesen, das Kinder frisst, die nicht brav und sehr ungehorsam sind. Dabei geht es hier doch so paradiesisch und angenehm zu, oder nicht? Am Rande der Stadt liegt das Marschland, ein Ort, den man besser nicht besuchen sollte, denn dort, unter den Ärmsten der Armen, kursieren die Erzählungen rund um den Ickabog. Immer mal wieder behauptet jemand, ihn gesehen zu haben, wobei niemand so genau weiß, wie er eigentlich aussieht. Bisher konnte man mehr oder weniger mit den Geschichten leben, doch als ein Bauer bei König Fred dem Furchtlosen und seinen beiden Beratern Lord Spuckelwert und Schlabberlot auftaucht und von seinen schaurigen Erlebnissen berichtet, nimmt das Ganze andere Dimensionen an. Nun muss etwas getan werden…

Viele Jahre lagen die Aufzeichnungen auf Rowlings Dachboden

Nach vielen Jahren auf dem staubigen Dachboden hat J.K. Rowling ihre Aufzeichnungen des Märchens wieder hervorgeholt. Eigentlich hatte sie es für ihre eigenen Kinder geschrieben, doch jetzt teilt sie es endlich mit anderen. Besonders an diesem Buch ist, dass die Zeichnungen allesamt von Jungen und Mädchen zwischen 7 und 12 Jahren stammen, die bei einem Malwettbewerb mitgemacht haben. Gerade zur Zeit der Corona-Pandemie eine weise Entscheidung, die den kleinen Zeichnern viel Spaß und Abwechslung geboten haben mag. Die farbenfrohen Zeichnungen der Gewinner des Wettbewerbs zieren die Seiten des Buches. Jede hat ihren eigenen Stil. Sie passen zu den einzelnen Erzählschritten und sind wirklich sehr gut gelungen.

Ein märchenhafter Schreibstil

Mit Harry Potter wird die Autorin für immer eng verwoben sein und nun möchte sie uns auf eine Reise nach Schlaraffien mitnehmen. Dabei ähnelt ihr Schreibstil dem einer Märchenerzählerin, denn diesmal geht es nicht um Fantasy. Immer wieder greift eine Erzählstimme ein und kommentiert die Geschehnisse. Hierbei ist das Ganze auch durch einen besonderen Humor geprägt. So nennt sich beispielsweise der König „Fred der Furchtlose“, obwohl er keine wirklich besonders mutigen Taten vollbracht hat. Sein Vater Richard der Redliche war nicht so schön und anmutig wie er, da er schiefe Zähne hatte. Die passende Anmerkung dazu erfolgt dann weiterhin humorig: Natürlich erwähnte dies niemand zu seinen Lebzeiten. König Freds beste Freunde heißen Spuckelwert und Schlabberlot und  sie wollen mit allen Mitteln verhindern, dass Fred heiratet, da sie viel günstiger und bequemer bei ihm im Schloss wohnen können. Auch dass Fred auf die Worte der kuriosen Lords hört, lässt den Leser schmunzeln. Ob dies allerdings schon von Achtjährigen verstanden werden kann, sei dahingestellt.

Lügen, Intrigen, Machtmissbrauch

Es geht um Lügen, Intrigen, Machtmissbrauch und die Frage, wie es dazu kommen kann, dass etwas Böses, Finsteres die Macht über ein Land erlangen kann. Zudem muss man sich dem Aspekt stellen, warum viele Menschen Lügen glauben, die nicht bewiesen sind. Die Ausmaße und Konsequenzen des Ganzen kann man in diesem Märchen lesen. Die einzelnen Figuren lassen sich immer in eine gewisse Schublade packen, entweder gehören sie dem bösen oder guten Lager an. Es gibt hier nur schwarz oder weiß. Das ist aber auch typisch für Märchen und so nähert sich die Autorin diesem Genre an.

Fazit

Ein Kinderbuch, das eher für ältere Kinder geeignet ist, mit wunderschönen, kreativen und einzigartigen Zeichnungen und einer besonderen Botschaft, die tiefer ist als man zunächst denkt.

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